Regensberg
Kunst

Vernissage in Regensberg: Kunstwerke im Korridor

Die Vernissage der Aktion Kunst und Genuss wurde eröffnet. Sie findet unter der Schirmherrschaft des Tourismusvereins Rund ums Walberla statt.
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Zur Eröffnung der Vernissage im Berg-Gasthof Hötzelein in Regensberg spielten die Regnitztaler Saitenmusiker auf.
Zur Eröffnung der Vernissage im Berg-Gasthof Hötzelein in Regensberg spielten die Regnitztaler Saitenmusiker auf.
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Durch den langen Hotelgang in Regensberg lohnt sich derzeit ein gemütlicher Gang. Kunstwerke der Bildhauerin Antje Jakob und der Malerin Uschi Neuwert beleben den langen Flur im Berg-Gasthof Hötzelein teils humoristischer Art und Weise. Die Aktion läuft seit 13 Jahren.

Zwölf Künstler in zehn Kunststationen - darunter sechs Gasthäuser, eine Brauerei, zwei Cafés und die Volksbank Forchheim - nehmen daran teil. Bis Jahresende sind die Werke noch zu bestaunen. Abschließend werden drei Preise ausgelost, die die Volksbank Forchheim als Hauptsponsor, Landrat Hermann Ulm und die fünf beteiligten Gemeinden rund um das Walberla stiften.

Kerzenlicht und dazu Regnitztaler Saitenmusik erzeugen ein stimmungsvolles Ambiente für den Abend der Kunst in Regensberg.
Tanja Engelke begleitet seit Jahren die Aktion, gestaltet zusammen mit Kurt Neubauer in ihrem Grafikatelier in Nürnberg das Themenposter, das jeder erwerben kann, die Flyer und Prospekte.


Werke aus Ton

Engelke führte an diesem Abend locker, spritzig und unterhaltsam ein in den künstlerischen Teil. Sie stellte die Künstler vor. Antje Jakob, die Bildhauerin, zeigt in dieser Ausstellung eine Serie von Renaissance-Porträts, inspiriert von den großen Meistern Dürer und Leonardo setzt sie die gemalten Vorlagen vom zweidimensionalen ins dreidimensionale um.

Sie baut ihre Figuren aus Ton von innen nach außen. Dabei findet sie es spannend, die gemalten Porträts in Ton umzusetzen. Jakob ergänzt sich hervorragend mit der Malerin Uschi Neuwert. Beide Künstler arbeiten gegenständlich und haben einen humorvollen Blick auf die Welt. Unterschiedliche Tierporträts - einmal ganz anders dargestellt - erwarten den Betrachter in den Fluren des Hotels in Regensberg und werden ihn hin und wieder zum stillen Schmunzeln veranlassen. Die Ausstellung bietet Künstlerisches, auf das sich auch der Laie gut einlassen kann. Neben den erwähnten Mitwirkenden nannte Georg Hötzelein im Rückblick dankbar weitere wichtige "Väter" dieser bald zu Ende gehenden Ausstellungen.

Dazu gehört als graue Eminenz der Grafiker und Maler Volker Hahn, der diese Aktion mit aus der Taufe hob oder Eberhard Hofmann. Hofmann schaffte von Anfang an als Leiter des Arbeitskreises Volksmusik im Fränkische Schweiz Vereins die Symbiose von Kunst zur Musik, einem wesentlicher Merkmal der Aktion.

Abschließend zitierte Tanja Engelke den Maler Emil Nolde mit den Worten: "Ich möchte so gern, dass meine Bilder mehr sind, keine zufällig schöne Unterhaltung, nein, dass sie heben und bewegen und dem Beschauer einen Vollklang vom Leben und menschlichen Sein geben". Genau das schaffen die beiden Künstlerinnen in feinsinniger, treffender Art bei der Ausstellung in Regensberg.
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