Forchheim
Interview

Citymanagerin zieht Bilanz nach erstem Forchheimer Stadtfest: "Es war ein ganz friedliches Fest mit toller Stimmung!"

Elena Büttner wollte mit dem Familienfest Forchheim "bewegen". Mit dem Erfolg des neuen Konzeptes hofft sie nun, künftig noch mehr Menschen zu begeistern.
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"Stadt in Bewegung" - Unter diesem Motto veranstaltete die Forchheimer Citymanagerin Elena Büttner gemeinsam mit Gastronomen, Gewerbetreibenden und vielen Vereinen das neue Innenstadtfest. Foto: Ronald Heck
"Stadt in Bewegung" - Unter diesem Motto veranstaltete die Forchheimer Citymanagerin Elena Büttner gemeinsam mit Gastronomen, Gewerbetreibenden und vielen Vereinen das neue Innenstadtfest. Foto: Ronald Heck

Intensive, anstrengende Wochen liegen hinter Elena Büttner. Die Citymanagerin verrät, dass es ein "Haufen Arbeit" war, das erste Forchheimer Stadtfest zu organisieren. Die letzten Rechnungen stapeln sich noch auf ihrem Bürotisch. Eine Woche nach den vier Festtagen, von Christi Himmelfahrt (30. Mai) bis Sonntag, 2. Juni, zieht Büttner eine äußert positive Bilanz. Das Festkomitee wollte die "Stadt in Bewegung" - im Interview mit dem Fränkischen Tag wirft die Citymanagerin nicht nur einen Blick zurück, sondern hofft das neue Innenstadtfest auch in der Zukunft in Forchheim zu etablieren.

Nach dem Ende des Altstadtfestes haben Sie maßgeblich das neue Forchheimer Stadtfest mit aus der Taufe gehoben. Wie war das Fest für Sie?

Elena Büttner: Die Festtage waren wirklich sehr gut. Zum einen hatten wir sehr viel Glück mit dem Wetter. Wir hatten ein super Konzept mit vielen Beteiligten und es gab ein buntes Programm. Wir haben alle Altersgruppen und verschiedene Geschmäcker angesprochen. Von daher ist unser Konzept voll und ganz aufgegangen.

Haben Sie bereits Feedback zum Fest?

Ich habe während des Festes viel positive Rückmeldung bekommen. Die Leute haben mich angesprochen und sich positiv geäußert. Auch die Gastronomiebetriebe und Vereine sind sehr zufrieden - einerseits, was den Umsatz angeht, andererseits die Rückmeldungen, die sie bekommen haben. Wir haben ein sehr friedliches Fest gehabt. Das war auch die Idee: Viele kleine Bühnen und viel Kinderprogramm. Wir wollten ein Familienfest anbieten. Es war ein ganz friedliches Fest mit toller Stimmung!

Gab es unvorhergesehene Zwischenfälle?

Ich war im ständigen Kontakt mit dem Sicherheitsdienst, den Sanitätern und dem Ordnungsamt. Auch da ziehen wir eine super positive Bilanz. Es gab kaum Einsätze. Das einzige, was die Sanitäter zu tun hatten, war eine Platzwunde. Ansonsten musste sich der Sicherheitsdienst zum Beispiel um keine Schlägereien kümmern. Wir hatten ein Kind, das seine Eltern gesucht hat, aber das Kind haben wir auch erfolgreich zurückgebracht. Die Sicherheitsdienst-Mitarbeiter standen eher an den Einfahrtsstraßen, um den Verkehr zu leiten. Es war ein ganz friedliches Fest, tolle Stimmung. Ich fühle mich sehr positiv angetan.

Das Motto lautete "Stadt in Bewegung". Es gab über vier Tage acht Musikpodien und viele Aktionen. Was waren Ihre Höhepunkte?

Also der Vatertag war so ein Highlight. Das war auch das Ziel: Wir wollten ein Kontrastprogramm zu diesem typischen Bollerwagen-Tag. Wir wollten die Familien, Mütter, Väter und Kinder, ansprechen. Und die Stadt war voll von jungen Familien. Auch die Aktionen am Paradeplatz haben viele Menschen angezogen. Da war es auch tagsüber sehr voll.

Was hätte besser laufen können?

Gerade am Sonntag hat man das sehr heiße Wetter stark gemerkt. Zum Gottesdienst war es noch gut. Aber danach ist es unglaublich warm geworden. Da haben dann alle Schattenplätze gesucht und versucht, noch irgendwie ins Kühle zu kommen. Aber trotzdem haben sich die Besucher auf die unterschiedlichen Bühnen gut verteilt. Und alle waren völlig zufrieden.

Vielleicht hätten wir auch noch den ein oder anderen Standort mehr gebraucht. Wir hatten ein sehr großes Festgebiet. Und was immer wieder angesprochen wurde: Die zwei Podien am Paradeplatz, die sind sich von der Akustik etwas in die Quere gekommen. In der Nachbesprechung müssen wir dann noch einmal schauen, was lief gut, was lief nicht so gut.

Was war das Konzept bei der Programmgestaltung?

Wir wollten die vier Tage so gestalten, dass immer mal wieder etwas geboten ist. Man kann nicht auf allen acht Podien vier Tage lang Vollgas geben. Das wäre auch nicht zielführend. Die Leute suchen auch einmal einen Ruheort, um zum Beispiel einen Kaffee trinken zu können. Wir wollten auch diese Rückzugsorte bieten. Das ist ganz gut aufgegangen. Die Gastronomen haben sich da super abgestimmt.

Die Mischung hat es ausgemacht: Mal Salsa, mal Italienisch, mal Volksmusik. Abends spielten dann auch bekannte Bands wie die "Se Hazelnuts". Und es gab Überraschungen: Ich kannte zum Beispiel "Rakete Bangkok" noch nicht. Die waren etwas aufgefallener und das hat mir sehr gut gefallen. Da habe ich auch viele Rückmeldungen bekommen. Dann gab es den irischen Abend. Allgemein waren viele Leute mit den Flyern und der Karte unterwegs. Daran haben sie sich orientiert und dann an die verschieden Orte flaniert - so wie wir es haben wollten.

Was würden Sie sich für die Zukunft wünschen?

Dass vielleicht der ein oder andere aus der Innenstadt mehr mitmacht. Ich denke, wir haben den Grundstein gelegt. Ich gehe auch davon aus, dass wir noch mehr Menschen von dem Konzept überzeugen konnten. Ich hoffe, dass die Beteiligten wieder nächstes Jahr dabei sind. Aber davon gehe ich aus. Und wenn wir den ein oder anderen noch mitreißen konnten, das würde ich mir wünschen.

Hat das Stadtfest Ihnen auch Spaß gemacht oder war es nur anstrengend?

Doch, mit dem Team um mich herum hat das Spaß gemacht. Die Leute sind motiviert und haben richtig Lust. Jeder, der dabei war, hat sich wirklich hineingekniet. Aber ich denke, die Anstrengung hat sich voll und ganz gelohnt. Das Resultat war ein absoluter Gewinn für die Stadt.

Das Interview führte Ronald Heck

Zahlen und Fakten zum ersten Forchheim Stadtfest:

Besucherzahlen Das Festkomitee geht davon aus, dass während der vier Tage über 20 000 Besucher in der Stadt waren.

Ausschank Es gibt keine konkreten Zahlen, wie viel unterm Strich ausgeschenkt wurde. Aber: "Es sind auffallend viele antialkoholische Getränke weggegangen. Einerseits wegen der Wärme, aber bestimmt auch, weil es viele Familien und Kinder waren", so Büttner

Krügla Um die 1200 "Flanierkrügla" wurden nicht mehr abgegeben, sprich mit nach Hause genommen. Die Auflage der Stadtfest-Krüge lag bei 1600 Stück.

Wirte Am Stadtfest nahmen elf Gastronomiebetriebe aus der Innenstadt teil.

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