Entwicklung

Was tun mit dem Hemmerlein-Gelände?

Die Gemeinde Neunkirchen sucht nach einem Konzept für das Gelände des ehemaligen Betonwerks. Die Antwort soll ein Wettbewerb bringen.
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Vier Hektar groß ist das brachliegende Gelände. Foto: fra-press
Vier Hektar groß ist das brachliegende Gelände. Foto: fra-press
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Etwa vier Hektar groß ist das Gelände des ehemaligen Betonwerks Hemmerlein in Neunkirchen. Bereits in den 1990er-Jahren musste das Unternehmen Konkurs anmelden. Nun will der Neunkirchner Gemeinderat mit dem Gelände im Südosten endlich die letzte große Brachfläche im Neunkirchner Ortsbild beseitigen.
In seiner jüngsten Sitzung hat sich der Marktgemeinderat mit der Erstellung eines Konzeptes zur Wiederbelebung des Areals beschäftigt und dazu den Nürnberger Architekten Peter Kleindienst in den Rathaussaal geladen.

Europaweite Beteiligung

Kleindienst informierte die Räte über die Einzelheiten eines städtebaulichen Wettbewerbs, mit dessen Hilfe die Gemeinde die städtebauliche Wiederbelebung vorantreiben möchte. Wie der auf die Betreuung derartiger städtebaulicher Wettbewerbe spezialisierte Experte bei dieser Gelegenheit betonte, hoffe er auf eine europaweite Beteiligung von mindestens einem Dutzend Architekten.

Dabei würden zunächst die Planunterlagen von 20 bis 30 Bewerbern von einem Konsortium aus Fachgutachtern sowie von Vertretern aus Gemeinden und Behörden in einer Vorauswahl geprüft. Die besten zwölf ringen anschließend in einem Wettbewerb um den Sieg. Die Jury wisse dabei nicht, welche Bewerber hinter welchen Vorschlägen stecken. Dieses Vorgehen garantiert laut Kleindienst einen offenen und fairen Wettbewerb.

Zunächst aber gelte es, im Bauausschuss oder besser noch bei der Gemeinderatsklausur geeignete Gestaltungskonzepte und Ideen auszuarbeiten. Aus dem Gemeinderat war in diesem Zusammenhang die Bereitschaft zu hören, dabei auch die Neunkirchner Einwohner und deren Vorstellungen zu berücksichtigen. Wie das Gelände einmal genutzt werden und aussehen könnte, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch komplett offen.

Staatliche Zuschüsse

Auf die möglichen Kosten für die Marktgemeinde angesprochen, nannte Kleindienst einen zu erwartenden Eigenanteil von etwa 125 000 Euro.

Gleichzeitig seien aber bereits 112 000 Euro als staatliche Zuschüsse aus dem Sonderprogramm für "Revitalisierung von Industrie- und Gewerbeflächen" in Aussicht gestellt worden.
Die Frage, ob die Möglichkeit eines sozialen Wohnungsbau realistisch sei, bejahte Neunkirchens Bürgermeister Heinz Richter (FWG) grundsätzlich. Von diesem Modell könnten einmal vor allem junge Familien profitieren.


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