Obertrubach
Gemeinderat

Benedikt Schmitt aus Obertrubach ist Bester in Bayern

Über Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung und im Naturpark sprach der Gemeinderat Obertrubach. Auch eine Ehrung stand an.
Artikel drucken Artikel einbetten
Bürgermeister Markus Grüner zeichnet Benedikt Schmitt aus. Foto: Franz Galster
Bürgermeister Markus Grüner zeichnet Benedikt Schmitt aus. Foto: Franz Galster

Mit einer Auszeichnung eröffnete Bürgermeister Markus Grüner (CSU) die Gemeinderatssitzung in Obertrubach. So legte Benedikt Schmitt aus Obertrubach die Gesellenprüfung im Bereich Werkstoffprüfung für Metalltechnik als Bester in Bayern ab. Grüner freute sich über so wertvolle Entwicklungen in der Gemeinde.

Brunnenschacht entdeckt

Dann folgte sein monatlicher Bericht. Die Sanierung der Trubachtalstraße schreitet voran. Dabei hat man einen bisher nicht mehr bekannten Brunnenschacht mit einer Tiefe von fünf Metern entdeckt mit einem Wasserstand von zwei Metern. Der Schacht wurde stabilisiert und mit einem Betondeckel verschlossen, so dass er erhalten bleibt.

Stützmauer in Wolfsberg

Die Stützmauer in Wolfsberg, Voraussetzung für die weitere Straßensanierung im Rahmen der Dorfsanierung, wird nochmals komplett ausgeschrieben. Die erste Ausschreibung scheiterte am Preis und nur einem Anbieter. Weiter soll es gehen mit dem Radweg von Bärnfels nach Kleingesee. Mit einem ersten Entwurf trat das Planungsbüro des Landratsamtes Forchheim an die Gemeinde heran. Es geht zunächst um eine Grabenverrohrung im Abschnitt innerorts von Bärnfels bis zur Sportplatzeinfahrt.

Dorfladen

Der Dorfladen in Obertrubach steht vor der Fertigstellung. Das denkmalgeschützte Gebäude im Dorfzentrum ist weitgehend saniert. Allerdings wartet man jetzt noch auf eine formale, aber notwendige Leader-Förderzusage. Sie soll in den nächsten Tagen eintreffen, so dass eine Eröffnung im Frühjahr erwartet wird.

Baugebiete

Derzeit verfügt die Gemeinde in den ausgewiesenen Baugebieten in den Gemeindeteilen Bärnfels, Geschwand und Obertrubach über kein Baugrundstück mehr. In Bärnfels wurde das Grundstück des ehemaligen Spielplatzes erworben, aus dem im kommenden Jahr sechs Bauplätze entstehen sollen. Zusätzlich steht die Gemeinde mit mehreren Grundstückseigentümern in Kontakt. Der Preis pro Quadratmeter bleibt zunächst unverändert bei 40 Euro.

Dorferneuerung

Das Thema Dorferneuerung wird die Gemeinde weiter beschäftigen. 2011 wurde sie in Untertrubach durchgeführt. 2019 soll die seit 2013 geplante Maßnahme in Wolfsberg durchgeführt werden. Das Amt für ländliche Entwicklung will eine Orientierung haben, wo weitere Maßnahmen angemeldet werden. Kleinere Vorhaben, wobei es vorwiegend um gestalterische Maßnahmen geht, will der Gemeinderat in Hundsdorf, Herzogwind und Geschwand anmelden. Die zeitliche Abfolge bleibt noch offen. Die Bürger sind gefragt, dabei ihre Vorstellungen einzubringen.

Burgruine Wolfsberg

Dritter Bürgermeister Erwin Eichler (CSU) sprach als markanten Punkt der Region die mögliche Beleuchtung der Burgruine von Wolfsberg an. Dies würde, so Bürgermeister Grüner, ein langwieriges Genehmigungsverfahren bedeuten. Außerdem wären Gegner dieses Vorhabens in Wolfsberg zu überzeugen. Umgestellt auf warm-weiße LED-Beleuchtung wird die Dorfbeleuchtung in Bärnfels in der Hauptstraße, Schäfhof und Thonberg. Laut Bayernwerk wäre der übliche neutral-weiße Farbton um zehn bis 15 Prozent effektiver. Nach längeren Diskussionen im Gemeinderat waren die Bürger befragt worden, die sich in der Abstimmung mehrheitlich für den Warmton aussprachen. Der Einwand vom Zweiten Bürgermeister Stefan Lang (JB), ob das Votum bei einer Beteiligung von 30 Prozent einer Abstimmung bindend sein könne, wurde nicht weiter diskutiert. Mit drei Gegenstimmen entspricht der Gemeinderat dem Wunsch der Bürger.

Naturparkverein

Der Gemeinderat beschloss außerdem, dem Naturparkverein Fränkische Schweiz/Frankenjura für das Naturparkprogramm 2019 diverse Maßnahmen anzumelden. Dazu zählen Pflege- und Freilegungsarbeiten an der Burgruine Wolfsberg, beim "Burggraf" Untertrubach/Haselstauden der Austausch des Geländers und der Absturzsicherungen sowie Aufwertung des Wanderparkplatzes in Haselstauden, an der Brücke am Haselstein die Erneuerung der Holzkonstruktion sowie am Trubachweg durch Wolfsberg die Ertüchtigung einer Teilstrecke. Zusätzlich soll die Schaffung eines Aussichtspunktes am Altarstein beantragt werden.

Kindergarten

Der Zahn der Zeit erfordert nach 25 Jahren den Austausch der Dachlukenfenster am katholischen Kindergarten Sankt Marien. Die Gemeinde entspricht dem Wunsch der Kirchenstiftung und trägt 50 Prozent, das sind 4025 Euro, der Anschaffungskosten. Im Anschluss an die Gemeinderatssitzung hatte der Gemeinderat zu einer kleinen Jahresabschlussfeier geladen. Pfarrer Werner Wolf dankte bei dieser Gelegenheit für die zügige Umsetzung und Unterstützung bei der Erweiterung des Kindergartens. Einen enormen Aufwand würden auch die Außenanlagen fordern, so der Pfarrer.

Statistik

Die Gemeinde zählt 2278 Einwohner (Vorjahr. 2307), zehn Geburten (Vj. 19), 22 Sterbefälle (Vj. 24), 103 Zuzüge (Vj. 102), 120 Wegzüge (Vj. 97), 19 standesamtliche Trauungen (Vj. 13), zwölf Gemeinderatssitzungen mit 160 Beschlüssen (Vj. 12/138). Die Schulden belaufen sich auf 517.000 Euro (Vj. 623.000 Euro). Das sind 233 Euro pro Einwohner (Vj. 282 Euro).



was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren