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Nankendorf
Tradition

Tollkühne Teilnehmer in Brühtrögen

Seit einem Vierteljahrhundert ist Nankendorf für sein Brühtrogrennen bekannt. "Wir sind oft kopiert, doch nie erreicht worden", freut sich Moderator Christian Görl über das Alleinstellungsmerkmal des Orts.
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Mit letzter Muskelkraft und einer Menge Spßa kämpfen die Teilnehmer um den Sieg. Fotos: Weichert
Mit letzter Muskelkraft und einer Menge Spßa kämpfen die Teilnehmer um den Sieg. Fotos: Weichert
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Das 25. internationale Brühtrogrennen im Waischenfelder Ortsteil Nankendorf hat nach Auskunft der örtlichen Feuerwehr rund 1000 Zuschauer an die Wiesent gelockt. Moderiert und humorvoll kommentiert wurde das Brühtrogrennen erneut von Feuerwehrchef Christian Görl.

26 Mannschaften traten in diesem Jahr in den Brühtrögen gegeneinander an. Nicht wenige von gingen dabei baden - sehr zur Freude der Zuschauer versteht sich. Spott haben die Bruchpiloten allerdings nicht verdient. Es ist gar nicht so einfach, ein wackeliges und unförmiges Boot zu steuern. Auf der anderen Seite hatte es auch den Eindruck, dass es den meisten Teams ohnehin nicht so sehr um den Sieg, sondern eher um den Spaß ging. Und bei den sommerlichen Temperaturen war ja ohnehin nichts gegen ein bisschen Erfrischung in der kühlen Wiesent einzuwenden.

Hubert Dipoli stammt aus Südtirol.
Er fühlt sich aber schon längst als waschechter "Langerdorfer", - so bezeichnen die Einheimischen in Nankendorf sich selbst. Vor vielen Jahren hat er eine Frau aus Nakendorf geheiratet und beim Busunternehmen Lindner eine Arbeit gefunden.

Hier geblieben zu sein, bereut Dipoli nicht. "Die Menschen hier, das ist ein ganz besonderer Schlag", sagt er.
Und dass sich die Nankendorfer ausgerechnet ein Brühtrogrennen ausrichten, ist auch ganz nach Dipolis Geschmack. "Das ist einfach klasse", sagt er. Viele Gäste waren in diesem Jahr schon früh gekommen, um sich ganz vorn am Fluss einen Platz zu reservieren. 80 Prozent der Besucher sind Auswärtige, schätzt Dipoli. "Das ist immer eine große Gaudi", freut er sich.

Nadine Noppenberger kommt dagegen aus Fürth und ist Sozialpädagogin beim Verein "Lebenshilfe Fürth". Sie ist mit einem ganzen Bus mit behinderten Menschen zum Rennen gekommen. Gegen 12 Uhr mittags waren sie schon da und haben hier auch zu Mittag gegessen. Sau am Spieß oder Schnitzel und Pfefferbraten gab es.
"Das Essen war sehr gut. Da ist nichts auf den Tellern übrig geblieben", freute sich Noppenberger. Das Brühtrogrennen selbst fand sie "recht unterhaltsam". Sicher sei schon jetzt eines: "Wir kommen bestimmt wieder", sagt Nadine Noppenberger.

Christan Görl verstand es als Moderator auch in diesem Jahr, die ganze Veranstaltung mit viel Humor den Zuschauern näherzubringen. Ins Leben gerufen hatte das Nankendorfer brühtrogrennen der frühere Kommandant Konrad Poser.

20 Helfer arbeiten im Vorfeld der Veranstaltungen etwa sechs Tage daran, dass später auch wirklich alles wie am Schnürchen klappt.
So muss das Flussbett ausgemäht oder auch das Zelt aufgestellt werden. "Wir haben ein Grillfest mit einer einmaligen Attraktion", sagt Görl. Die Nankendorfer sind stolz darauf, etwas ganz Individuelles hinbekommen zu haben. "Das Erdinger Sautrogrennen ist da nur eine Kopie. Man hat uns oft kopiert, doch nie erreicht", sagt Görl.

Blick von der Drehleiter

Und selbst Elke Gick, die an diesem Tag ihren 50. Geburtstag feierte, hatte es sich nicht nehmen lassen, frische Küchla zu backen. Darüber freuten durfte sich die Nankendorfer Feuerwehr.
Für die Kinder gab es Attraktionen wie die große Hüpfburg die ständig belegt war, oder das Kinderschminken. Sie konnten das ganze Spektakel allerdings auch auf der Drehleiter der Feuerwehr Waischenfeld von oben betrachten.

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