Gößweinstein
Faschingsumzug

Trojanisches Pferd in Gößweinstein beim Umzug

Rund 40 Gruppen, darunter mehr als die Hälfte mit motorisierten bunten und ausgefallenen Faschingswagen, liefen und fuhren am Sonntagnachmittag bei strahlendem Winterwetter durch die Straßen von Gößweinstein. Rund 5000 Schaulustige jubelten ihnen zu.
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Mehr geht nicht: Schwarz-Gelb Kohlstein wartete mit einem sieben Meter hohen Trojanischen Pferd auf. Fotos: Thomas Weichert
Mehr geht nicht: Schwarz-Gelb Kohlstein wartete mit einem sieben Meter hohen Trojanischen Pferd auf. Fotos: Thomas Weichert
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Die größte Gruppe mit gleich drei riesigen Fahrzeugen kam wie schon in den letzten Jahren aus Kohlstein. Die über 50 Personen starke Truppe von Schwarz-Gelb Kohlstein schoss mit einem sieben Meter hohen Trojanischem Pferd und der Athener Akropolis auch heuer wieder den Vogel ab. Ihr Thema: "Griechenland in der Eurokrise".

"Wir retten die Gmaa und Griechenland aa", meinte Göttervater Zeus der natürlich von Ortsführer Lothar Held gemimt wurde. Ihm zur Seite alle Götter des Olymp wie Athene, die Göttin der Weisheit, oder gleich zwei schöne Helenas.

"Am Arsch der Gmaa"

Einen überdimensionalen "Hintern" hatten sich die Kleingeseer, die sich ohne DSL, ohne Radweg und mit schlechten Straßen buchstäblich "Am Arsch der Gmaa" wähnten, auf ihren Wagen gebastelt. Die Hühnerloher sahen sich vom Wirtshaussterben bedroht. Die Lösung: ein mobiles Wirtshaus. "Hellblau und helau" meinten die Sachsendorfer.

Immer wieder wurde die Schließung des Hallenbads gegeißelt. So durch Neptun und seine Meerjungfrauen: "Wir waren steht's heiter und munter, doch leider ging das Hallenbad unter." Oder durch die "Very important Pottenstaaner", die meinten, dass es ja zum Glück noch die Pottensteiner Wasserwelten gibt.

"Himmel, Hölle und Hexengwörch" war das Thema des Wagens aus Etzdorf und Türkelstein, die Pottensteiner Fußballdamen waren als Zwerge mit "Schneeflittchen" nach Gößweinstein gekommen, und eine weitere Gruppe aus Pottenstein, die sich "Big Orange" nannte, mimte den Sprung des Österreichers Felix Baumgartner aus dem Weltall. Ihr marodes Feuerwehrhaus transportierten die Leutzdorfer mit dem Spruch "Für die Feuerwehr gibt's kein Geld, erst wird der Gmaarod untergstellt" durch den Ort, und die Morschreuhter feierten mit frisch gebackenen Küchla schon mal Richtfest für ihr Kreativzentrum. "Jo, wir schaffen das", meinten die Bauarbeiter.

Skaterbahn ins Hallenbad?

Schön anzusehen und arbeitsintensiv war die Lego-Duplo-Kutsche des Kindergartens Stempferhof, und die Gößweinsteiner Jugend rückte mit einer Skaterbahn an, die sie nun im geschlossenen Hallenbad aufbauen will. "1800 Stunden investiert, bis jetzt ist nix passiert", meinten die Wichsensteiner, die noch immer auf ihre Dorferneuerung warten, während die Bösenbirkiger frotzelten: "Über der Fränkischen Schweiz lacht die Sonne, über Gößmastaa die ganze Welt."

Als Bierflaschen verkleidet setzten die Sportler des SV Gößweinstein kurzerhand den Umzug des Wertstoffhofes zum Bauhof in die Tat um, für die Närrinnen aus Gößweinstein war Zalando der letzte Schrei, und die Oberailsfelder Jugend feierte die "Asfölder Hüttengaudi" standesgemäß mit Bier und Bratwürsten vom Holzkohlegrill. Moni, die tatsächlich Geburtstag hatte, feierte mit ihren bunten Gästen mitten im Zug eine Party.

Prinzenpaare laufen voraus

Am weitesten gereist waren die Kirwaboum und die Feuerwehr aus Hilpoltstein, die auch ihre Garde dabei hatten. Die Rot-Kreuz-Jugend humpelte mit Schwerverletzten und Ärzten durch den Ort. Zwei Faschingswagen kamen auch von Faschingskomitee der SK Kühlenfels-Waidach. Angeführt wurde der Zug von den Prinzenpaaren aus Gößweinstein und Kühlenfels mit ihren Garden.

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