Forchheim
Hauptausschuss

Das Forchheimer Pfalzmuseum bekommt ein eigenes "Pfalzifant" Maskottchen

Die Kaiserpfalz ist Forchheims Aushängeschild. Deshalb möchte die Stadt in das Pfalzmuseum investieren und verschiedene Vorhaben unterstützen.
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Foto:  Pfalzmuseum Forchheim (Francesco Lopez) Rechte: Pfalzmuseum Forchheim
Foto: Pfalzmuseum Forchheim (Francesco Lopez) Rechte: Pfalzmuseum Forchheim
Die Kaiserpfalz ist ein Anziehungspunkt in Forchheim - sowohl für Touristen als auch für Einheimische. "Das Schmuckkästchen der Stadt" nennt es JB-Stadtrat Ulrich Schürr im Hauptausschuss am Mittwoch. Das Schmuckkästchen soll noch besser werden: Museumsleiterin Susanne Fischer hat den Mitgliedern des Ausschusses eine Prioritätenliste für künftige Vorhaben des Pfalzmuseums vorgestellt. Sechs Vorhaben sollen noch im Haushalt 2018 berücksichtigt werden, wie die Mitglieder des Ausschusses in der Sitzung am Mittwoch beschlossen haben:

1. Mittelalterspielplatz
Ein Mittelalterspielplatz, der nach Fischers Vorstellung im Graben der Kaiserpfalz entstehen soll, konnte den FDP-Stadtrat Stefan Schick nicht überzeugen: "Mit einem Mittelalterspielplatz tue ich mir schwer", sagt Schick. Die Fläche dort sei nicht für einen Spielplatz geeignet. Er stimmte gegen den Beschluss. Ebenso kritisch zu diesem Vorhaben äußert sich CSU-Stadträtin Martina Hebendanz mit Hinblick auf die Veranstaltungen, wie die Afrika Kulturtage, die dort regelmäßig stattfinden. "Man darf die Veranstaltungen im Graben nicht vergessen", betont Hebendanz.
Bevor im Graben überhaupt Spielgeräte aufgestellt werden könnten, wäre einiges an Vorarbeit nötig. Zuerst müsste der Boden des Grabens in Zusammenarbeit mit Denkmalpflegern hergerichtet werden, wie Museumsleiterin Fischer erklärt. Schließlich verwandelt sich der Graben bei Regen schnell in eine Matschgrube. 35 000 Euro plant Fischer ungefähr für den Mittelalterspielplatz ein.

2.Maskottchen
Das Pfalzmuseum soll ein eigenes Maskottchen, den "Pfalzifant", bekommen. Als Vorlage soll die Zeichnung eines Elefanten aus dem 14. Jahrhundert dienen, die im Kaisersaal hängt. 2000 Euro werden dafür eingeplant. "Das ist eine sympathische Vorwärtsbewegung," freute sich CSU-Stadtrat Udo Schönfelder, der in einer vergangenen Sitzung des Hauptausschusses auf den Namen "Pfalzifant" gekommen ist.

3.Soziale Medien
Zusammen mit einer studentischen Hilfskraft der Universität Bamberg sollen für das Pfalzmuseum ein eigener Facebook- und Instagram-Auftritt erarbeitet werden. Die Mitglieder des Ausschusses waren sich darin einig, wie wichtig es ist, das Pfalzmuseum in den sozialen Medien zu präsentieren. 2000 Euro sind dafür eingeplant.

4.Tafel und Tracht
Das Trachtenmuseum soll um eine Texttafel ergänz werden, außerdem möchte Fischer als Anschauungsmaterial eine moderne Tracht an schaffen. "Wir möchten zeigen, dass Tracht nicht bieder oder altbacken sein muss", erklärt Fischer. 3000 Euro werden für Tracht und Tafel kalkuliert. FW-Stadtrat Manfred Hümmer könnte sich für die Sommermonate dazu eine Modenschau mit Trachten in der Kaiserpfalz vorstellen. "Wir müssen die Trachtentradition wahren und in die Moderne gießen", sagt Hümmer.

5.Pflanzen im Hof
Um den Innenhof der Kaiserpfalz lebendiger zu gestalten, soll dieser bepflanzt werden. Die bestehenden Blumenkübel werden in einem passenden Farbkonzept um vier weitere ergänzt. Die Kosten dafür schätzt die Museumsleiterin auf 3000 Euro.

6.Imagefilm
Das Projekt-Seminar einer Schule soll einen Imagefilm erstellen, der Touristen auf den Besuch im Pfalzmuseum einstimmt. Kosten würden dafür voraussichtlich keine anfallen.

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