Wiesenttal
Stichwahl

Amtsinhaber Taut lässt die Sektkorken knallen

Mit Sekt stießen Bürgermeister Helmut Taut (FW) und sein unterlegener Kontrahent Konrad Rosenzweig im Muggendorfer Rathaus nach der Stichwahl an, die Taut mit 947 zu 479 Stimmen deutlich gewonnen hatte.
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Konrad Rosenzweig (l.) stößt mit Helmut Taut auf dessen Wahlsieg an. Fotos: Weichert
Konrad Rosenzweig (l.) stößt mit Helmut Taut auf dessen Wahlsieg an. Fotos: Weichert
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Gekommen waren auch fast alle Marktgemeinderäte und auch Bürger die Taut zum erneuten Wahlsieg gratulierten. Mit 66,40 Prozent der Stimmen sicherte sich der Amtsinhaber eine solide Zwei-Drittel-Mehrheit gegenüber seinem Herausforderer. Die Wahlbeteiligung lag bei 71,86 Prozent.

"Ich wünsche dir eine gute Hand für die nächsten sechs Jahre und auf weiterhin gute Zusammenarbeit", sagte Rosenzweig zu Taut, als er im gratulierte. "Ich war immer zuversichtlich, weil ich in der Bevölkerung die Stimmung trotzdem ganz gut gekannt habe", meinte Taut. Trotzdem sei es immer eine Unsicherheit, wenn der Mitbewerber von der CSU ist, da die immer ein großes Wählerpotential hat.

"Mein Magen braucht jetzt noch eine ganze Woche, bis er sich wieder beruhigt hat", gibt Taut eine gewisse Anspannung zu. "Du musst auch mit Gemeinheiten umgehen können und man weiß nie, welche Tiefschläge und Überraschungen kommen können", reflektiert Taut den Wahlkampf, der nach seinen Worten "trotz allem fair war." Zwölf Jahre lang wurden ohne Mehrheit im Gemeinderat Wiesenttal unter seiner Führung fast immer einstimmige Beschlüsse gefasst. Parteipolitik spielt da keine Rolle.


Verlierer ist nicht enttäuscht

"Helmut konnte seinen Amtsbonus ganz klar ausspielen, und das Wiesenttal ist eben eine Freie Wähler Hochburg", sagt Konrad Rosenzweig, der betonte, dass er nicht enttäuscht sei. Vor sechs Jahren habe die CSU keinen eigenen Kandidaten gestellt und er habe eben versprochen, dass sie nun einen stellt. "Für mich war es schon überraschend, dass ich überhaupt in die Stichwahl gekommen bin, komme ich doch aus so einem kleinen Ort wie Störnhof", sagte Rosenzweig.

"Die nächsten sechs Jahre müssen wir nun gemeinsam schauen, dass wir für das Wiesenttal viel voranbringen können." Rosenzweig betonte ebenfalls, dass Parteipolitik im Marktgemeinderat noch nie eine Rolle gespielt habe.


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