Forchheim
Wirtschaft

Verdi kritisiert Verhalten der Alpha-Tecc-Geschäftsführung

Nachdem die Geschäftsführung von Alpha-Tecc die Schließung des Forchheimer Geschäfts bekannt gegeben hatte, äußert die Gewerkschaft nun Kritik.
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Die Geschäftsräume des Alpha-Tecc-Marktes im Globus Foto: Josef Hofbauer
Die Geschäftsräume des Alpha-Tecc-Marktes im Globus Foto: Josef Hofbauer
Die Geschäftsführung des Alpha-Tecc Elektro-Markts in Forchheim im Globus-Gebäude gab am Dienstag bekannt, dass die Kette ihre Filiale in Forchheim schließen wird. Auch die Mitarbeiter erfuhren das nur kurze Zeit zuvor. Das beklagt nun die Gewerkschaft Verdi in einer Pressemitteilung.

Die Schließung des Elektromarktes sei für alle Beteiligten überraschend und völlig unerwartet gekommen, heißt es in dieser Pressemitteilung. "Die Vorgehensweise, wie der Arbeitgeber die Kolleginnen und Kollegen vor Ort über die Schließung in Kenntnis gesetzt hat, ist

auf das Schärfste zu verurteilen", schreibt Gewerkschaftssekretär Paul Lehmann, "gestern früh kündigte der Arbeitgeber eine Mitarbeiterversammlung für den gleichen Tag an. Weder der Betriebsrat noch die

Belegschaft wurden über den Inhalt der Versammlung informiert.
Die Mitarbeiterversammlung dauerte nur wenige Minuten, Nachfragen zur Schließung ließ der Arbeitgeber nicht zu." Die Pressestelle der Alpha-Tecc GmbH & Co. KG mit Sitz in St. Wedel hatte am Dienstag die Pressemitteilung verschickt. Eine Stellungnahme zur Pressemitteilung von Verdi und den darin erhobenen Vorwürfen wurde am Mittwoch trotz Nachfrage nicht herausgegeben. Verdi klagt in ihrer Mitteilung zudem, dass Alpha-Tecc die Presse so schnell eingebunden hat, denn dies "bedeutet auch, dass Kolleginnen und Kollegen, die sich derzeit im Urlaub befinden, vermutlich aus der Presse oder dem Internet über den Wegfall ihres Arbeitsplatzes Kenntnis erlangen."

Zudem habe das Unternehmen wiederholt versäumt seinen gesetzlichen Pflichten nachzukommen. "Über die Pläne zur Schließung hätte die Geschäftsführung von Alpha-Tecc in Forchheim frühzeitig mit dem örtlichen Betriebsrat beraten müssen, mit dem Ziel diese zu verhindern", heißt es in der Pressemitteilung von Verdi.
Die Gewerkschaft wolle ihr bestmöglichstes tun, um die Arbeitsplätze und den Standort zu sichern. Zudem erhofft sich Verdi die Unterstützung aus der örtlichen Politik, um den Standort doch noch erhalten zu können. "Hinter jedem Arbeitsplatz verbirgt sich ein Mensch, der für sich und seine Familie den Lebensunterhalt verdienen muss. Für jeden einzelnen Arbeitsplatz lohnt es sich zu kämpfen", betont die Gewerkschaft.
In ihrer Pressemitteilung vom Dienstag sprach die Geschäftsführung davon, dass der Standort Forchheim Ende des Jahres geschlossen wird. haj

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