Igensdorf
Kommunalwahl

Barbara Poneleit und Uwe Zollikofer kandidieren

Mit der Grünen-Gemeinderätin Barbara Poneleit wirft eine Frau ihren Hut ins Rennen um den Bürgermeisterstuhl der Marktgemeinde Igensdorf. Auch Uwe Zollikofer (IU) kandidiert.
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Barbara Poneleit tritt für die Grünen als  Bürgermeisterkandidatin für Igensdorf an. Foto: Petra Malbrich
Barbara Poneleit tritt für die Grünen als Bürgermeisterkandidatin für Igensdorf an. Foto: Petra Malbrich
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"Nur wenn ein weiterer Kandidat zur Wahl steht, hat der Bürger eine Wahl", sagt Barbara Poneleit. Nicht nur das war ausschlaggebend für die Grünen, mit der Gemeinderätin und Kreisrätin Barbara Poneleit eine erfahrene Kommunalpolitikerin ins Rennen um den Bürgermeistersessel im Igensdorfer Rathaus zu schicken. Die Grünen finden die Zeit reif, dass die Marktgemeinde "von etwas Fortschrittlicherem als der CSU" geführt werde und dass dies eine Frau mache. Allerdings dachten die Grünen noch bis Mitte der laufenden Wahlperiode, dass eine Jüngere dieses Amt übernehmen sollte, um die Geschäfte über zwei Amtsperioden führen zu können. "Es ist niemand dabei gewesen, der sich das zutraute", erklärt die 65-jährige Kommunalpolitikerin, die dann zustimmte, ihren Hut in den Ring zu werfen.

Ein Signal

Zugleich setzten die Grünen damit das Signal, die Frauen in der Politik zu stärken. Es sei ohnehin schwierig, eine Frau für das Ehrenamt des Gemeinderats zu motivieren, meint Poneleit. Ihr sei gerade die weibliche Sicht auf das Umfeld der Igensdorfer wichtig und sie findet, dass Frauen mehr Verantwortung übernehmen sollten. "Da gerade die Frauen eine wesentliche Stütze der örtlichen Gemeinschaften sind, haben sie einen genaueren Blick für das Wesentliche vor Ort. Und genau das möchte ich zum Mittelpunkt meiner Arbeit machen und Igensdorf zu einer liebenswerten und lebendigen Gemeinde mit guten Zukunftsperspektiven weiterentwickeln", betont Poneleit. Zugleich sei ihre Kandidatur das Zeichen, den vor fünf Jahren begonnenen Weg konstruktiver Kommunalpolitik zielstrebig weiterzuverfolgen und mehr Verantwortung zu übernehmen. Sicher werde es kein Leichtes sein, die Amtsnachfolge anzutreten. Viele Baustellen gebe es, nicht nur im wörtlichen Sinn.

Baustellen abarbeiten

Genau dies zu Ende zu führen, neue Baustellen anzugehen und die große Verantwortung zu tragen, ist es, was Uwe Zollikofer möchte. "Ich würde gerne Bürgermeister werden", betont der 55-jährige Gemeinderat (Igensdorfer Umland/IU) und Vorsitzende des FC Stöckach. Schon vor eineinhalb Jahren ging er in dieser Sache auf den amtierenden Bürgermeister Wolfgang Rast (IU) zu. Im "Igensdorfer Umland" fand er breite Unterstützung und wurde als Kandidat nominiert. Die offizielle Bekanntgabe steht noch aus. Doch kein anderer aus der Partei hat Interesse oder sieht für sich die Möglichkeit, das Amt auch auszuüben. Für den Handelsvertreter wäre es unkompliziert. Zum einen würde er mit dem Bürgermeisteramt sein Hobby zum Beruf machen. Das seien alle Themen, die alle Orte in der Gemeinde betreffen vor allem jeden einzelnen Mensch. Zum anderen müsste er keine Angst haben, arbeitslos zu werden, da er nach der ersten Periode in den Ruhestand gehen könnte, falls es für eine zweite Amtsperiode nicht reicht.

Im Vorstand des Sportvereins

Das Aufgabenspektrum, die Themen und die Menschen durfte er als Gemeinderat und als Vorsitzender des Sportvereins bereits kennenlernen. Und doch ist es gerade der FC Stöckach, der mit seiner Vergangenheit - das sind laut etlicher Bürger die Bevorzugung des Vereins gegenüber anderen und die unschöne Geschichte mit dem Ex-Kassier - nicht bei allen Bürgern beliebt ist. Uwe Zollikofer wird aber mit dem FC Stöckach verbunden und ist somit nicht jedermanns Wunschkandidat.

Was macht die CSU?

Das wissen nicht nur die Grünen, sondern auch die CSU. "Einige aus der Partei sind mit Uwe befreundet und würden ihn gerne unterstützen", sagt Vorsitzender Edmund Ulm. Das würde dann bedeuten, auf einen eigenen Kandidaten zu verzichten. Andere hingegen würden einen eigenen Kandidaten befürworten. Als großer Ortsverband sehe man diesen Schritt als wichtiges Signal. Wie die CSU handelt, ist noch nicht entschieden. Die Entscheidung wird erst Ende September fallen. Fest steht aber, dass bei einer Kandidatur Edmund Ulm zur Wahl stehen würde. Allerdings gibt es auch Gerüchte, dass sich Peter Zeiß, der Sohn des Altbürgermeisters Erwin Zeiß, für das Bürgermeisteramt interessiere. Ob und für welche Partei, bleibt offen. Erst im Oktober will die SPD entscheiden, ob sie einen Kandidaten stellen wird.

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