Heiligenstadt
Hochzeit

Adelige Traumhochzeit in Heiligenstadt

Adelige Traumhochzeit: Nina Gräfin von Zech-Burkersroda und Freiherr Otto-Magnus von Stackelberg geben sich in Heiligenstadt das Ja-Wort.
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Nina Gräfin von Zech-Burkersroda und Freiherr Otto-Magnus von Stackelberg haben sich in Heiligenstadt ewige Treue geschworen. Foto: Carmen Schwind
Nina Gräfin von Zech-Burkersroda und Freiherr Otto-Magnus von Stackelberg haben sich in Heiligenstadt ewige Treue geschworen. Foto: Carmen Schwind
Am Samstag heirateten Nina Gräfin von Zech-Burkersroda und Freiherr Otto-Magnus von Stackelberg in der evangelischen Sankt-Veit-Michaelskirche in Heiligenstadt. Die Braut ist die Enkelin von Graf Otto-Philipp und Gräfin Oculi Schenk von Stauffenberg aus Greifenstein. "Meine Großeltern waren mir sehr wichtig. Und Greifenstein war mein zweites Zuhause", sagte Nina von Zech-Burkersroda.

Deshalb sei es ihr wichtig gewesen, in Heiligenstadt zu heiraten, da hier ihre Großeltern beerdigt sind. "Außerdem war es ein Kindheitstraum, hier zu heiraten und auf Schloss Greifenstein zu feiern", verrät die Braut. Die 30-jährige Nina von Zech-Burkersroda lernte den 34-jährigen Otto von Stackelberg vor vier Jahren auf einer Geburtstagsfeier mit dem Motto "90er Jahre" kennen. "Mir gefiel, dass er das Motto authentisch durchgezogen hat", erzählt die Braut, die in Berlin Psychologie studierte und eine Ausbildung zur Kinder- und Jugendpsychologin macht. Das Paar lebt in Frankfurt. Otto von Stackelberg hat Medizin studiert und ist angehender Neurologe.


Im vierten Versuch

Beim Kennenlernen stellten die beiden erstaunt fest, dass ihre Großmütter befreundet waren. "Die sind uns sehr wichtig, deshalb stellen wir uns vor, sie schauen vom Himmel aus zu und freuen sich für uns", sagt Nina von Zech-Burkersroda.

Im vergangenen April machte ihr Otto von Stackelberg bei einem Wochenendausflug nach Barcelona am Meer einen Antrag. "Das war der vierte Versuch", erzählt die Kinderpsychologin und lacht. Am Freitagabend begannen die Festivitäten mit einem Polterabend im Park von Schloss Greifenstein. Da die Braut katholisch und der Bräutigam evangelisch ist, wurde die Hochzeitszeremonie vom evangelischen Pfarrer Norbert Waschk und dem katholischen Stadtdekan Johannes zu Eltz zelebriert. Die Braut trug ein Kleid aus Spitze. "Ballkleider passen nicht zu mir, deshalb wollte ich etwas Enges im Meerjungfrauenstil", erklärt Nina von Zech-Burkersroda.

Der vier Meter lange Schleier ist von 1901 und war bereits von ihrer Urgroßmutter - und der geliebten Oma - getragen worden. Nach der Kirche fuhren die beiden zum Empfang auf das Schloss. Hierzu waren etwa 400 Gäste geladen. Später wurde im Park mit rund 200 Gästen weitergefeiert.

Das schönste Geschenk für die Braut war, dass ihr 29-jähriger Bruder Felix bei der Hochzeit anwesend sein konnte. Er hatte im vergangenen Oktober einen schweren Tauchunfall und lag einige Zeit im Koma. Das Brautpaar hatte lange überlegt, ob es die Hochzeit deshalb verschieben sollte. "Wir sind wie Zwillinge. Mein Bruder ist noch in Reha und kann nur seinen Kopf bewegen", sagte Nina von Zech-Burkersroda. Doch die Ärzte hatten erlaubt, dass der Patient zum ersten Mal seit neun Monaten sein Zimmer für drei Tage verlassen und mit Pflegepersonal der Hochzeit seiner Schwester beiwohnen durfte.

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