Gößweinstein
Marktgemeinderat

Allgemeinarztpraxis soll in Gößweinstein gebaut werden

Kommt ein neuer Arzt nach Gößweinstein? Es wäre für die Marktgemeinde in der Fränkischen Schweiz eine kleine Sensation.
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Kommt ein Allgemeinarzt nach Gößweinstein? Symbolfoto: Oliver Berg
Kommt ein Allgemeinarzt nach Gößweinstein? Symbolfoto: Oliver Berg
Neben der Apotheke und schräg gegenüber des Aldi-Marktes im Sondergebiet "Nahversorgung Sandbühlen" will sich offenbar ein Allgemeinarzt (mit Gesamtspektrum der medizinischen
hausärztlichen Versorgung) niederlassen. Eine entsprechende Anfrage zur Errichtung einer Allgemeinarztpraxis begrüßte der Marktgemeinderat ohne größere Diskussion einstimmig.

Dazu soll nun der dort geltende Bebauungsplan geändert werden, da dieser bisher die Errichtung einer Arztpraxis nicht zulässt. Das Verfahren zur Änderung des Bebauungsplans wird dazu eingeleitet. Peter Helldörfer (CSU) schlug vor, den Bebauungsplan auch gleich zu ändern, da dieser nur eine eingeschossige Bauweise mit acht Metern Höhe für ein noch zu errichtendes Ärztehaus zulässt. Dies lehnte Bürgermeister Hanngörg Zimmermann (BMG) jedoch ab, da noch keine konkrete Bauvoranfrage vorliege und man somit noch nicht wisse, ob ein entsprechendes Gebäude ein- oder zweigeschossig werden soll.


Bürgermeister hält sich bedeckt

Überhaupt hielt sich Zimmermann noch sehr bedeckt, vor allem auch, was den Arzt angeht, der dort bauen will. Vom Tisch scheint jedenfalls zu sein, dass neben der Apotheke ein Gebäude mit Bäckereifiliale, Café und Metzgereifiliale entsteht.


Okay für "Luftkurort"

Überhaupt ging die Ratssitzung mit zehn Tagesordnungspunkten ohne weitere Diskussionen diesmal rasch über die Bühne. Ebenfalls einstimmig folgte der Rat der Beschlussempfehlung aus dem Tourismus- und Kulturausschuss, einen Antrag zu stellen, damit alle Gößweinsteiner Ortsteile das Prädikat "Luftkurort" erhalten. Wenn der Antrag durchgeht, wovon auszugehen ist, kann in allen Ortsteilen Kurbeitrag erhoben werden.


Sanierungsgebiet ausgeweitet

Neu erlassen wurde die Sanierungssatzung für den Hauptort Gößweinstein. Aufgenommen in das Sanierungsgebiet wurden der südwestliche Bereich der Pezoldstraße, der östliche Bereich entlang der Viktor-von-Scheffel-Straße und die gesamte Balthasar-Neumann-Straße. Dies hat den Vorteil, dass für diese Bereiche dann auch Fördergelder aus Städtebaumitteln beantragt werden können und private Hausbesitzer Sanierungen besser steuerlich geltend machen können.


Ausschüsse neu besetzt

Da der ausgeschiedene Marktgemeinderat Matthias Wendler (JuF) Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses war, schlug Helldörfer Jürgen Kränzlein (SPD) dafür vor. Dies war ebenso einstimmig wie das Votum für Dietmar Winkler (CSU), der Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses wurde.

Unter dem Tagesordnungspunkt "Anfragen" erinnerte Peter Helldörfer an seinen vor drei Monaten schriftlich eingereichten Antrag wegen der Bezuschussung von Sportvereinen zur Turnhallenbenutzung. Er wunderte sich, warum dieser Antrag noch immer nicht auf der Tagesordnung stand. Laut Bürgermeister Zimmermann hatte die Verwaltung noch keine Zeit gehabt, sich damit zu befassen. "Nach drei Monaten sollte es doch möglich sein, dass ein einfacher Antrag behandelt wird", entgegnete Helldörfer.


Aussichtspunkt Pfaffenstein

Außerdem gab Helldörfer eine Bürgerbeschwerde weiter, dass der Aussichtspunkt Pfaffenstein bei Moritz zugewachsen ist und deshalb keine Rundsicht mehr besteht.

Mit dem früheren Bauamtsleiter Ferdinand Haselmeier war ein Bürger zur Sitzung gekommen, der sich unter "Bürgeranfragen" wunderte, warum der Gößweinsteiner Tourismusprospekt nicht mehr zweisprachig ist. Neben Deutsch sollte er zumindest auch in Englisch lesbar sein, monierte Haselmeier. Vor Jahren hätte man dazu aber schon festgestellt, dass dies sehr schwierig sei, war Zimmermanns Antwort auf Kränzleins Nachfrage.
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