Forchheim
Erlebnis

Auf den Geschmack gekommen

Der Leiter der Tourist-Information, Nico Cieslar, ist mit dem ersten "Festival der Genüsse" sehr zufrieden. Er hat bereits Ideen für nächstes Jahr.
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Weil die Hitze nicht ganz so unerbittlich war wie tags darauf, machte das Schlemmen am Samstag mehr Spaß. Fotos: Eva-Maria Turnwald
Weil die Hitze nicht ganz so unerbittlich war wie tags darauf, machte das Schlemmen am Samstag mehr Spaß. Fotos: Eva-Maria Turnwald
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Die Premiere des "Festival der Genüsse" ist gelungen. Am Samstag öffnete sie im Innenhof der Kaiserpfalz ihre. An insgesamt zwölf Ständen der so genannten "Genierßer-Meile" verkosteten die Besucher regionale Spezialitäten.

Nico Cieslar, Leiter der Forchheimer Touristinformation, ist mehr als zufrieden mit dem Ablauf und mit dem Besuch der Premierenveranstaltung. Dass die Stadt Forchheim immer häufiger auf Essens- und Trinkfeste reduziert wird, stört den städtischen Mitarbeiter wenig. Schließlich hat jede Stadt "Pfunde, mit denen man wuchern kann". Und in Forchheim nähmen Essen und Trinken eben einen besonderen Stellenwert ein.

Nachdem sich Forchheim seit dem Jahr 2018 mit dem Titel "Bayerischer Genussort" schmücken darf, sei es Cieslar wichtig gewesen, dass dieses Prädikat auch werbetechnisch gut vermarktet wird. Deswegen sei er auch auf die Idee gekommen ein "Festival der Genüsse" auf die Beine zu stellen. Klar, Cieslar weiß auch, dass zwölf Genießer-Stände noch kein ganzes Festival ausmachen, doch jeder "hat schließlich einmal "klein angefangen". Cieslar will das Festival in den kommenden Jahren zu einer Veranstaltung machen, die ihren Namen auch zurecht trägt - und das könnte gelingen.

Den Pfalzgraben bereits im Blick

"Der Innenhof der Kaiserpfalz ist prädestiniert für ein solches Fest", findet Cieslar. Er hat auch schon konkrete Pläne, wie die Expansion im nächsten Jahr aussehen könnte, da der Innenhof mit den zwölf Ständen bereits fast ausgelastet war. "Ich kann mir gut vorstellen, das Festival im Pfalzgraben fortzuführen", verrät Cieslar.

Wer am Samstag von Stand zu Stand schlenderte, merkte schnell, welche kulinarische Vielfalt Forchheim und die Umgebung zu bieten haben. Die Rösterei Bogatz gewährte einen eindrucksvollen Blick in die weit verzweigte Welt des Kaffees und bot als besonders Schmankerl wurde das "Biereis Schwarze Anna" der Brauerei Neder an. Nur ein paar Schritte weiter präsentierten sich Kupfers Natursäfte aus der Großgemeinde Heroldsbach, die 15 verschiedene Sorten präsentierten. Kupfers Natursäfte gibt es bereits seit 1948.

Fruchtig, edel und fein

Wer ist sonst noch auf der Aktionsfläche vertreten? Das Restaurant "Zum Alten Zollhaus", die Vinothek Scharfenberg, das Weingut Pröstler, der Winzerhof Stahl und das Weingut Dahms hatten ihre Qualitätsweine von Unterfranken mit nach Forchheim gebracht. An den Ständen der Brennereien Haas und Peterhof wurden schmackhafte Obstler, Edelbrände, Fruchtliköre und Whisky-Gins kredenzt. Wer bei soviel Hochprozentigem auch etwas Essbares wollte, hatte am Fischstand von Feinkost Karnbaum die Gelegenheit. Karpfen- und Forellenköstlichkeiten waren hier nur einige Beispielen mit denen gelockt wurde. Die Firma Weber tischte eine eigene, schmackhafte Meerrettich-Suppe auf. Nicht fehlen durfte ein Bierstand mit Genussbotschafter Jürgen Zöbelein, der an die Zapfhähne Fässer von allen Forchheimer Brauereien (Neder, Hebendanz, Eichhorn und Greif) angeschlossen hatte.

Ausverkauft binnen weniger Tage

Wer sich im Vorfeld der Veranstaltung einen Genießerpass besorgt hatte, konnte bei gezahlten elf Euro für 16 Euro schlemmen. Musikalisch umrahmt wurde das viereinhalbstündige Fest von Michael, Jürgen und Bernhard, ehe die Aktionsfläche in Windeseile umgebaut wurde. Denn am Abend gab es ein Genießer-Menü für 80 Personen, für das sich der Innenhof der Kaiserpfalz in einen Open-Air-Speisesaal verwandeln musste. Die Karten waren innerhalb weniger Tage ausverkauft gewesen.

Auch deshalb dürften die Organisatoren mit der Premiere des Genuss-Festivals zufreiden sein. Alles richtig gemacht. Dass Kritiker die Stadt Forchheim auf "Essens- und Trinkfeste" reduzieren wollen, damit kann man leben. Wenn die Besucherresonanz da ist, warum nicht? "So viele Schlemmereien auf einem Fleck bekommt man selten", bilanzierte Nico Cieslar. emt

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