Forchheim
Kundgebung

AfD-Politiker Björn Höcke tritt in Forchheim auf

Am 8. August spricht der umstrittene Politiker auf dem Rathausplatz.
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Björn Höcke Foto: Christoph Soeder, dpa
Björn Höcke Foto: Christoph Soeder, dpa
Der auch innerparteilich umstrittene AfD-Politiker Björn Höcke wird am Mittwoch, 8. August, auf dem Rathausplatz in Forchheim auftreten. Höcke folgt damit einer Einladung des Forchheimer AfD-Kreisverbands. "Wir sind stolz, dass Herr Höcke nach Forchheim kommt", sagte gestern der Forchheimer Kreisvorsitzende Dominik Pflaum.
Die als "Kundgebung" ausgewiesene und von 19 bis 21 Uhr terminierte Veranstaltung hat die Forchheimer AfD inzwischen beim Landratsamt angemeldet. Dies bestätigte gestern Jürgen Kupfer, Leiter des Ordnungsamts. Am Freitag wollen sich Vertreter des Ordnungsamts mit Repräsentanten der Forchheimer AfD über den Ablauf und angezeigte Sicherheitsmaßnahmen austauschen. Kupfer hält es für wahrscheinlich, dass Höcke Gegendemonstranten auf den Plan ruft.


Umstrittene Ortswahl

Ursprünglich sollte Höcke in einem Gasthaus in Hirschaid auftreten. "Es hat sich aber gezeigt, dass nicht alle Besucher dort Platz finden würden", sagte Pflaum. Er rechnet mit bis zu 300 Besuchern.
Darüber hinaus soll sich der Bamberger Kreisverband von der Ortswahl seiner Forchheimer Parteifreunde überrumpelt gefühlt haben. Darauf machte diese Zeitung ein in der Vergangenheit gut informiertes AfD-Mitglied aus Oberfranken aufmerksam. Hirschaid liegt im Landkreis Bamberg und damit im Zuständigkeitsbereich des dortigen Kreisverbands. "Es gab Unstimmigkeiten, die wir ausräumen konnten", bestätigte Pflaum. Der Bamberger Kreisvorsitzende Jan Schiffers lehnte es ab, die Angelegenheit öffentlich zu kommentieren.

Höcke ist Vorsitzender der AfD im thüringischen Landtag und wird dem rechten Flügel der Partei zugeordnet. Im Januar 2017 bezeichnete er in Dresden das Holocaust-Mahnmal in Berlin als "Denkmal der Schande" und forderte eine "erinnerungspolitische Wende um 180 Grad".
In diesem Mai lehnte ein Schiedsgericht ein als Reaktion auf seine Dresdner Rede eingeleitetes Parteiausschlussverfahren gegen Höcke als unbegründet ab.
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