Obertrubach
Ernennung

Als "Menschenfischer" begrüßt

Der neue Pfarradministrator Florian Stark wurde in Obertrubach in sein Amt eingeführt.
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Pfarradministrator Florian Stark gibt seine Bereitschaftserklärung vor der Pfarrgemeinde ab.  Foto: Franz Galster
Pfarradministrator Florian Stark gibt seine Bereitschaftserklärung vor der Pfarrgemeinde ab. Foto: Franz Galster
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Es hatte Symbolcharakter, als sich die Gläubigen und Gäste aufstellten, um an der Trubachquelle am Ortseingang von Obertrubach ihren neuen Pfarradministrator Florian Stark zur Einführung in der Pfarrkirche St. Laurentius abzuholen. Zur Begrüßung waren neben den zahlreichen Vereinen und Verbänden Regionaldekan Martin Emge, Pfarrer Herbert Hautmann und Diakon Christian Wohlfahrt erschienen. Stark zeigte sich sichtlich überrascht von der großen Zahl der Gläubigen. Unter den Klängen der Jugendblaskapelle zog man durch die fahnengeschmückten Straßen zur Pfarrkirche, wo weitere Pfarrer des Seelsorgebereichs sich dem Einzug in das Gotteshaus anschlossen. "Wer glaubt, der ist nie allein", stimmte die Orgel an.

"Es ist ergreifend, so einen großen Bahnhof zu erleben", sagte Martin Emge in seinen Grußworten. Er freue sich, den neuen Pfarradministrator im Auftrag des Erzbischofs einführen zu dürfen, erklärte Emge und verlas anschließend die Ernennungsurkunde.

Emge sagte, er schätze an Florian Stark, der gleichzeitig leitender Pfarrer des Seelsorgebereichs Fränkische Schweiz ist, dessen Humor und Kontaktfreudigkeit, seine zupackende Art sowie die hohe Qualifikation. "Was kommt auf Euch zu?", fragte er, um es sogleich zu beantworten: Mit der Gebietsstruktur seit 1. September wohne der Pfarrer nicht mehr im Ort, müsse also pendeln, organisieren und delegieren. "Neues wagen - keiner weiß wirklich die Lösung -, sich von Gott führen lassen", appellierte Emge. Es sei auch die Chance, Neuland zu gestalten.

Symbolische Schlüsselübergabe

Anschließend nahm der Regionaldekan Florian Stark die feierliche Bereitschaftserklärung als neuer Pfarradministrator ab. "Lieber Mitbruder, bist Du dazu bereit, Deinen Dienst als Pfarradministrator Deiner Gemeinden so zu erfüllen, wie Du es bei Deiner Priesterweihe versprochen hast?", fragte Emge zum Schluss. - "Ja, mit Gottes Hilfe bin ich bereit", bekräftige Florian Stark seine Bereitschaft.

Die Gläubigen im voll besetzten Gotteshaus quittierten dies mit großem Beifall. Stark stand dabei unmittelbar vor den Bänken und wurde anschließend zum Priestersitz geleitet. Symbolisch übergaben die Kirchenverwaltungen der Pfarrgemeinde ihre Schlüssel der Kirchen an Pfarrer Stark, für die Pfarrkirche St. Laurentius Josef Müller und Marion Körber. Dann folgten die Filialkirchen Bärnfels mit Oswin Gmelch, Geschwand mit Adolf Zellmann und Untertrubach mit Erich Kirsch.

Stark begrüßte zunächst auch die Kirchengemeinde, die aus 48 Ortsteilen kommt, einschließlich der evangelischen Mitchristen. Eine Freude sei die große Ministrantenschar, auf die Obertrubach so stolz sei.

Pfarrgemeinderatsvorsitzender Josef Müller versprach eine gute Zusammenarbeit. Man freue sich auf eine "fruchtbare Zeit".

Florian Stark verwies auf die Trubachquelle: Auch der Glaube brauche Ursprung und Quelle.

Den anschließenden Festgottesdienst umrahmten der Männerchor Obertrubach und die Jugendblaskapelle musikalisch.

Stark ging auf die Einschnitte und den Seelsorgebereich Fränkische Schweiz ein. Das sei eine Zäsur. Der Pfarrer sei - Gott sei Dank - kein Einzelkämpfer. Dabei zeigte er auch ein Geschenk von Pfarrer Werner Wolf, einen Handwärmer: "Der erhält an kalten Tagen das Fingerspitzengefühl, das wir alle miteinander brauchen", sagte er bildhaft. Veränderungen seien kein böser Wille und manchmal eben nötig.

"Wir brauchen Sie"

Markus Habermann hatte mit Helfern ein Netz am Altarraum aufgebaut, sinnbildlich für den "Menschenfischer" Pfarrer Florian Stark, nach dem Motto in der Bibel "Fahrt hinaus auf das Meer und werft die Netze aus".

"Wir vertrauen auf Sie, wir brauchen Sie. Wir wollen das Netz gemeinsam auswerfen und Sie als Pfarrgemeinde unterstützen", sagte Habermann. Und dann nannte er die vielen intakten Gruppen in der Gemeinde wie Ministranten, Behinderte, Familien, Kranke, Vereine und KAB. Vertreter der einzelnen Gruppen traten vor und befestigten Fischsymbole an dem aufgebauten Netz, das sich so füllte.

Bürgermeister Markus Grüner erinnerte an den wunderbaren Abschiedsgottesdienst und den Zapfenstreich zum Abschied von Pfarrer Werner Wolf vier Wochen zuvor.

Pfarrer Ulrich Böhm von der evangelischen Nachbargemeinschaft Betzenstein hieß Florian Stark mit einem kleinen Präsent, Bier aus Wasser von Betzenstein, willkommen. Böhm fand das Symbol Quelle treffend, erinnerte an die wunderbare gemeinsame Zeit mit Pfarrer Werner Wolf und wünschte sich weiterhin ein fruchtbares Miteinander.

Danach lud die Kirchengemeinde zum gemütlichen Gedankenaustausch zwischen Kirche und Begegnungsstätte ein.

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