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Forchheim
Brauchtum

Brunnen werden österlich bunt

Fleißige Helfer schmücken die Osterbrunnen in Forchheim und Kersbach. Der Trainmeuseler Brunnen ist die einzige Quelle auf der Jurahochfläche im Markt Wiesenttal und liegt besonders idyllisch.
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Die Schwestern Jasmin und Dominika helfen mit, den Kriegerbrunnen am Rathausplatz zu schmücken.  Foto: Josef Hofbauer
Die Schwestern Jasmin und Dominika helfen mit, den Kriegerbrunnen am Rathausplatz zu schmücken. Foto: Josef Hofbauer
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Ostern naht mit Riesenschritten. Kinder der Hainbrunnenschule schmückten die Quelle am Forchheimer Bächla, Mädchen der achten und zehnten Klasse dekorierten unter der Anleitung der Pädagogen Robert Gräb und Steffi Luber den Kriegerbrunnen auf dem Rathausplatz. Die Girlanden mit den rot-gelben Bändern in den Stadtfarben hatten Mitarbeiter des städtischen Grünamtes angebracht. Darüber wickelten die Schülerinnen die Girlanden mit den bunt bemalten Ostereiern. Dazwischen befestigten sie weitere farbenprächtige Eier, so dass der Kriegerbrunnen für das Osterfest gerüstet ist.

Viele fleißige Helfer haben sich zusammen gefunden, um in Kersbach den Brauch des Osterbrunnenschmückens zu erhalten. Zum Binden der Girlanden waren fast 20 Männer und Frauen aktiv. Das Schmücken des Brunnens mit dem Kreuz ist für die Beteiligten jedes Jahr ein bewegender Moment.
Nun steht der Brunnen in seiner ganzen Pracht im Schutze der Kirche St. Ottilie. Den Organisatorinnen der Frauen-Union in Kersbach ist es zu danken, dass diese Tradition fortbesteht - besonders zur Freude der Kindergarten-Kinder, die am Nachmittag ihre selbstgestalteten Ostereier am Brunnen dekorieren durften.

420 Meter über dem Meer

Die Einwohner von Trainmeusel konnten ihr Trinkwasser vom nur fünf Minuten entfernten Trainmeuseler Brunnen in Butten holen. Es ist dies die einzige Quelle auf der Jurahochfläche im Markt Wiesenttal und wahrscheinlich darüber hinaus, denn sie liegt 420 Meter über dem Meeresspiegel inmitten eines alten Lindenhains.
In trockenen Jahren jedoch musste auch hier die Abgabe des ganzjährig fließenden Quellwassers durch Versperrung des Zugangs und stundenweise Zuteilung geregelt werden. Als die Trainmeuseler 1923 zusammen mit Birkenreuth und Wartleithen an die Wasserleitung Streitberg angeschlossen wurden, war die Zeit des Wassertragens vorbei.

Der Dorfgemeinschaft, die sich seit Jahren um den Osterschmuck kümmert, fehlt es dabei nicht an Ideen, die Einzigartigkeit ihres Trainmeuseler Brunnen ins rechte Licht zu rücken.

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