Forchheim
Kultur

Comödie Fürth als Vorbild für Kolpinghaus in Forchheim

Die CSU Forchheim bewertet ihren Neujahrsempfang mit Volker Heißmann als vollen Erfolg. Dabei wurde die Wichtigkeit der Kultur herausgestellt.
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Auf dem Neujahrsempfang der CSU Forchheim mit Volker Heißmann (Mitte) Foto: privat
Auf dem Neujahrsempfang der CSU Forchheim mit Volker Heißmann (Mitte) Foto: privat

Im mit 200 Gästen voll besetzten Saal des Pfarrgemeindesaals Verklärung Christi begrüßte der Fraktionsvorsitzende Udo Schönfelder als Redner des CSU-Neujahrsempfanges den Theaterdirektor der Comödie Fürth, Volker Heißmann. Schönfelder stellte die Wichtigkeit der Kultur heraus, deren Weiterentwicklung seitens der CSU auf kommunaler Ebene deutlich vorangetrieben werde. So stehe die CSU beispielsweise für die Aufrechterhaltung des Förderprogramms "Jeki" (Jedem Kind ein Instrument), für eine wirkungsvolle und unbürokratische städtische Bezuschussung ehrenamtlicher Strukturen, für die Unterstützung von Kultur und Brauchtum in allen Stadtteilen oder für die Schaffung eines Kulturzentrums Kolpinghaus.

"Beim letztgenannten Vorhaben mussten und müssen möglicherweise auch künftig Hürden überwunden und zahlreiche in den Weg gelegte Steine beseitigt werden", sagte Schönfelder laut Pressemitteilung der CSU. Er dankte dem Kolpinghausverein, aber auch dem Jungen Theater sowie allen Mitwirkenden der Offensive "Kulturpuls", die sehr eindrucksvoll bewiesen hätten, dass das Kolpinghaus für vielfältige kulturelle Veranstaltungen sehr geeignet sei. Bei baulichen Gestaltungsmöglichkeiten könne das Berolzheimerianum, besser bekannt als Comödie Fürth, Vorbild sein, unter anderem hinsichtlich einer Galerie oder technischer und gastronomischer Aspekte.

Volker Heißmann begeisterte sämtliche Zuhörer, sei es durch spitze Anekdoten oder auch hinsichtlich seines spezifischen Kenntnisstandes über die Forchheimer Kulturszene. Der Entertainer, Sänger, Redner und Schauspieler in den Sparten Comedy, Operette und Musical, der auch in der Münchner Olympiahalle oder in der Alten Oper Frankfurt volle Häuer garantiert, stellte heraus, dass gerade auch in Städten von der Größe Forchheims die Kultur unbedingt zu unterstützen sei - gerade in jetzigen Zeiten, wo es volle Kassen und erhebliche Zuschüsse gebe, auch durch mutige Investitionen.

Bayerischer Dialektpreis

Heißmann, der auch mit dem Bayerischen Dialektpreis, dem Bayerischen Verdienstorden oder als Botschafter für das Kulturerbe Bayerns ausgezeichnet wurde, machte in humorvoller, aber auch deutlicher Art klar, dass es wichtig sei, herauszustellen, wo man herkomme, auch wenn Fürth oder auch Forchheim weniger bekannt seien als Nürnberg oder Bamberg; aber gerade deswegen wäre dies wichtig.

Er erklärte sich ausdrücklich bereit, das Vorhaben zu unterstützen, aus dem Forchheimer Kolpinghaus ein Kulturzentrum zu entwickeln - auch durch weitere gegenseitige Besuche und Fachgespräche und das Berolzheimerianum als Vorbild nehmend. "Solche Spielstätten sollten allerdings als Betreiber möglichst Theaterverantwortliche haben, nicht städtische Mitarbeiter", meinte Heißmann. Es gelte, ein Theater nicht nur zu managen, sondern mittels "einer Seele sich kümmernder Kulturakteure bespielen zu lassen".

Der Bezirksrat Ulrich Schürr betonte den auch aus seiner Sicht wichtigen Stellenwert der örtlichen Kulturpolitik: "Kultur braucht Förderer und Unterstützer. Sie braucht Raum und Platz, wo sie stattfinden kann." Die CSU werde sich dafür einsetzen und vor Ort starkmachen. Schürr dankte der Frauen-Union und der Jungen Union für die logistische Unterstützung und leitete über zu einem lockeren Meinungs- und Gedankenaustausch.



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