Langensendelbach
Ertüchtigung

Trinkwasseraufbereitung: Langensendelbach hat es eilig

Investitionen bei der Trinkwasseraufbereitungsanlage sind zwingend notwendig. Der Gemeinderat stellt sich dieser Einsicht.
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Der Langensendelbacher Trinkwasserwart Ralf Kraus überprüft die Lüftungsventile eines Filterkessels. Foto: Karl Heinz Wirth
Der Langensendelbacher Trinkwasserwart Ralf Kraus überprüft die Lüftungsventile eines Filterkessels. Foto: Karl Heinz Wirth
Alexander Dürrschmidt vom gleichnamigen Planungsbüro aus Nürnberg erklärte nun den Langensendelbacher Gemeinderäten, dass zwingend Investitionen bei der Trinkwasseraufbereitungsanlage notwendig sind. Nur so sind seiner Ansicht nach der Anlagenbetrieb aufrechtzuerhalten sowie die vorgeschriebenen Grenzwerte nach der Trinkwasserverordnung zu gewährleisten.

"Immer häufiger treten Betriebsstörungen im Anlagenbereich auf", erläuterte Dürrschmidt den Gemeinderäten. Zusammen mit dem Trinkwasserwart Ralf Kraus wurde die Anlage begutachtet und dabei festgestellt, dass verschiedene Anlagenteile defekt sind und dringend ausgetauscht werden müssen.

So arbeiten die Be- und Entlüftungsventile für die Filterkessel nicht mehr korrekt. Man versuchte zwar die Ventile zu reparieren - hatte damit nur kurzfristigen Erfolg. Ferner sind nach den Angaben Dürrschmidts "zuverlässige Durchflussmessungen" erforderlich. Hierzu sollte schnellstmöglich eine elektrisch gesteuerte Regelarmatur in die Umgehungsleitung installiert werden. Auch das Filtermaterial in den beiden Filterkesseln sollte nach 28 Jahren unbedingt ausgetauscht werden, um eine ausreichende Filtration und einen gleichmäßigen Betrieb der Kessel für die Zukunft zu ermöglichen.

Es ist laut Dürrschmidt zudem wichtig, das Sandkiesbett richtig auszuspülen. Für diese Maßnahmen fallen Kosten in Höhe von rund 60 000 Euro an. "Das Geld wäre jedoch gut angelegt", meinte Dürrschmidt. Zum Thema der Hochbehälter stellte er den Räten anschließend ein weiteres Mal verschiedene Varianten vor. Ob der Hochbehälter aus Edelstahl, Kunststoff oder in herkömmlicher Betonbauweise erstellt wird, soll nach einer vorherigen Kostenermittlung in einer der nächsten Gemeinderatssitzung geklärt werden.


Noch in diesem Jahr

In diesem Zusammenhang erinnerte Gemeinderat Jochen Düsel (CSU) daran, dass mit dem Bau oder der Ertüchtigung des Hochbehälters unbedingt 2018 begonnen werden sollte. Schon im vergangenen Jahr sei schließlich ein entsprechender Beschluss gefasst worden. Nach eingehender Diskussion kamen die Räte nun überein, die notwendigen Maßnahmen an der Aufbereitungsanlage noch in diesem Jahr durchzuführen.
Mit der geplanten Erweiterung des Hochbehälters wird sich der Langensendelbacher Gemeinderat nach der Sommerpause befassen.

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