Forchheim
Finanzausschuss

Containerlösung am Schießanger

Auf dem städtischen Parkplatz soll mit Fertigbau-Modulen eine provisorische Kinderkrippe entstehen, um dem Betreuungsplatzmangel Rechnung zu tragen.
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Der städtische Parkplatz am Schießanger soll provisorischer Krippen-Standort werden.  Fotos: Johannes Höllein
Der städtische Parkplatz am Schießanger soll provisorischer Krippen-Standort werden. Fotos: Johannes Höllein
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Das Paket für eine Zwischenlösung bei der Kinderbetreuung ist geschnürt. Der Finanzausschuss des Stadtrats entschied sich für den Standort am Schießanger und die Anmietung von Containermodulen - wenn möglich mit einer Kaufoption - für eine dreigruppige Kinderkrippe. Damit könne der akute Platzmangel innerhalb von acht, neun Monaten abgefangen werden.

Verworfen wurde aus den Vorschlägen von Sigrun Wagner ein Platzieren neben dem Grundstück in der Merowingerstraße, auf dem hinter dem Demenzzentrum eine neue Kita gebaut werden soll. Die Belastung durch den Bauverkehr wäre wohl zu groß.

Mieten oder kaufen?

Am Schießanger befindet sich der Parkplatz für Stadtbedienstete. Er soll für die Übergangszeit von drei Jahren auf das unbebaute Gelände hinter dem alten Krankenhaus verlegt werden. Gegen einen Standort am Annafestparkplatz in der Lichteneiche entschied man sich zum einen wegen des Festbetriebs und der dazu benötigten Stellflächen für Schausteller, aber auch wegen der Lage im Stadtgebiet. Zum ausgewählten Standort ist der Weg aus den Stadtteilen westlich der Regnitz nicht weit, wenn man den Fußgängersteg nutzt.

Diskussionsbedarf kam bei der Frage auf, Interimscontainer anzumieten oder sie zu kaufen. Die Preisdifferenz, so Wagner, liegt bei fast einer Million Euro. 1,2 Millionen bei Miete (für drei Jahre allein die Gebäudemodule 465 000 Euro) und 2,2 Millionen bei Kauf. Wagner und auch der Hauptausschuss plädierten für mieten, denn ein Umsetzen von gekauften Containern komme auf etliche hunderttausend Euro, weil jeweils neue Fundamente und Anschlüsse geschaffen werden müssten.

Provisorium seit den "60ern"

Reinhold Otzelberger von der CSU-Fraktion brachte den Gedanken von Miete mit Kaufoption ins Gespräch. "Man weiß ja nicht, wie sich die Lage in drei Jahren entwickelt hat", argumentierte er. Vielleicht hatte der Gymnasiallehrer wie sein Kollege Gerhard Käding die Pavillons am Herdergymnasium im Auge. Sie wurden in den 1960er-Jahren für einen aktuellen Engpass angeschafft, stehen aber bis heute. Aus Klassenzimmern wurden VHS-Hörsäle.

Hingegen favorisierte Josua Flierl (CSU) Kauf und Wiederverkauf. Seiner Ansicht nach bestehe dafür ein Markt. Das bezweifelte Wagner. Die meisten Kommunen würden nur mieten wollen, zudem seien die Module speziell auf den Kinderbetreuungsbedarf ausgelegt.

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