Poxdorf
Gemeinderat

Ab August könnte in Poxdorf gebaut werden

Kindergartenneubau, Friedhofssanierung und ein neues Baugebiet beschäftigten den Poxdorfer Gemeinderat. Der erste Spatenstich ist erfolgt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Beim Spatenstich im neuen Baugebiet (v. l.):  Josef Schirner (Wasserversorgung Leithenberg-Gruppe),  Zweite  Bürgermeisterin Gisela Marquardt, Günther Winkler (Kanalbau Hausen), Bürgermeister Paul Steins, Hans-Joachim Sauer (Ingenieurbüro Strullendorf), VG-Bauamtsleiter Andreas Reißner, Robert Hammerand (KFB Reuth), Winfried Klarmann (Straßenbau Göhl Bamberg) Foto: Dagmar Niemann
Beim Spatenstich im neuen Baugebiet (v. l.): Josef Schirner (Wasserversorgung Leithenberg-Gruppe), Zweite Bürgermeisterin Gisela Marquardt, Günther Winkler (Kanalbau Hausen), Bürgermeister Paul Steins, Hans-Joachim Sauer (Ingenieurbüro Strullendorf), VG-Bauamtsleiter Andreas Reißner, Robert Hammerand (KFB Reuth), Winfried Klarmann (Straßenbau Göhl Bamberg) Foto: Dagmar Niemann

In der Gemeinderatssitzung in Poxdorf ging es um den Kindergartenneubau, den Projektstand und die Kosten der Friedhofssanierung, die Beleuchtung im Ort und den ersten Spatenstich im Baugebiet "Am Mühlweiher II".

Ende Februar hatten der Poxdorfer Bürgermeister Paul Steins (CSU) und Architekt Norbert Siewertsen (Baiersdorf) der Fachaufsicht für Kindertageseinrichtungen im Landratsamt Forchheim den mit der Kindergartenleitung abgesprochenen Entwurf für den Kindergartenneubau unterbreitet. Das Konzept sah für die beiden Krippengruppen eine Unterbringung im Obergeschoss vor. Die Fachaufsicht hätte die Krippenräume lieber im Erdgeschoss gesehen und gab zu bedenken, dass bei dem vorliegenden Konzept in der Kernzeit von 9 bis 12 Uhr statt der geplanten zwei Mitarbeiterinnen stets drei anwesend sein müssten. Architekt Siewertsen wurde deshalb gebeten, ein alternatives Planungskonzept zu erarbeiten. Sein neuer Entwurf sieht vor, dass die Räume für die beiden Krippengruppen und für die drei Kindergartengruppen wie auch der gemeinsam genutzte Bereich im Erdgeschoss untergebracht sind. Im Obergeschoss befinden sich lediglich die Räume der Verwaltung.

Nur Flachdach kommt infrage

Das Erdgeschoss wird größer als im ersten Entwurf, der Garten wird entsprechend kleiner. Wegen des verkürzten Obergeschosses kommt nur ein Flachdach in Frage; das von einigen Räten favorisierte Pultdach wäre vom Tisch. Ein Vorteil dieser neuen Variante wäre, dass das Obergeschoss Erweiterungsmöglichkeiten bietet: Bei zukünftigem Bedarf könnte die Kita problemlos vergrößert werden. Der Platz würde für eine weitere Krippengruppe und zwei zusätzliche Kindergartengruppen reichen. Die Räte beschlossen mit deutlicher Mehrheit, dass die zweite Variante weiterverfolgt werden soll.

Neubau der Aussegnungshalle

Roland Schmitt vom Architekturbüro Schmitt-Vogels (Bamberg) erläuterte den Entwurf für den Neubau einer Aussegnungshalle am Ende des Friedhofs. Der Bauantragsplan ist beim Landratsamt eingereicht worden; der Zeitplan konnte bisher eingehalten werden. Die Kosten für das Projekt (125 Quadratmeter Grundfläche und 635 Kubikmeter umbauter Raum) werden sich wahrscheinlich auf knapp unter 700.000 Euro belaufen. Inbegriffen sind die Kosten für Erschließung, Bauwerk, technische Anlagen, Außenanlagen, Ausstattung und Betriebskosten. Nicht enthalten sind die Kosten für die Entwässerung der befestigten Flächen und des Leichenhausdaches. Bauamtsleiter Andreas Reißner und Bürgermeister Steins haben das Entwässerungssystem der letzten Wegesanierung rund um die Kirche befahren lassen. In den 1990er Jahren hatte man das Problem des Grundwasserstandes erkannt, aber nur halbherzige Maßnahmen ergriffen. Drainagerohre waren eingebaut worden; diese führen anscheinend aber nicht ins Abwassernetz. Um Klarheit zu schaffen, soll ein verdeckter Schacht im Bereich des kleinen Eingangs zum Friedhof vom Steinweg aus freigelegt werden. Eventuell könnte man auch auf den offenen Entwässerungsgraben neben der Kreisstraße Richtung Kersbach zurückgreifen, der zurzeit völlig zugewachsen ist. Der Grund gehört zum Teil dem Landkreis, so dass das Landratsamt befragt werden müsste. Der Gemeinderat nahm die vorgestellte Kostenberechnung zur Kenntnis und beschloss einstimmig, den Bau der Aussegnungshalle fortzusetzen und den Vertrag mit dem Büro Schmitt-Vogels auf weitere Leistungsphasen auszuweiten.

Reparaturbedürftige Laternen

Im Gebiet der Gemeinde sollen teilweise reparaturbedürftige Laternen auf LED-Leuchten umgestellt werden. Im Zuge dieser Aktion will man die bisherigen Brennstellen in der Mühlweiherstraße ebenfalls umrüsten. Auch die verlängerte Mühlweiherstraße im neuen Baugebiet "Am Mühlweiher II" soll durch LED-Lampen beleuchtet werden. Die Kosten für die insgesamt acht benötigten LED-Leuchten werden sich auf circa 3300 Euro belaufen. Alle Gemeinderäte stimmten dem zu. In diesem Zusammenhang teilte Bürgermeister Steins mit, dass am nächsten Vormittag der symbolische erste Spatenstich erfolgen solle, da gerade mit den Erschließungsarbeiten des neuen Baugebietes begonnen worden sei.

Der Bebauungsplan "Am Mühlweiher II" war Ende Mai 2017 aufgestellt worden. Dann hatte die Gemeinde als Bauträger verschiedene Gutachten beibringen müssen. Diese betrafen den Denkmalschutz, den Artenschutz, die Geräuschentwicklung, eventuelle Kampfmittel im Boden und wasserrechtliche Regelungen. Nach zwei öffentlichen Auslegungen im Herbst 2017 und im Spätsommer 2018 konnte der Gemeinderat im Dezember 2018 endlich den Bau von vier Einzelhäusern und sechs Doppelhäusern auf einer Fläche von etwa 7200 Quadratmetern beschließen. Die Bauerschließungsmaßnahmen sollen im Juli abgeschlossen werden; ab August könnte gebaut werden.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren