Forchheim
Innovation

Medical Valley in Forchheim eröffnet: Symbiose von IT und Medizin

Wirtschaftsministerin Ilse Aigner eröffnete das "Medical Valley" in Forchheim.
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Die Bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner eröffnete zusammen mit Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD), Alt-Oberbürgermeister Franz Stumpf und Professor Erich Reinhardt das Medical Valley Center Forchheim. Diese Einrichtung, so die Festredner, biete wachstumsstarken Unternehmen im Bereich Medizintechnik und Gesundheitswirtschaft ausgezeichnete Wachstumschancen. Den kirchlichen Segen erteilten Pfarrer Martin Emge (St. Martin) und Pfarrer Enno Weidt (St. Johannis).

Victor Naumann, Geschäftsführer des Medical Valley Center, zeigte sich überzeugt, dass diese Einrichtung den Standort nachhaltig stärken werde und dass von diesem Haus erhebliche Strahlkraft und zahlreiche Impulse für die Medizintechnik ausgehen werden.

Wirtschaftsministerin Ilse Aigner bescheinigte Ex-Oberbürgermeister Franz Stumpf, dass er für dieses Projekt alle Hebel in Bewegung gesetzt und jede Menge Herzblut investiert habe. Das Wirtschaftsministerium habe in das Forchheimer Medical Valley als Teil der Nordbayern-Offensive zehn Millionen Euro investiert. Hier habe ein Rad perfekt in das andere gegriffen. Das Medical Valley nannte die stellvertretende Ministerpräsidentin "ein Synonym für erfolgreiche Gründer und Netzwerkarbeit".

Angesichts des Umfeldes sei der Erfolg garantiert. Das Ökosystem in Sachen Medizintechnik sei einmalig, lobte Aigner. Die Region sprühe vor Innovationskraft. Vor allem die Vernetzung von IT und Medizintechnik biete Potenzial für neue Arbeitsplätze. Das passe perfekt zur Zielsetzung "Bayern digital".
Die Wirtschaftsministerin machte auch Hoffnung auf einen Lehrstuhl im Bereich der Gesundheitstechnik in Forchheim. Als potenzielle Lehrstuhl-Inhaberin nannte die Ministerin die Physikerin Silke Christiansen, die mit dem Innovationsnetzwerk für neue Materialien (INAM) bereits Mieter des Medical Valley ist.
Oberbürgermeister Uwe Kirschstein unterstrich, dass in dem 4800 Quadratmeter großen Gebäude bereits 120 neue Arbeitsplätze entstanden seien. Er zeigte sich zuversichtlich, dass durch das Innovationszentrum Medical Valley der Ruf Forchheims als Hightech-Region im Bereich der Medizintechnik gefestigt werde. Kirschstein hoffte auf nationale und internationale Kooperationen zwischen Industrie und Forschung, die zur Serienreife gelangen mögen.
Der Vorstandsvorsitzende des Medical Valley, Erich R. Reinhardt, sah darin einen ungeahnten Wachstumsmarkt. Die Qualität der Gesundheitsversorgung verändere sich permanent und werde weltweit nachgefragt. Auch Reinhardt hoffte, dass möglichst viele Geschäftsprodukte entstehen.
Ex-Oberbürgermeister Franz Stumpf erhoffte sich, dass die Neu-Entwicklungen zu Einsparungen im Gesundheitswesen führen. Sein Wunsch: Ein Innivationscampus für IT und Medizintechnik.
Abschließend stellten sich die ersten Mieter des Medical Valley kurz vor. Mit dabei sind die Forchheimer Unternehmen Elektro Kaiser oder das Folienunternehmen Infiana. Bis Jahresende soll eine 90-prozentige Auslastung erreicht werden. Aber es soll immer Platz sein für junge Unternehmen, wünschte sich einer der Väter des Projektes, Alt-Oberbürgermeister Franz Stumpf.

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