Forchheim
Musik

Der Forchheimer Posaunenchor spielt, wann immer er gebraucht wird

Der Posaunenchor der evangelischen Christuskirche verbindet die Liebe zur Musik mit viel Gemeinschaftssinn. Einen großen Traum hat Chorleiterin Brigitte Förstel aber trotzdem noch.
Artikel drucken Artikel einbetten
Mit vielen Baclen blasen die Musiker in ihre Instrumente. Fotos: privat
Mit vielen Baclen blasen die Musiker in ihre Instrumente. Fotos: privat
+6 Bilder
Leiterin Brigitte Förstel strahlt, wenn sie von ihrem Posaunenchor berichtet. Die engagierte Kirchenmusikerin gibt seit 2006 in der evangelischen Christuskirche in Forchheim bei den Bläsern den Ton an, nachdem sie zuvor in St. Johannis als Posaunenchorleiterin tätig gewesen war.

Mit viel Schwung und Elan sorgt sie bei den Bläsern für gute Stimmung. Das Repertoire reicht von Chorälen, Klassik, Musical, Swing bis zu modernen Stücken. Natürlich besteht ein Posaunenchor nicht nur aus Posaunen, sondern aus verschiedenen Blechblasinstrumenten.

Der Begriff bedeutet, dass das Bläserensemble in eine Kirchengemeinde eingebunden ist. Jede Woche treffen sich am Montag rund sieben Musiker ab 18.30 Uhr im Gemeindehaus der Christuskirche, um dort zu proben. "Wir würden uns über neue Bläser freuen. Bei Interesse kann jeder bei unserer Probe vorbeischauen", sagt Förstel. Bei Auftritten kommen etwa acht bis elf Bläser zusammen. "Wir spielen an Heiligabend, Ostern, Himmelfahrt, Pfingsten, am Sommerfest, bei Konfirmationen, Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen, im Advent und an Silvester", zählt die Posaunenchorleiterin auf.

Pläne zum Jubiläum

Häufig unterstützen auch Gastbläser von außerhalb den Chor. Förstel weiß, dass es schwierig ist, neue Mitglieder zu werben, da in Forchheim und Umgebung zahlreiche Bläserklassen, Musikschulen und Musikvereine existieren.

Doch sie hat einen Traum: "Zu unserem 25. Jubiläum im nächsten Jahr hätte ich gerne 25 Bläser." Gesucht werden Anfänger und fertige Bläser ab dem siebten Lebensjahr. Der Einstieg in die Gruppe sei dabei überhaupt keine Frage des Alters. Elfriede Ringpfeil zum Beispiel hat mit 58 Jahren angefangen, Tenorhorn zu lernen und spielt an Ostern das erste Mal im Gottesdienst mit.

Eine einzige große Familie

Es gibt Anfängerkurse für Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsenen-Anfängerkurse. Förstel unterrichtet auch im Einzelunterricht. Ihre Söhne Simon - er gibt Trompetenunterricht - und Markus - er gibt Posaunenunterricht - unterstützen sie dabei. Wer von der traditionellen Blasmusik kommt und in einen evangelischen Posaunenchor einsteigt, den erwartet eine Umstellung.

Im Posaunenchor sind alle Stimmen "in C", also klingend geschrieben. Das erste Posaunenchor-Buch wurde 1881 von Eduard Kuhlo herausgebracht. Mittlerweile gibt es für Posaunenchöre fast alle Noten auch in B. "Wir schreiben die Noten, falls sie in B nicht vorhanden sind, per Computer um, sodass das Mitspielen kein Problem mehr ist", versichert Förstel.

Die Chorleiterin hat noch einen weiteren Traum: "Ich würde gerne wieder ein Bläser-Musical veranstalten." Vor vier Jahren konnte sie mit 60 Bläsern aus dem ganzen Dekanat das bekannte Musical "Joseph" auf die Bühne bringen.

Wenn genügend Musiker zusammenkommen, weiß Förstel schon, welches Musical sie im nächsten Jahr umsetzen würde: "Esther, die Sternenkönigin". Wer Mitglied in einem Ensemble ist, gehört fortan auch zu einer großen Familie. Darum ist es für einen Posaunenchorleiter auch kein Problem bei anderen Chören anzufragen, wenn für einen Auftritt Gastbläser gebraucht werden.



was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren