Forchheim
Kirche

Beste Wünsche für den neuen Vikar in Forchheim

In der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Johannis in Forchheim ist ein neuer Vikar tätig. Pfarrer Enno Weidt freute sich mit Henrik Kurth.
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Vikar Henrik Kurth (l.) und Pfarrer Enno Weidt beim Verlassen der  St.-Johannis-Kirche in Forchheim Foto: Christiane Jauck
Vikar Henrik Kurth (l.) und Pfarrer Enno Weidt beim Verlassen der St.-Johannis-Kirche in Forchheim Foto: Christiane Jauck
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Die Gläubigen der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Johannis in Forchheim freuen sich auf Henrik Kurth; der bestätigte wiederum in einem festlichen Einführungsgottesdienst sein Versprechen, die ihm übertragenen Aufgaben "treu und gewissenhaft wahrzunehmen" und alle damit verbundenen Verpflichtungen im Sinne des Evangeliums und nach dem Bekenntnis seiner Kirche mit einem klaren "Ja, mit Gottes Hilfe".

Der neue Vikar hob während der Schilderung seines bisherigen Lebensweges (Augsburg, Neuendettelsau, Norwegen, Leipzig) dankbar hervor, dass er samt seiner Familie schon seit seiner Ankunft in Forchheim im Februar dieses Jahres und offiziell seit dem 1. März von den Gemeindemitgliedern offen und herzlich empfangen worden sei.

Der Bibeltext

Es ist üblich, dass im Einführungsgottesdienst nicht der Vikar die Predigt hält und den abschließenden Segen erteilt, sondern sein Chef, in diesem Fall Pfarrer Enno Weidt. Aber der hatte nicht nur sehr freundliche Worte für seinen neuen Kollegen, dessen Frau und den kleinen Sohn, sondern er meinte auch: "Herr Kurth, ich hätte mir für Sie einen anderen Bibeltext als Predigtvorlage gewünscht als den heutigen vom Propheten Jeremia." Dieser erntete nämlich für sein mahnendes Reden und Handeln im Sinne Gottes Spott, Hohn und Quälerei und beklagt sich bitter bei Gott, "kippt" ihm sogar "seinen seelischen Müll vor die Füße", wie Weidt sich für die heutige Zeit passend und verständlich ausdrückte. Aber das klingt natürlich sehr anders als die Aufforderung in einem bei den Jugendlichen (die gern mit Henrik Kurth zusammenarbeiten wollen) besonders beliebten Lied: "Sei ein lebend'ger Fisch, schwimme doch gegen den Strom, (...) Freude und Sieg sind dein Lohn!"

Das Feuer der Wahrheit

Aber so wie Jeremia doch das "Feuer der Wahrheit und der Liebe" in sich spürte und letztlich wusste, dass Gott der "starke und helfende Held" sei, so wünschte Pfarrer Weidt auch seinem Vikar diese Kraft Gottes, um anzusprechen, was angesprochen werden müsse - auch und gerade dann, wenn man unter den Folgen leide. Doch nach Beispielen für Engagement und Tapferkeit in früheren schweren Zeiten betonte Weidt die vergleichsweise günstigen Bedingungen der Gegenwart und freute sich mit über die bisherigen guten Erfahrungen von Henrik Kurth. Nach Abschluss des Gottesdienstes mit Abendmahl folgten die meisten Besucher, darunter auch Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD), der Einladung ins Gemeindehaus von St. Johannis, wo die Einführung des neuen Vikars noch fröhlich bei einem Schluck Sekt beziehungsweise bei Kaffee und Kuchen und intensiven Gesprächen gefeiert wurde.

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