Ebermannstadt
Naturwissenschaft

Der Jungforschertag in Ebermannstadt: Technik, die begeistern kann

Am Gymnasium Fränkische Schweiz fand am Buß- und Bettag der dritte Jungforschertag statt, der sich rund um die Naturwissenschaften drehte.
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Im Workshop  zu den erneuerbaren Energien haben sich die Nachwuchsforscher in kleinen Gruppen Modelle ausgedacht, die mit Wind- oder Solarenergie angetrieben werden. Foto: Mirjam Stumpf
Im Workshop zu den erneuerbaren Energien haben sich die Nachwuchsforscher in kleinen Gruppen Modelle ausgedacht, die mit Wind- oder Solarenergie angetrieben werden. Foto: Mirjam Stumpf
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Wahre Forscher brauchen die richtige Ausrüstung. Deshalb erhielt jedes Kind, das am Mittwoch zum Jungforschertag am Gymnasium Fränkische Schweiz (GFS) ankam, gleich eine eigene rote Mappe, um wertvolle Forschungsergebnisse notieren zu können.

Obwohl am Buß- und Bettag eigentlich schulfrei ist, war der Andrang am GFS groß. Über 100 Kinder von insgesamt neun Grund- und Mittelschulen sowie den Gymnasien aus dem Landkreis hatten sich angemeldet, um in einzelnen Workshops vier Stunden lang die Themenbereiche Chemie und Technik ganz praktisch zu erfahren.

Das Angebot richtete sich an Schüler zwischen der 5. und 8. Klasse. Lehrer und Experten luden die Jungforscher beispielsweise zum Programmieren und Löten ein, chemische Showexperimente auszuprobieren, ein Flugzeug zu bauen und zu verstehen oder sich mit der Elektronik auseinanderzusetzen. "Ihr seid heute hier und zeigt, dass ihr mehr wollt. Daraus wachsen neue Interessen für die Zukunft", sagte Landrat Herrmann Ulm den Schülern, bevor sie sich mit diesem Interesse an die einzelnen Projekte machten.

In Gruppen setzten sich die Schüler im Workshop "Energy for Future: Anwendungen für erneuerbare Energien erfinden und bauen" zuerst mit der Frage auseinandern, was unter erneuerbaren Energien zu verstehen sei, erklärte Julia Kratz, eine der Leiterinnen. Anschließend ging es ans Konstruieren der solar- oder windbetriebenen Modelle. Unterstützend standen der Grundschullehrerin, die zugleich einen Lehrauftrag an der Universität Erlangen-Nürnberg hat, mehrere Studenten zur Seite, um die Ideen der Jungforscher umzusetzen.

Alle zwei Jahre

Carla, die die Realschule in Ebermannstadt besucht, weiß noch nicht, welchen Beruf sie später einmal lernen möchte. Aber sie hat zahlreiche Ideen zu einem Segelboot auf Rädern, das mit einem Propeller angetrieben wird. Als Segelfan hat die Zwölfjährige zudem schon einiges Vorwissen. Fragen wie "Wo verschwenden wir Energie, wenn wir den Propeller am Segel anbringen?" galt es zu lösen.

Einen Tisch weiter überlegten die Schüler Jasper und Felix angestrengt, wie sich ein Mäuserad mit Strom versorgen ließe, im Nebenraum wurde zeitgleich an einem Auto mit solarbetriebenen Scheinwerfern getüftelt. Verwenden konnten die Schüler für die Modelle das vorhandene Material im Werkraum, egal ob Zahnbürste, Strohhalm oder Styropor. Kleine Motoren hatten die Workshopleiterinnen ebenfalls dabei. Die Schüler könnten "maximal offen, maximal kreativ" ihre Ideen entwickeln, so Leiterin Kratz.

Ausgerichtet hatte den Jungforschertag, der seit 2015 alle zwei Jahre stattfindet, das Bildungsbüro im Landratsamt in Zusammenarbeit mit dem Verein FOrsprung. Die Förderung naturwissenschaftlicher Fächer stehe dabei im Vordergrund, sagte Julia Schilling vom Bildungsbüro, ebenso wie die Vernetzung unter den einzelnen Schulen.

"Forschen heißt, eine Idee oder Frage zu haben, und sich zu überlegen, wie man da rangehen kann", sagte Wolfgang Blos vom Verein FOrsprung.Diese Neugier, die vor allem bei Kindern vorhanden sei, müsse gefördert werden, so Blos.

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