Musikkapelle

Bezirksmusikfest: Markus Söder ist Ehrengast zum 60. Jubiläum der Jugend- und Trachtenkapelle Neunkirchen am Brand

Ministerpräsident Söder besuchte das Bezirkmusikfest in Neunkirchen und lief beim Festumzug mit. Und der Musikverein Forchheim-Buckenhofen triumphierte.
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Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder lief beim Festumzug in Neunkirchen am Brand mit. Foto:Pauline Lindner
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder lief beim Festumzug in Neunkirchen am Brand mit. Foto:Pauline Lindner
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Der bayerische Defiliermarsch gehört - zumindest seit gestern - zum Repertoire der Jugend- und Trachtenkapelle Neunkirchen. Sie feiert ihr 60-jähriges Bestehen und richtete deshalb zum zweiten Mal ein Bezirksmusikfest aus. Ehrengast war der bayerische Ministerpräsident Markus Söder, der auch am Festzug der Kapellen durch den Ort teilnahm.

Mit dem Defiliermarsch, der dem Ministerpräsidenten vorbehaltenen ist, holten die jungen Musiker aus Neunkirchen Markus Söder auf das Festgelände am Schellenberger Weg, wo sich an die 2000 Musiker aus ganz Nordbayern zu einem anschließenden Gemeinschaftschor und Festzug versammelt hatten.


Söder: "Bayern ist ohne Blasmusik nicht vorstellbar"

Auch wenn Söder noch keine 100 Tage im Amt ist, ist ihm klar, dass "der Defiliermarsch nur mit Blasmusik geht". Und: "Bayern ist ohne Blasmusik nicht vorstellbar." Das Land ist für den Nürnberger nicht nur der Marienplatz in München, sondern: "Bayern lebt vom ländlichen Raum und den kleinen Gemeinden."

Als Gastgeschenk hatte Söder das Standartenband "100 Jahre Bayern" dabei, das er auch gleich an die Fahne der Kapelle heftete. Als Dank bekam er einen Dirigentenstab, überließ das Tonangeben aber den hochrangigen Dirigenten des Musikbunds.


Kaffee als Geschenk

Bürgermeister Heinz Richter (FW) hieß ihn willkommen und bat ums Eintragen ins Goldene Buch der Marktgemeinde. Dem Neunkirchner Spitznamen "Kaffeebauern" gemäß überreichte Richter Kaffee und Tassen als Geschenk. Was ein gut gelaunter Ministerpräsident zu einer Anspielung auf die "leeren Tassen" nutzte, er würde gern ein Wasser trinken.

Im Gegenzug sagte Söder zu, dass er zu Fuß den Umzug mitgehen werde. Damit holte er sich viel Beifall, nicht nur aus den Musikerreihen. Aber der Landkreis Forchheim, so wusste Schirmherr, Landrat Hermann Ulm, sei sowieso ein "Heimspiel" für den Landeschef.

Die Musik des Gemeinschaftschores dagegen war ein "Heimspiel" für Franken, kam doch unter dem Dirigat von Ernst Österreicher, dem Bundesdirigenten, der Marsch "Durchs schöne Frankenland" zur Erstaufführung. Die Bayernhymne und das Deutschlandlied, der Abschluss des Projekts, wurden vom Neunkirchner Chefdirigenten Georg Maderer geleitet.


57 Gruppen beim Festzug

Die Jugendkapelle als Gastgeber übernahm die Spitze des Festzugs durch den Ort, gefolgt von zahlreichen Ehrengästen aus Musik und Politik. 57 Gruppen hatten die Veranstalter gelistet. Viele örtliche Vereine mischten sich unter die Musikgruppen aus Nordbayern. Zwar war die Mehrzahl aus den Landkreisen Forchheim und Erlangen-Höchstadt, aber auch ein Ensemble aus Waldsassen und eines aus Sulzbach waren dabei.

Am meisten ins Auge fielen allerdings die Mitglieder der Bergmannskapelle Stockheim. Sie hält die Tradition der Knappen hoch, gab es doch in dem Ort im Frankenwald bis 1968 das einzige Steinkohlenbergwerk Bayerns.


Urteile der Fachjury: Musikverein Forchheim Buckenhofen macht 1. Platz

Für das Publikum war der Umzug der Höhepunkt des Festes. Für die aktiven Musiker hatten wahrscheinlich die Wertungsspiele am Samstag und Sonntagvormittag einen höheren Stellenwert. Sagen doch die Urteile der Fachjurys einiges über die Arbeit das ganze Jahr aus und motivieren vor allem den Nachwuchs bei der Sache zu bleiben. Die Bläserphilharmonie des Musikvereins Forchheim-Buckenhofen hat den ersten Platz im internationalen Höchststufenwettbewerb gewonnen.
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