Obertrubach
Neujahrskonzert

An diesem Abend in Obertrubach passte einfach alles

Der "Don-Kosaken-Chor Serge Jaroff" ließ die Besucher die russische Seele spüren. Die Stimmen kamen in der Pfarrkirche St. Laurentius vollendet zur Geltung.
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Komplett ausverkauft war das Konzert des "Don-Kosaken-Chores Serge Jaroff" in der Pfarrkirche St. Laurentius in Obertrubach. Foto: Franz Galster
Komplett ausverkauft war das Konzert des "Don-Kosaken-Chores Serge Jaroff" in der Pfarrkirche St. Laurentius in Obertrubach. Foto: Franz Galster

Mit glänzenden Augen und begeisterten Zuhörern endete das Neujahrskonzert, zu dem die Ortsgruppen Bärnfels, Geschwand, Obertrubach und Wolfsberg der Fränkische-Schweiz-Vereine (FSV) in die Pfarrkirche St. Laurentius in einer gemeinsamen Veranstaltung eingeladen hatten.

Es hat an diesem Abend einfach alles gepasst. Fast zwei Stunden lang ließ der weltweit bekannte "Don-Kosaken-Chor Serge Jaroff" die tiefe russische Seele in seinem Gesang spüren. Das hochkarätige Spitzenensemble unter der Leitung von Wanja Hlibka vermittelte mit kraftvollen und herrlich timbrierten Stimmen den ganzen Zauber und die Melancholie der russischen Musik in höchster Vollendung. Sein Repertoire reichte von feierlichen Gesängen der russisch-orthodoxen Kirche bis zu bekannten eingängigen Volksweisen wie "Kalinka" und klassischen Kompositionen wie dem unverwechselbaren "Ave Maria". Klassisch mächtige Bass-Solos und bewundernswerte, feine Solostimmen erfüllten das Kirchenschiff. Letztlich geizten die Sänger auch nicht mit Zugaben, nachdem die stehenden Ovationen kein Ende nehmen wollten.

Lichtshow im Altarraum

Eine gelungene Idee war die von Stefan Pflaum aus Obertrubach kreierte Lichtshow im Altarraum: Dezent und mit viel Einfühlungsvermögen eingespielt, untermalte sie die Vorträge unauffällig, aber eindrucksvoll.

"Der Don-Kosaken-Chor ist auf fast allen Weltbühnen zu Hause - da fehlte nur noch Obertrubach", meinte Ulrich Meierhöfer humorvoll in seiner Begrüßungsrede und hatte damit die Lacher auf seiner Seite. Meierhöfer hatte als Vorsitzender der FSV-Ortsgruppe Geschwand die Aktivitäten im Vorfeld koordiniert. Die Größe des Gotteshauses und seine hervorragende Akustik boten in der Tat beste Rahmenbedingungen. "Es gibt kaum einen würdigeren Raum dafür als dieses Gotteshaus", meinte Meierhöfer. "Als ich am Abend vor der Veranstaltung beim ersten Kassensturz 350 vorverkaufte Karten zählte, hatte ich eine schlaflose Nacht", fügte er hinzu. Die Nachfrage war größer als erwartet. Letztlich war das Konzert komplett ausverkauft.

Der Vorsitzende freute sich darüber, Gäste aus allen Regionen Frankens begrüßen zu können, unter ihnen Bürgermeister Markus Grüner und der Hausherr, Pfarrer Werner Wolf aus Obertrubach.

Als "Vorgruppe" hatte der Oberlandchor, bestehend aus Sängerinnen und Sängern der weiteren Region um Obertrubach, das Konzert mit zwei Liedern unter der Leitung von Ludwig Ebenhack eröffnet. Die alte Volksweise "Wahre Freundschaft" bildete dabei eine schöne Brücke zu den Gästen.

Das Neujahrskonzert ist es der erfolgreiche Einstieg in das Jubiläumsjahr der FSV-Ortsgruppen Bärnfels und Geschwand. Sie feiern dieses Jahr ihr 50-jähriges Bestehen und haben sich bekanntlich die "Pflege von Kultur und Gesang" auf ihre Fahnen geschrieben.

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