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Ebermannstadt
Aktion

Aus Solidarität mit der Stadt

In der Corona-Krise will das Zentrenmanagement Ebermannstadt den örtlichen Handel stärken.
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Bürgermeisterin Christiane Meyer (von links), Zentrenmanagerin Annika Eckert und Johannes Mayer am Stand im Rewe-Markt Foto: privat
Bürgermeisterin Christiane Meyer (von links), Zentrenmanagerin Annika Eckert und Johannes Mayer am Stand im Rewe-Markt Foto: privat

Annika Eckert vom Zentrenmanagement Ebermannstadt freut sich, denn einige der örtlichen Geschäftsinhaber hatten ihr gegenüber das solidarische Kaufverhalten der Ebermannstadter gelobt: "Der Solidaritätsgedanke ist hier sehr groß. Deshalb dachten wir, dass man neben den Bundes- und Länderprogrammen auch lokal etwas tun könnte. Außerdem wollten wir allen Helfern Danke sagen."

Die Zentrenmanagerin weiß, dass die Corona-Krise für viele Unternehmen in der Region existenzbedrohend ist. Denn es fehlen Einnahmen, aber Miete, Mitarbeiter, Kredite, Waren oder Leasingverträge müssen trotzdem weiter bezahlt werden. Dabei geht es um menschliche Schicksale, denn gerade hinter den kleinen Unternehmen stehen oft Familien, deren Auskommen eng mit dem Geschäft oder der Firma verbunden ist.

Bei einem Treffen mit Bürgermeisterin Christiane Meyer entstand dann die Idee der Aktion "Ebser Solidarität". Jedes Ebermannstadter Unternehmen kann sich kostenlos auf dem städtischen Gutscheinportal listen lassen. Außerdem gibt es ein Portal, auf dem Bürger Helden des Alltags melden können, die in Ebermannstadt wirken. "Da können Firmen ihre Mitarbeiter melden, weil sie sich während der letzten Wochen für das Unternehmen eingesetzt haben. Es können auch Mitarbeiter des Krankenhauses, von Feuerwehren oder vom Seniorenheim gemeldet werden. Oder vielleicht möchte jemand eine nette Nachbarin oder einen netten Nachbarn melden, die oder der geholfen hat", erklärt Eckert.

Hier geht es um besondere Menschen, die für andere in schwierigen Zeiten da sind. "Das ist typisch für Franken. Die helfen, wollen aber gar nicht in den Vordergrund treten. Da sind sie zu bescheiden."

Die Aktion "Ebser Solidarität" ist einfach: Die Bürger können Fairtrade-T-Shirts und Taschen erwerben. Fairtrade deshalb, weil Ebermannstadt als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet ist. Die T-Shirts werden in Größen von XS bis XXL für 20 Euro angeboten, die Taschen für acht Euro. Etwa 40 Prozent des Betrags sind Herstellungskosten, 60 Prozent des Kaufpreises gehen in einen sogenannten "Solidaritätstopf". "Das bedeutet, dass da kein Geld irgendwo an eine Verwaltung oder etwas ähnliches geht", erklärt Annika Eckert. Bis zum 30. Juni können Interessierte T-Shirts und Taschen bei Rewe oder den Metzgereien Schatz oder Hübschmann kaufen.

Gutscheine und Helden

Mit dem Verkaufserlös wird der Solidaritätstopf gefüllt. Mit dem Geld aus diesem Topf werden dann Gutscheine bei den örtlichen Betrieben, die auf dem Gutscheinportal gelistet sind, eingekauft. "Damit haben die Käufer der Taschen und T-Shirts schon mal die Unternehmen unterstützt. Jetzt kommen wir zu unseren Helden", erläutert die Zentrenmanagerin das Prinzip. Denn die gekauften Gutscheine werden am Ende unter den gemeldeten Helden verlost. Und diese können dann in den Geschäften wieder eingelöst werden.

"Mit der Aktion ‚Ebser Solidarität‘ wird sich übrigens die Stadt mit Unterstützung des Zentrenmanagemente zum Corona-Sonderpreis des Bayerischen Stadtmarketingpreises bewerben", verrät Eckert. Hier können 1500 Euro gewonnen werden, die dann ebenfalls im "Solidaritätstopf" landen würden. Hierbei erhalten die 35 Bewerber für den Stadtmarketingpreis eine zweite Chance auf einen Gewinn.

"Mit der Aktion ‚StadtUp‘ haben wir uns da eigentlich beworben und sind unter den letzten drei bei den Städten bis 10 000 Einwohner", erzählt die Zentrenmanagerin stolz. Hier könnte Ebermannstadt die Begrünung und Pflege der Innenstadt gewinnen. Denn eine Stadt mit Herz solle auch hübsch aussehen, meint Annika Eckert.

Kontakt

Die Möglichkeit, Unternehmen oder Helfer zu melden sowie eine Beschreibung der Aktion finden sich online unter www.ein-herz-fuer-ebs.de