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Forchheim
Annafest

Das 177. Annafest ist eröffnet - Drei Schläge zum Fassanstich

Am Freitagabend wurde das Annafest eröffnet.90 Liter Freibier der Brauerei Hebendanz wurden verteilt. Auch Forchheimer aus Baden-Württemberg waren gekommen.
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Oberbürgermeister Uwe Kirschstein hat das 177. Annafest eröffnet. Foto: Barbara Herbst
Oberbürgermeister Uwe Kirschstein hat das 177. Annafest eröffnet. Foto: Barbara Herbst

"Ein friedliches Fest", wünschte Oberbürgermeister Uwe Kirschstein allen Besuchern nach dem Bieranstich, der nicht wie geplant um 17 Uhr stattfand. Grund für die Verspätung: Bierkönigin Carina steckte im Verkehr fest.
"Auf der A73 ist ein LKW umgekippt und die Leute sind alle abgefahren, da war Forchheim dann ganz verstopft", sagt sie im Anschluss. "So habe ich dann von Kersbach bis zum Kellerwald 35 Minuten gebraucht."

Als die Königin dann aber das Podest am Schindler-Keller bestiegen hatte, konnte es zügig losgehen. Die Zeit zwischen 17 Uhr und dem Anstich (um 17.13 Uhr) überbrückte der Spielmannszug Jahn Forchheim souverän mit mehreren Stücken.

Drei Schläge brauchte der Oberbürgermeister, bis das Bier sprudelte und er die ersehnten Worte "o'gstochn is" sagen konnte. Auch im vergangenen Jahr, bei seinem ersten Anstich, hatte er drei Schläge benötigt.


 

 

 

 


Link zum Video vom Bieranstich

 


"Ich hatte mir drei Schläge vorgenommen", erzählt er und gibt sich mit dem Anstich zufrieden. Ihm sei es wichtig, dass die Familien auf dem Annafest zusammenkommen und jeder Spaß habe. "Es darf jeder so feiern, wie er will, das ist das Schöne am Annafest", betonte Kirschstein.

Auch Martina Hebendanz, die mit ihrem Mann Daniel die fassstiftende Brauerei vertrat, war mit dem Auftritt der OB zufrieden. "Er hat das sehr gut gemacht", sagt sie und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu, "vor allem wenn man bedenkt, dass er kein Franke ist."

 

 


Besucher aus Baden-Württemberg


Ein paar besondere Gäste baten Oberbürgermeister Kirschstein nach dem Anstich nicht nur um ein Freibier, sondern vor allem auch um ein Gruppenfoto. 13 Männer aus einem anderen Forchheim waren in diesem Jahr zum ersten Mal zum Annafest angereist.

"Wir kommen aus einem Forchheim mit 1400 Einwohnern", erzählt Mike Gerber, einer der Besucher. Zum ersten Mal sind sie zum Annafest gekommen und tragen alle T-Shirt auf dem "Hirschenclub Forchheim" steht. Das sorgt bei die anwesenden oberfränkischen Forchheimern für Irritation. Ein Hirschenclub? Was ist das? Davon haben sie noch nie gehört. Die Antwort gibt Mike Gerber eher etwas verschämt. "Naja, eigentlich sind wir eine Spaßvereinigung und kein richtiger Verein", räumt er ein, "das ist vor einiger Zeit bei einem Junggesellenabschied entstanden."

 

 

Jetzt seien sie aber alle verheiratet, die Freundschaft und der Club seien aber geblieben. Und noch eins bleibt ihnen jetzt gemeinsam; der erste Besuch auf dem Annafest im fränkischen Forchheim. "Wir haben gehört, dass das hier ein besonderes Fest sein soll. Jetzt schauen wir uns das mal bis Sonntag an. Und vielleicht kommen wir dann im nächsten Jahr wieder zum Anstich." Das erste Forchheimer Bier, das Festbier von der Brauerei Hebendanz, scheint ihnen auf jeden Fall zu schmecken und so laden sie Oberbürgermeister Kirschstein gleich mal in ihr Forchheim in der Nähe von Freiburg ein.

"Wir legen Wert auf die gleichbleibende Qualität unseres Bieres", betont Martina Hebendanz und erklärt damit vielleicht auch, warum es den Gästen so gut schmeckt, "das Festbier ist hopfenbetont und bernsteinfarben." Die 90 Liter Freibier waren am Freitagnachmittag dann schnell getrunken und die Forchheimer konnten feiern, dass ihr Annafest endlich wieder begonnen hat.

In Forchheim gilt nun bis zum 31. Juli der Ausnahmezustand. Alles zum Fest finden Sie hier.

 

 

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