Forchheim
Wer wird Millionär?

WWM-Teilnehmer aus Forchheim: "Ich habe sehr viel Glück gehabt"

Pfarrer Christoph von Seggern aus Forchheim will einen Teil seiner bei Günther Jauch gewonnenen 125 000 Euro nach Tansania spenden.
Artikel drucken Artikel einbetten
Zum Plaudern mit Günther Jauch (l.) kam Christoph von Seggern nur kurz.  Foto: Stefan Gregorowius/RTL
Zum Plaudern mit Günther Jauch (l.) kam Christoph von Seggern nur kurz. Foto: Stefan Gregorowius/RTL
Eigentlich war er nicht sehr aufgeregt. "Eher fokussiert", sagt Christoph von Seggern, einen Tag nachdem seine "Wer wird Millionär"-Sendung ausgestrahlt worden ist. Der 50-jährige Pfarrer, der im vergangenen Jahr mit seiner Frau Ute von Seggern nach Forchheim gezogen war, hatte in der RTL-Sendung 125 000 Euro gewonnen.
Zehn Tage lang musste von Seggern die frohe Kunde des Gewinns für sich behalten, denn die Sendung wurde bereits am 3. März aufgezeichnet. "Das ging jetzt alles irgendwie ganz schnell", sagt von Seggern, "ich habe mich erst vor vier Wochen beworben."


Intuition ist nicht alles

Beim Bewerbungsverfahren musste er mehrere Fragen beantworten und dann etwas von sich erzählen. "Ich habe zu der Frau am Telefon gesagt, ich sei nicht witzig, das fand sie aber schon irre lustig", so von Seggern. Und dann saß er auf dem begehrten Stuhl in Köln, ihm gegenüber: Günther Jauch.

"Mir war klar, dass wenn man sich nur auf seine Intuition verlässt, das nach hinten los gehen kann", erzählt er, "deshalb habe ich dann auch die frühe Frage schon mit dem Publikums-Joker abgesichert."

Die Sendung am Montagabend habe er dann gemütlich im familiären Kreis zu Hause geschaut. "Die Frage mit dem Klitschko, da ist mir ganz schlecht geworden, als ich es im Fernsehen gesehen habe", sagt er, "da war ich mir wirklich nicht sicher."

Er habe aber auch viel Glück gehabt, betont von Seggern, "bei Fragen zur Regenbogenpresse oder zu aktuellen Trends wäre ich aufgeschmissen gewesen". Den größten Respekt habe er vor der Einstiegsfrage gehabt. Aber auch die habe ihm glücklicherweise gelegen.

Der Ablauf bei der Sendung sei natürlich etwas anders als das, was man im Fernsehen sieht, erzählt von Seggern. Die Werbepausen sind zum Beispiel viel kürzer als im Fernsehen. "Die dauern nur so eine Minute", erinnert sich der Pfarrer, der bei "Mission Eine Welt" angestellt ist, "in der Zeit schaut Herr Jauch auf die Karten und informiert sich über den aktuellen Kandidaten."


Pfarrer-Karte zieht nicht

Auf der Karte von Christoph von Seggern standen übrigens noch mehr Geschichten. "Zum Beispiel noch eine vom Club", plaudert von Seggern aus dem Nähkästchen, "als ich einmal mit den Jugendlichen dort war, gab es nämlich Probleme am Einlass." Normalerweise spiele er die Pfarrer-Karte nicht, erzählt von Seggern lachend, aber in dem Fall habe er es probiert - jedoch ohne Erfolg. Schließlich konnte aber der Fehler im System gefunden werden und er konnte mit den Jugendlichen ins Stadion.

"Ich bin etwas enttäuscht, dass der FCN heute nicht angerufen hat", sagt von Seggern, "ich hatte gehofft, dass sie mich nach meinem Auftritt zum Ehrenmitglied machen."

Zum Plaudern mit Jauch sei er nicht wirklich gekommen. "Ich habe ihm aber nach der Sendung meinen Vater als besonderen Joker angeboten", berichtet er. Hans von Seggern, ebenfalls Pfarrer, aber im Ruhestand, war am Montagabend mit seinen 101 Jahren der älteste Telefon-Joker, der jemals bei "Wer wird Millionär?" angerufen wurde. Und er rettete seinem Sohn sogar die 125 000 Euro.

Das Angebot mit dem besonderen Joker hatte Jauch jedoch ausgeschlagen - aber vorgeschlagen, von Seggern Senior könne mal in die Sendung kommen. Doch dafür sei er nicht mehr fit genug.

Am Tag nach der Ausstrahlung wurde von Seggern häufig auf die Sendung angesprochen, bekam Glückwünsche per SMS und viele Anrufe. Auch mehrere Presseanfragen aus ganz Deutschland erreichten ihn.

Wie es nun weiter geht, lässt Christoph von Seggern auf sich zukommen. "Ich weiß nicht, ob ich den Gewinn versteuern muss", sagt er, "und auch noch nicht genau, wann ich das Geld überhaupt bekomme." Eines weiß er jedoch sicher: "Ich will auf jeden Fall etwas für Projekte von ,Mission Eine Welt' in Tansania spenden." Ein Fahnenmast für die Flagge des 1. FC Nürnberg steht nach wie vor auf der Liste der Anschaffungen. Aber der ist noch nicht bestellt.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren