Ebermannstadt
Finanzen

Verwaltungs-Etat Ebermannstadt einstimmig gebilligt

In der jüngsten Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Ebermannstadt sahen sich die Mitglieder mit einer erneuten Steigerung des Verwaltungshaushaltes konfrontiert. Bei einem Gesamtetat von 1,398 Millionen Euro liegen die Ausgaben um 157.000 Euro über dem Budget des Vorjahres.
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Symbolfoto: dpa
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Als Ursachen für die Zunahme nannte der Kämmerer Wolfgang Krippel die Steigerung der Personalkosten. Ohne prognostizieren zu können, wie Tarifverhandlungen ausgehen werden, habe er vorsorglich eine 2,5-prozentige Lohnsteigerung berücksichtigt.

Für die Organisationsuntersuchung in der Verwaltung sind 40.000 Euro eingeplant und die Mietanpassung schlägt mit 12.000 Euro zu Buche. Weitere 40.000 Euro sind für die Anschaffung einer neuen Telefonanlage und eines neuen Servers vorgesehen. Zwar soll die neue Technik erst 2017 installiert werden, doch für die Ausschreibung müsse das Geld bereits im Haushaltsplan 2016 ausgewiesen werden.

Die Anschaffung habe in erster Linie wirtschaftliche Gründe, erklärte Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE). Im Vergleich mit der momentan geleasten Telefonanlage seien die Kosten für eine eigene Anlage deutlich günstiger. Deshalb soll nach Ablauf des Leasingvertrages am 31. Dezember 2016 eine eigene Telefonanlage angeschafft werden.


5000 Euro Gutschrift

Stadtrat Erwin Horn (NLE) analysierte, dass von der Kostensteigerung ein Großteil einmalige Kosten seien. "Es wäre schön, wenn es im kommenden Jahr keine weitere Kostensteigerung geben würde", meinte Kollege Ludwig Brütting, der sich aber skeptisch zeigte. Seit 1985 sind die Kosten fast jedes Jahr gestiegen. Da die Personaldecke der Stadt dünn sei, müssten womöglich zusätzlich Kräfte eingestellt werden. Die Folge: Kostensteigerung", erläuterte Brütting.

Zufrieden zeigte er sich, dass der Gemeinde Unterleinleiter bei der Festsetzung der Verwaltungsumlage eine Gutschrift von 5000 Euro gewährt wird, die bereits im Beschlussvorschlag verankert war. Um diesen Betrag habe es in den vergangenen Jahren "ein Hauen und Stechen" gegeben. "Schön, dass dies der Vergangenheit angehört", urteilte Brütting.

Die Gemeinde Unterleinleiter erhält den Bonus, weil die Sprechstunden in Unterleinleiter weggefallen sind. Die dadurch eingesparten Kosten werden der Gemeinde gutgeschrieben.

Die Verwaltungsumlage liegt heuer bei 1,03 Millionen Euro. Bei 6882 Einwohnern ergibt sich für Ebermannstadt ein Betrag von 126,80 Euro pro Kopf. Dieser Betrag summiert sich auf 872.637,60 Euro. Unterleinleiter zahlt für seine 1245 Einwohner insgesamt 152.866 Euro. Die Pro-Kopf-Umlage liegt wegen der Gutschrift von 5000 Euro bei nur 122,78 Euro.

Eine Investitionsumlage wird nicht erhoben, weil die geplanten Investitionen aus den Rücklagen finanziert werden können. Geplant sind Investitionen in einer Größenordnung von 55.000 Euro. Die Anschaffungen umfassen den neuen Server, ein neues Zelt und die Erstausstattung für die Vermögensbewertung im Zuge der Umstellung der Haushaltsplanes auf die sogenannte "Doppik".

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