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Waischenfeld
Festwochenende

Waischenfelder Malteser haben drei Gründe zum Feiern

In Waischenfeld freuten sich die Mitarbeiter des Hilfsdienstes über ein neues Gebäude, einen neuen Gerätewagen und das 50-jährige Bestehen ihrer Gliederung. Schirmherr Heinz Gerhäuser überraschte mit einer spontanen Spendenaktion.
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Mit einem feierlichen Akt wurde das neue Fahrzeug der Malteser gesegnet. Foto: Thomas Weichert
Mit einem feierlichen Akt wurde das neue Fahrzeug der Malteser gesegnet. Foto: Thomas Weichert
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Mit einem Tag der offenen Tür, einem Volksmusikabend und der Einweihung des neuen Malteserhauses sowie der Segnung eines neuen Gerätewagens feierten die Mitglieder der Waischenfelder Malteser drei Tage lang ihr 50. Gründungsjubiläum unter der Schirmherrschaft von Heinz Gerhäuser. Da den Maltesern noch etwa 30 000 Euro für die Finanzierung ihres Neubaus fehlen, ließ sich der Schirmherr für den Festkommers etwas Außergewöhnliches einfallen.
Der Erfinder Gerhäuser, Vater des Fraunhofer Forschungscampus Waischenfeld und Waischenfelder Ehrenbürger, ist bekannt für zündende Ideen. So hatte er auch für die Malteser völlig überraschend zum Festakt mit rund 400 Gästen in der Sport- und Bürgerhalle eine große Spendenbox mitgebracht und kündigte während seiner Rede an, dass er den Spendenbetrag der Gäste als Schirmherr verdoppeln werde.
Die Zählung nach
dem offiziellen Teil ergab den Betrag von 2051,81 Euro. Exakt diese Summe legt Gerhäuser nun aus eigener Tasche obendrauf, weshalb also über 4100 Euro zusammenkamen.
Ortsbeauftragter Erhard Klaus war tief bewegt, zumal er zuvor mit der höchsten Auszeichnung des Malteserordens, der Malteser-Plakette in Gold, als Zeichen der Anerkennung und des Dankes für besondere Verdienste um die Erfüllung des Malteserauftrags geehrt worden war. Wie Klaus fast sprachlos betonte, hätten diese Auszeichnung alle seine Helfer verdient, die in den letzten Monaten fast bis zur Erschöpfung gearbeitet hatten, damit das neue Malteserheim rechtzeitig zur Einweihung fertig wurde.
Das Geld, das die Gäste gespendet hatten, geht in das Projekt des behindertengerechten Jugendraums. "Mit dem zweiten Teil, der von mir kommt, dürfen die Malteser dann das machen, was ihnen am wichtigsten erscheint", sagte der Schirmherr. Die Waischenfelder Malteser bezeichnete Gerhäuser als eine Gemeinschaft, die weit über wahre Freundschaft hinausgehe. "Der Dienst am Nächsten gehört zu den Dingen, für die man die höchsten Auszeichnungen bekommen sollte. Ich glaube daher, den Maltesern ist ein Platz im Himmel sicher", erklärte Gerhäuser.
Kilian Knörl, der die Chronik vortrug, und Malteser-Urgestein Hans Seger erinnerten an die Gründerjahre der Waischenfelder Malteser. Vor 50 Jahren nahmen 64 junge Leute an einem Erste-Hilfe-Kurs im ehemaligen Heckel-Saal teil, bei dem der frühere Bürgermeister Hans Schweßinger und Hans Eckert den Grundstein für die Gründung der Maltesergliederung Waischenfeld legten.

Die Nerven lagen blank

Diözesanoberin Monika von Detten erinnerte daran, dass wegen Zeitverzögerungen während der Bauphase, was nicht an den Maltesern, sondern an Verzögerungen beim Bau des Feuerwehrhauses lag, sogar schon bewilligte Zuschüsse ins Wanken geraten waren. "Sämtliche am Bau beteiligten Gewerke mussten deshalb neu koordiniert werden", so Monika von Detten. Die Nerven der Beteiligten seien teilweise blank gelegen. Erhard Klaus habe es aber immer wieder geschafft, zwischenmenschlich zu vermitteln, zu ermutigen und die Sache voranzutreiben, auch dank der großen Unterstützung seiner Frau Elke.
Die 280 000 Euro, die der Kauf des Gebäudes von der Stadt inklusive der Sanierungsmaßnahmen gekostet hat, sind nun so gut wie aufgebracht, da auch noch einige Zuschüsse ausstehen. 175 000 Euro kostete das ehemalige Mehrzweckhaus nebst Grund, und 3200 ehrenamtliche Arbeitsstunden haben die Mitglieder bisher selbst geleistet. Nun sind noch einige Verschönerungsmaßnahmen notwendig.

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