Laden...
Effeltrich
Gemeinderat

Beschlüsse für Schule in Effeltrich und Friedhof in Gaiganz

In der Sitzung des Gemeinderates Effeltrich ging es um die Sanierung der Schulturnhalle und um ein Sanierungskonzept für den Friedhof in Gaiganz.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der besprochene Plan   des beauftragten Landschaftsarchitekten für den Friedhof Gaiganz Repro: ni
Der besprochene Plan des beauftragten Landschaftsarchitekten für den Friedhof Gaiganz Repro: ni
In der April-Sitzung war Architekt Norbert Siewertsen (Baiersdorf) beauftragt worden, die in der Turnhalle nötige Sanierung in Maßnahmepakete zu bündeln und die Kosten abzuschätzen. Siewertsen stellte nun insgesamt vier Pakete vor.

Die wichtigsten Maßnahmen sind: ein Trennvorhang als Hallenteiler, neue Prallwände, ein neuer Boden, die Heizungs- und Lüftungsanlage, vergrößerte Türen, zusätzliche Toiletten, der Einbau eines Behinderten-WCs, die Verschönerung des Verbindungsganges zwischen Schule und Turnhalle, die Dämmung der Fassade und die Anbauten. Je nachdem, ob das Behinderten-WC eingebaut oder der Verbindungsgang nur verbessert oder erneuert werden sollte, differieren die Gesamtkosten zwischen 1.530.000 und 1.660.000 Euro.

Die Räte neigten überwiegend der Meinung zu, dass das Behinderten-WC gebaut und der Übergang zwischen Schule und Turnhalle neu errichtet werden sollten, erschraken aber über die hohen Gesamtkosten des Projektes. Kathrin Heimann erläuterte, dass eine Förderung von Summen bis zu 1.800.000 Euro nach dem Finanzausgleichsgesetz (FAG) möglich sei, aber nur, wenn die Schule mindestens fünf Sportklassen habe. Zwar steige die Schülerzahl an der Effeltricher Schule, aber Sportklassen gebe es bisher nur vier. Sie schlug deshalb vor, die nach dem kommunalen Investitionsprogramm (KIP) noch ausstehenden 70.000 Euro abzurufen und für den Neubau des Verbindungsganges zu verwenden, die Sanierung der Turnhalle jedoch hinauszuschieben. Der Vorschlag wurde bei einer Gegenstimme angenommen.


Drainage funktioniert nicht

Jörg Czerwonka vom Büro für Garten- und Landschaftsarchitektur (Erlangen) stellte sein Sanierungskonzept für den Gaiganzer Friedhof vor. Dort liegt vieles im Argen: Die Drainage funktioniert nicht mehr; der steile Treppenaufgang ist marode, ja sogar gefährlich; die Wege sind uneben; der kleine Platz vor der Aussegnungskapelle besteht aus verschiedenen Ebenen mit etlichen Stufen dazwischen, denn der Friedhof liegt am Hang.

Czerwonka schlug vor, den Friedhof durch Zukauf von Land an der südlichen Grundstücksgrenze zu erweitern. Dadurch könne auch ein zusätzlicher barrierefreier Haupterschließungsweg von der Gaiganzer Hauptstraße her gebaut werden. Außerdem plädierte er für einen neuen Haupteingang mit einem künstlerisch gestalteten Tor sowie für Bänke unter Bäumen. Urnen- oder Baumbestattungen sollten ebenfalls ermöglicht werden.

Für zusätzliche Wasserschöpfbecken und Abfallbehälter sei zu sorgen, und natürlich müsse das Drainagesystem erneuert werden. An drei verschiedenen Stellen des Friedhofes würden demnächst Bodenproben entnommen, um festzustellen, woher das Grundwasser komme. Nach seinem Zeitplan befragt, antwortete Czerwonka, seiner Schätzung nach könnten alle Formalitäten und Ausschreibungen im Winter 2018/19 erledigt werden, so dass im Frühjahr 2019 mit den Bauarbeiten begonnen werden könne. Diese würden dann bis Ende September dauern. Die Bepflanzung der neuen Friedhofsteile werde dann im Jahr 2020 erfolgen.

Danach legte der Gemeinderat einstimmig fest, Land für die Erweiterung des Friedhofes zu erwerben, den barrierefreien Zugang zu schaffen, den alten Treppenaufgang zu beseitigen und den Eingang zu verlegen, konventionelle Bestattungen sowie Baum- und Urnenbestattungen zu ermöglichen und die Wege pflastern zu lassen.


Bürgerversammlung am 25. Juni

Am 25. Juni wird in Gaiganz eine Bürgerversammlung stattfinden. Jörg Czerwonka wird über den "Friedhof von Gaiganz im Wandel der Zeit" sprechen. Anregungen von Bürgern sollen dann in die Planungen einfließen.