Forchheim
Warnung

Baden und Schwimmen im Main-Donau-Kanal ist gefährlich

Im Sommer ist Baden im Main-Donau-Kanal bei Jung und Alt wieder groß angesagt. Allerdings ist Baden nicht überall zulässig und oftmals gefährlich.
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Warnschild am Kanal Foto: Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Nürnberg
Warnschild am Kanal Foto: Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Nürnberg
Wie das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Nürnberg beobachtet hat, wird mit steigenden Temperaturen gegen bestehende Badeverbote in Bundeswasserstraßen verstoßen. Außerdem werden auch regelmäßig für den Bootsverkehr gesperrte gefährliche Bereiche der Stauwehre mit Booten befahren.

"Durch die Schifffahrt und den Betrieb der Schleusen und Wehre bestehen besondere Gefährdungen für Schwimmer", warnt das Amt in einer Pressemitteilung.

Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Nürnberg macht darauf aufmerksam, dass nach der Badeverordnung das Baden und Schwimmen in bestimmten Bereichen des Main-Donau-Kanals nicht erlaubt ist , insbesondere von 100 Meter oberhalb bis 100 Meter unterhalb von Wehr- und Schleusenanlagen, einschließlich der Schleusenvorhäfen, Kraftwerksanlagen, Hafeneinfahrten und Brücken.

Auch in manchen Stadtgebieten wie Bamberg, Erlangen, Fürth und Nürnberg darf nach Ortsrecht in der Wasserstraße nicht gebadet werden. Ebenso sei es nach der Betriebsanlagenverordnung untersagt, die landseitigen bundeseigenen Schifffahrts- und Betriebsanlagen außerhalb ihrer Zweckbestimmungen zu benutzen, zum Beispiel durch Betreten, Befahren oder Abstellen von Fahrzeugen aller Art.


Sperrzeichen

Wegen des Befahrverbots des Wehrbereiches nach der Binnenschifffahrtsstraßenordnung wird auf die Bedeutung des Sperrzeichens auf dem Main-Donau-Kanal hingewiesen, welches an Stauwehren wegen der dortigen Lebensgefahr aufgestellt ist. Die Sperrung der Schifffahrt durch dieses Zeichen gilt für alle Fahrzeuge, das heißt auch für Schlauchboote ohne Motor, und sie ist auch unabhängig davon, wozu das Fahrzeug benutzt wird (auch Angeln und Fischen).


Geldbußen

Verstöße gegen diese Vorschriften können mit Geldbußen bis zu 50 Euro (Baden in Badeverbotsbereichen), bis 100 Euro (Benutzungsverbot der Betriebsanlagen) und bis 300 Euro (Befahrverbot) geahndet werden. Das Schwimmen und Bootfahren in den gesperrten Bereich birgt erhebliche Gefahren für Leib und Leben. Eltern werden daher eindringlich gebeten, ihre Kinder zu schützen, indem sie diese regelmäßig auf die Gefahren und Verbote hinweisen.
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