Forchheim
OB-Wahl

Stadt Forchheim vergisst Stimmzettel zu verschicken

Bei m Verschicken der Unterlagen für die OB-Stichwahl sei der Stadt Forchheim "ein gravierender Fehler unterlaufen", gesteht Dieter Walda.
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Die Stadt Forchheim musste sich bei den Briefwählern entschuldigen. Repro: Fränkischer Tag
Die Stadt Forchheim musste sich bei den Briefwählern entschuldigen. Repro: Fränkischer Tag
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Rund 3000 Briefwahlunterlagen hatte die Stadt verschickt. Vergangene Woche meldeten sich dann rund 50 Bürger, die in ihren Unterlagen keinen Stimmzettel vorfanden. "Bei einer nachträglich nicht mehr zu bestimmenden Anzahl von Briefsendungen ist kein Stimmzettel einkuvertiert worden", entschuldigt sich die Stadt in einem Schreiben an die Bürger.

Wie Dieter Walda, stellvertretende Forchheimer Wahlleiter, am Mittwoch auf Nachfrage erläuterte, waren mehrere Arbeitsgruppen an der Versendung der Unterlagen beteiligt. In einer Gruppe sei offenbar "schlampig" gearbeitet worden. Daher wurden die Unterlagen am Samstag erneut verschickt. Bürger, die auf dem Weg in den Urlaub waren und nicht warten konnten, bis die Post am Montag oder spätestens am Mittwoch eintrifft, wurden noch am Wochenende von städtischen Boten mit Wahlunterlagen versorgt.


Wahlbetrug möglich?

Die Gefahr, dass es zu Wahlfälschungen kommen könnte, weil nun doppelte Stimmzettel im Umlauf sind - diese Gefahr bestehe nicht, betont Dieter Walda: "Die Wahlvorstände in den Wahllokalen erkennen, ob jemand die Briefwahl beantragt hat, denn es muss ja der Wahlschein vorgelegt werden. Wer die Briefwahl beantragt hat, ist im Wahlregister gesperrt, er kann also nicht zwei Mal wählen. Es gibt folglich kein Risiko."

Wer es darauf anlege, Stimmzettel zu fälschen, könne das ohnehin tun, sagt Walda. "Er braucht nur den Zettel zu Hause auf den Kopierer legen und vervielfältigen." Doch die Wahlvorstände an der Urne achteten ja darauf, dass keiner zwei Zettel einwirft.
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