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Forchheim
Pandemie

Coronavirus: So will sich die Stadt Forchheim schützen

Acht bestätigte Corona-Fälle gibt es mittlerweile im Landkreis Forchheim. Seit der Katastrophenfall ausgerufen wurde, bleiben Königsbad, Spielplätze und andere Freizeiteinrichtungen leer. Die Stadtverwaltung reagiert.
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Die Stadtverwaltung ist ab sofort bis voraussichtlich 30. März für den Parteiverkehr geschlossen.  Foto: Franziska Rieger
Die Stadtverwaltung ist ab sofort bis voraussichtlich 30. März für den Parteiverkehr geschlossen. Foto: Franziska Rieger

Die Corona-Krise und ihre Folgen verunsichern viele Forchheimer. Aktuell gibt es acht bestätigte Corona-Fälle im Landkreis. Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) hat zusammen mit Klaus Backer, Leiter des Forchheimer Ordnungsamtes, am Dienstag über alle wichtigen Neuigkeiten informiert. 1. Veranstaltungen Es hagelt Absagen: Bis voraussichtlich 19. April sind landesweit alle Veranstaltungen abgesagt. In Forchheim müssen deshalb beispielsweise der Tag der offenen Tür des Gartenamtes, die Orgelkonzerte in der Johanniskirche, der Forchheimer Jahrmarkt mit verkaufsoffenem Sonntag am 5. April, Stadtführungen und Osterbrunnenaktionen entfallen.

Ob die großen Forchheimer Veranstaltungen wie Stadtfest und Annafest stattfinden können, sei jetzt noch nicht zu beantworten, sagt Klaus Backer. Die Vorbereitungen dafür laufen jedenfalls weiter. Zuständig für Kontrollen zur Einhaltung von Schließungen und geänderten Öffnungszeiten sei nach wie vor die jeweilige Polizei. 2. Öffentliches Leben Seit gestern müssen auch in Forchheim alle Freizeiteinrichtungen geschlossen bleiben. Dazu zählen die Stadtbücherei, das Königsbad, die Musikschule, die Sportinsel, der Wohnmobilparkplatz und der Jugendzeltplatz. Ebenso Theater (wie das JTF), Museen (wie das Pfalzmuseum) und Spielplätze.

Für die Forchheimer Restaurants und Kantinen gibt es strenge Auflagen. "Das wird eine schwierige und harte Zeit für die Betriebe", sagt Kirschstein. Wirtschaftsförderer Viktor Naumann stehe in engem Kontakt mit den Unternehmen, um über Maßnahmen wie Kurzarbeitergeld zu informieren.

Wie viele Betriebe und Freizeiteinrichtungen es in Forchheim insgesamt sind, die schließen müssen, könne OB Kirschstein zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau sagen. Ebenso wenig, mit welchen Defiziten die Stadt in den verschiedenen Bereichen rechnet. "Der größte Ausfall wird das Thema Personalaufwendungen sein", sagt er. 3. Stadtverwaltung Die Angestellten der Stadt arbeiten weiter, die meisten von Zuhause aus. Eine Präsenzpflicht gibt es in der Stadtverwaltung nicht mehr. Es seien alle Mitarbeiter im Dienst, betont Kirschstein.

Die Stadtverwaltung selbst ist bis voraussichtlich 30. März für den Parteiverkehr geschlossen. "Wir wollen damit eine Schutzfunktion erfüllen und mit gutem Beispiel vorangehen", sagt der Oberbürgermeister.

Bürger können ihre Anfragen an ein zentrales E-Mail-Postfach richten: buergeranfrage@forchheim.de. Einzelanliegen können an die Verantwortlichen der jeweiligen Fachämter gerichtet werden. Kontaktdaten gibt es unter www.forchheim.de.

Abteilungen, die ihren Aufgaben wegen der Corona-Krise nicht wie gewohnt nachgehen können, bekommen andere "fachfremde" Aufgaben übertragen. Allein schon für die Organisation der Stichwahl am 29. März, die ausschließlich per Briefwahl stattfindet, müssen über 24 000 Wahlbriefe verschickt werden. Bei den Stadtwerken seien "zwei Drittel der Mannschaft permanent vor Ort". "Der normale Versorgungsbetrieb ist sichergestellt", sagt der OB. Müllentsorgung und Stadtreinigung wird es in reduzierten Intervallen geben.

Eheschließungen in Forchheim sind weiterhin möglich, wenn auch nur mit reduzierter Teilnehmerzahl im Trauzimmer. Urnenbestattungen wird es in den nächsten 14 Tagen keine geben. Bei Erdbestattungen dürfen nur Verwandte ersten und zweiten Grades teilnehmen. Die Zeremonie wird nicht in der Aussegnungshalle, sondern im Freien stattfinden. 4. Kinderbetreuung In den Forchheimer Kitas gibt es Notgruppen für Kinder, deren Eltern in "systemrelevanten" Berufen arbeiten. Die Kita-Mitarbeiter sollen "selbstverständlich weiter bezahlt werden", betont Kirschstein.

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