Neunkirchen am Brand
Marktgemeinderat

Dank an die Seniorenbeauftragte Gisela Norbach

In Neunkirchen ist die Seniorenbeauftragte Gisela Norbach verabschiedet worden. Es ging im Gemeinderat außerdem um das Hemmerleingelände und die neue Kita.
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Der Dritte  Bürgermeister Andreas Pfister verabschiedet die Seniorenbeauftragte Gisela Norbach. Foto: Petra Malbrich
Der Dritte Bürgermeister Andreas Pfister verabschiedet die Seniorenbeauftragte Gisela Norbach. Foto: Petra Malbrich

Wie sieht der neue Kindergarten "Nürnberger Straße" in Neunkirchen am Brand aus? Eine Vorstellung der vom Bauausschuss empfohlenen Variante haben die Gemeinderäte bekommen. Abgesprochen wurde die Planung hinsichtlich möglichen Lärms aufgrund der spielenden Kinder mit den Nachbarn, der Mittelschule Neunkirchen am Brand. Angewendet werden soll die Reggio-Pädagogik. Das bedeutet, kleinere Werkstätten kommen zum Einsatz. Das Gebäude soll in zweigeschossiger Skelettbauweise erstellt werden, ohne Keller. Im Erdgeschoss befindet sich der Ankunftsbereich mit einer großen Garderobe und einem Bistro. Dritter Bürgermeister Andreas Pfister (SPD), der den erkrankten Bürgermeister vertrat, merkte an, dass gerade geprüft werde, ob die "Küche" auch den Kindergartenbetrieb übernehme. Die Mittelschule hat bereits eine Mensa, die auch für Kindertagesstätten kocht. Im rechten Teil im Erdgeschoss sind dann die Aktivräume vorgesehen. Christian Böckmann (FWG) missfiel, dass neben dem Bewegungsraum der Leseraum vorgesehen sei. Das könnte sich gegenseitig beeinflussen. Die Räume seien noch verschiebbar und würden mit den Nutzern abgesprochen, versicherte die Architektin. Der Krippenbereich wird dann im Obergeschoss sein. Selbst ein eigener Dachgartenbereich sei möglich. Der neue Kindergarten wird barrierefrei, alle Räume und die Dachterrasse können problemlos erreicht werden. Eine Selbstversorgerküche mit Lagerräumen und der angegliederten Mensa ist ein wesentliches Merkmal der Kita.

Bebauungsplan genehmigt

Der Bebauungsplan Hemmerleingelände wurde gebilligt. Katja von Dobschütz vom Büro Grosser, Seeger und Partner legte die eingearbeiteten Veränderungen vor. So wurde die vom Gemeinderat gewünschte Verkehrszählung in der Gräfenberger Straße durchgeführt und ausgewertet. Ins Schallgutachten flossen die Ergebnisse ein. Auch der Knotenpunkt Hemmerleinstraße/Gräfenberger Straße wurde überprüft und der durch den Neubau zu erwartende Verkehr ermittelt. Das Ergebnis: Der Knotenpunkt hat die Leistungsfähigkeitsstufe A; das heißt, er kann alles aufnehmen. Auch das Schallgutachten wurde überarbeitet. Durch die Verschiebung des Blockheizkraftwerks ändern sich die Schallwerte ein wenig, sind aufgrund der veränderten Lage verträglicher. Die öffentliche Grünfläche wird an den Markt abgetreten. Auch einzelne E-Ladesäulen könnten errichtet werden, wurde Ute Löfflers (ÜWG) Anfrage beantwortet.

Verabschiedung

Für die Senioren viel bewegt hat Gisela Norbach. Unermüdlich setzte sich die Seniorenbeauftragte der Marktgemeinde für die Belange der älteren Menschen ein. Ihr war es ein Anliegen, dass diese gut beraten und so lange wie möglich selbstständig leben können. Nicht zuletzt wurde auf ihre Initiative ein Seniorenbeirat gewählt und im evangelischen Gemeindehaus ein neuer Raum für die Arbeit des Seniorenbeirats gefunden. Nun zieht sich Gisela Norbach aus familiären Gründen zurück. Das Amt der Seniorenbeauftragten hat sie deshalb niedergelegt. "Der Seniorenbeirat war neu. Aber ohne die Unterstützung des Gemeinderats wäre die Arbeit nicht möglich gewesen", bedankte sich Norbach. "Die Seniorenarbeit ist mein Herzblut", betonte sie und versprach, auch weiterhin im Seniorenbeirat zu bleiben. Dritter Bürgermeister Andreas Pfister (SPD) überreichte ein Präsent und einen Blumenstrauß mit dem Dank der Gemeinde.

Verwaltung entscheidet

Was ist mit Geld für den Ermreuther Kindergarten? Auch andere Baustellen und Unterhaltsmaßnahmen werden nicht begonnen oder können nicht weitergeführt werden, weil keine Mittel breitstehen. Vorzeitige Mittelbereitstellung nannte sich deshalb eine Liste mit Maßnahmen und dem dazu benötigten Geld, das auf dem Tisch der den Marktgemeinderäte lag.

"Was ist mit dem Haushalt?", fragte Martin Walz (CSU). "Momentan entscheidet die Verwaltung, welche vorzeitigen Mittel bereitgestellt werden. Das muss man aber dem Bürger so auch sagen", bekräftigte Walz, da der Haushalt noch nicht steht. Er möchte nicht, dass die Bürger den Eindruck haben, der Gemeinderat entscheide das. "Der Gemeinderat ist für die Verzögerung nicht in der Verantwortung", betonte Walz.

Auch der Vorsitz führende Dritte Bürgermeister Andreas Pfister (SPD) erklärte, dass die Prioritätenliste der Bürgermeister zusammengestellt und auf die Tagesordnung gesetzt hat. Er selbst sehe manche Punkte anders und wollte sich im nichtöffentlichen Teil näher dazu äußern. Allerdings unterstützte er Martin Walz' Bitte, dass der Bürger wisse, aufgrund der haushaltslosen Zeit liege eine andere Priorisierung vor, die nicht der Gemeinderat beschließe.

Neun Maßnahmen standen auf der Liste für die Bereitstellung von Geld. Das war der Umbau des Rosenbacher Feuerwehrhauses mit 245 000 Euro, die Baunebenkosten für die Kita "Nürnberger Straße" mit 50 000 Euro, der Brückenbau in Ermreuth für die Schlosserarbeiten am Geländer mit 50 000 Euro, die Baumpflege mit 35 000 Euro, Bankette und Straßengräben mit 30 000 Euro und die Kanalunterhaltung in Neunkirchen mit Kanalbefahrung für das Fremdwasserkonzept mit 200 000 Euro.

Den Punkt EDV-Ausrüstung Schule mit 130 000 Euro sowie die Punkte Pflegearbeiten in den Friedhöfen (35 000 Euro) und den Unterhalt der Pflanzinseln und Bäume (70 000 Euro) wurde nach dem öffentlichen Teil diskutiert. Was die EDV-Aufrüstung in der Grundschule betrifft, gilt es, eine Förderung zu berücksichtigen oder überhaupt zu überlegen, ob ein Antrag auf Förderung gestellt wird.

Der Gemeinderat stimmte der Bereitstellung der Finanzmittel für die Vorhaben zu.

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