Forchheim
Freundschaft

Blasmusik für Kirche in Gherla

Das Partnerschaftskomitee Gherla lädt für 18. Mai zu Brotzeit, Bier und Blasmusik in den Kellerwald ein. Der Erlös der Aktion ist für die Sanierung des ehemaligen Franziskanerklosters der Partnerstadt in Siebenbürgen bestimmt.
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Das Dach des ehemaligen Franziskanerklosters in Gherla ist bereits neu gedeckt.  Fotos: Attila Küsmödi
Das Dach des ehemaligen Franziskanerklosters in Gherla ist bereits neu gedeckt. Fotos: Attila Küsmödi
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Unter der Leitung von Parrer Attila Küsmödi wird die katholische Pfarrkirche in der Forchheimer Partnerstadt Gherla einer umfassenden Renovierung unterzogen. "Das ist ein Millionenprojekt", erklärt Gerhard Käding, Vorsitzender des Partnerschaftskomitees. Möglich geworden war die Sanierung des ehemaligen Franziskanerklosters dank eines EU-Förderprogrammes, wodurch 90 Prozent der Kosten von der Europäischen Union übernommen werden.

Das war noch unter Bürgermeister Marius Calim Sabo, der 2016 von Joan Neselean abgelöst wurde. Damit das Projekt in Angriff genommen werden konnte, musste eine Studie erstellt werden. Dafür sollte die nur 620 Mitglieder zählende katholische Kirchen gemeinde 25 000 Euro aufbringen. Da sprang bereits der Freundeskreis aus Forchheim ein und stockte die Eigenmittel von 10 000 Euro entsprechend auf .

"Nun ist erneut die Hilfe aus Forchheim gefordert", erzählt Altstadtrat Heinz Endres. Er hatte die Idee, eine Veranstaltung zu organisieren und den Erlös der katholischen Kirchengemeinde in Gherla zur Verfügung zu stellen. Käding und Endres nahmen Kontakt mit den Abteilungsleitern Dominik Trautner und Günther Meier vom Spielmannszug Jahn sowie Heinrich Kredel vom Musikverein Buckenhofen auf und konfrontierten sie mit dem Vorschlag.

Die Vertreter der beiden Musikvereine zeigten sich spontan begeistert von der Idee. Sie konnten auch die Wirtinnen des Greif- und des Schindler-Kellers dafür gewinnen. Das Ergebnis: Für Sonntag, 18. Mai wurde ein Benefizkonzert auf den Forchheimer Kellern vereinbart. Die Schirmherrschaft übernimmt Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD).

Ab 16 Uhr spielen die Musikvereine jeweils knapp zwei Stunden. Auf das Seidla Bier gibt es einen Aufschlag von rund einem Euro und die alkoholfreien Getränke werden etwa 50 Cent teurer sein. Auch bei den Speisen gibt es einen Aufschlag. Alles für den guten Zweck. Der Erlös kommt der Renovierung der Kirche in der Partnerstadt in Siebenbürgen zugute.

Damit orden tlich Geld zusammenkommt, will sich Gerhard Käding von der Pfarrei St. Martin einen Klingelbeutel ausleihen und damit um Spenden bitten. Helfen hat für die Mitglieder des Partnerschaftskomittees Tradition. Mit Hilfe der Forchheimer wurde in Gherla ein Kinderheim errichtet, ein Krankenhaus gebaut und eine Armenküche eingerichtet, die täglich 180 Menschen versorgt.

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