Es war ein schwerer Schicksalsschlag, der Wilfried Leifheit vor zehn Jahren dazu bewegte, mit der Malerei zu beginnen. Der damals 62-Jährige wurde unter anderem wegen einer Krebserkrankung und einem Herzinfarkt in einer Klinik behandelt und galt bis vor kurzem noch als 100 Prozent schwerbehindert. "Dort habe ich unter kunsttherapeutischer Anleitung mit dem Malen angefangen", erinnert sich der Forchheimer.

Jetzt stellt er bereits zum dritten Mal seine Kunstwerke, die auch zum Verkauf stehen, in den Forchheimer Rathaushallen aus. Das Thema lautet "Wasser und Mee(hr)", was sich in jedem der 60 Bilder widerspiegelt. "Stimmungen und meine Erinnerung dienen mir als Inspiration", sagt der 71-Jährige.


Profit ist nicht das Ziel



Schon einen Tag, bevor sich die Ausstellungstüren geöffnet haben, hat ein Kunstfreund eines von Wilfried Leifheits Bildern gekauft. Und auch eine Bekannte nimmt den langen Weg vom Chiemsee nach Forchheim auf sich, um gleich drei seiner Kunstwerke zu ergattern. Doch Profit will der Maler aus seinem Hobby nicht schlagen: "Ich möchte ein Zeichen setzen und zeigen, dass Kunst nicht immer teuer sein muss."

Einige seiner Bilder bekommt man schon ab 40 Euro. "Die Bilder sollen nicht total ausgefallen sein, sondern viele Leute ansprechen", sagt der Künstler. Und wen beim Ausstellungsbesuch das Farbenfieber packt, der darf selbst zur Kreide greifen.

Die Ausstellung läuft noch bis 22. April täglich von 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.