Pinzberg
Gemeinderat

Stellplatzfrage bewegt Gemüter

Eine frühere Bankfiliale in Pinzberg soll jetzt als Wohnhaus genutzt werden. Haken an der Sache: Es gibt auf dem Grundstück keine Parkplätze. Der Gemeinderat hat die Nutzungsänderung zum zweiten Mal abgelehnt.
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Das ehemalige Bankgebäude in Pinzberg, eingezwängt zwischen den Häusern Foto: Franz Galster
Das ehemalige Bankgebäude in Pinzberg, eingezwängt zwischen den Häusern Foto: Franz Galster
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Spannend entwickelt sich die Diskussion im Gemeinderat um Stellplätze in Pinzberg. Auslöser ist eine ehemalige Bankfiliale gegenüber dem Gasthaus Schrüfer. Diese wurde 2013 geschlossen. Ein Bürger der Gemeinde Pinzberg erwarb das Haus und vermietete es an eine größere Familie. Er stellte den fälligen Nutzungsantrag bei der Gemeinde, die ihn am 31. März 2014 ablehnte und an das Landratsamt Forchheim zur weiteren Behandlung weiterleitete. Jetzt lag die Nutzungsänderung nochmals dem Gemeinderat zur endgültigen Stellungnahme vor.

Vorsorglich verwies die Kreisbehörde darauf, dass sie sich eine Ersatzvornahme vorbehalte. Das heißt im Klartext, dass sie der Nutzungsänderung eventuell auch bei einer Ablehnung zustimmen würde. Kern des Anstoßes sind die fehlenden Parkplätze, die eine lange Geschichte haben.
1979 hat das Landratsamt die Bankfiliale genehmigt, ohne dass ausdrücklich das Thema Bereitstellung von Parkplätzen eine Rolle spielte. Sie sind nirgends erwähnt, wie Bürgermeister Reinhard Seeber (CSU/Bürgerblock) erläuterte. Die Gemeinde wurde damals vom Landratsamt auch nicht darauf aufmerksam gemacht.

Drei Parkplätze wären für die Nutzung vorzusehen gewesen. Seit zehn Jahren hat sich die Kommune eine Stellplatzverordnung gegeben. Demnach sind bei der Art der beantragten Umwidmung zwei Parkplätze zwingend vorgeschrieben. Nach Ansicht des Landratsamtes beinhaltete ihre ursprüngliche Genehmigung drei Stellplätze, also wäre die Anforderung für zwei Stellplätze erfüllt. Das Problem ist nur, dass kein Stellplatz bei den beengten Platzverhältnissen vorhanden ist.

Thema auch für die Bürger

Die Umstände bewegen mittlerweile die Volksseele im Ort. Dementsprechend emotional gestaltete sich auch die Diskussion. Allerdings fiel die Entscheidung im Rat mit 10:2 Stimmen gegen die Nutzungsänderung wieder recht deutlich aus. Jetzt geht der Antrag wieder an das Landratsamt. In Anbetracht der Sachlage darf man gespannt sein auf die dortige Entscheidung.

Einstimmig angenommen hat das Gemeindegremium den Vergleichsvorschlag zum Thema Spielbetrieb am DFB-Sportfeld an der Schule in Pinzberg. Ein Bürger hatte sich über den Lärm und die Spielzeiten beschwert. Demnach stellt die Gemeinde bis für das Spielfeld bis 1. Oktober 2014 einen offiziellen Bauantrag an das Landratsamt. Gleichzeitig lässt sie eine Benutzer- und Spielerordnung bis Ende August erstellen. Darin wird u. a. vorgegeben, dass nur Hallen- und Softbälle verwendet werden dürfen. Außerdem sind nur Bürger der Gemeinde Pinzberg berechtigt, den Platz zu nutzen. Dieser darf nur werktags bis 20 Uhr bespielt werden. Innerhalb von drei Monaten nach Erlass der Baugenehmigung ist von der Gemeinde eine Lärmschutzwand zu errichten.
Keine Einwände gibt es seitens der Gemeinde zum Bebauungs- und Grünordnungsplan Forchheim-Reuth, Bereich nördlich von der Ruhstraße und westlich des Oberen Schulweges im Rahmen der Behördenbeteiligung sowie der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange.

Vergeben wurde die Aufstellung des Bebauungsplans für das Baugebiet "Pfaffenäcker". Den Auftrag führt die Planungsgruppe Strunz, Bamberg aus.

An der Einmündung der Brünnleinswiesen zur Staatsstraße in Dobenreuth soll künftig ein Verkehrsspiegel mehr Sicherheit schaffen. Die breite Staatsstraße verleitet dorfauswärts, Richtung Gosberg, manchen Autofahrer zu überhöhter Geschwindigkeit. Der Spiegel soll mehr Klarheit verschaffen. Außerdem sind auch Geschwindigkeitskontrollen zu erwarten.

Drei zusätzliche Krippenplätze

Neu ausgeschrieben wird mangels Beteiligung die Sanierung der Turnhalle Pinzberg. Die Kinderkrippe in der Nachbarschaft ist zurzeit für zwölf Kinder ausgelegt. Der Bauhof der Gemeinde wird während der Ferien Umbauten vornehmen, so dass die Zahl auf 15 Kinder bedarfsgerecht erhöht werden kann.

Fortschritte gibt es beim Baugebiet um die ehemalige Hausmülldeponie Gosberg. Bei einem Termin vor Ort mit der Bodenschutzbehörde wurde festgelegt, dass 60 cm Boden abgeschoben und mit Mutterboden aufgefüllt werden müssen. Ebenso ist der Bauaushub zu entsorgen.
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