Kirchehrenbach
Sicherheit

Spezialfahrzeug für Kirchehrenbach

Die Gemeinde Kirchehrenbach könnte zum Standort eines speziellen Feuerwehrlogistikfahrzeugs werden.
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Kreisbrandrat Oliver Flake (l.) erläutert das Kreis-Katastrophenkonzept dem Kirchehrenbacher Gemeinderat. Foto: Pauline Lindner
Kreisbrandrat Oliver Flake (l.) erläutert das Kreis-Katastrophenkonzept dem Kirchehrenbacher Gemeinderat. Foto: Pauline Lindner
Die Gemeinde Kirchehrenbach am Fuße des Walberla könnte der Standort eines speziellen Feuerwehrlogistikfahrzeugs werden. Kreisbrandrat Oliver Flake stellte dem Gemeinderat das weiterentwickelte Katastrophenkonzept des Landkreises vor.
Der 7,5 Tonnen schwere Logistikwagen soll Rollcontainer als Ladung haben und bei Bedarf zu großen Einsätzen im ganzen Kreis gerufen werden. Die Ladung besteht aus Material und Gerätschaften, die bei bestimmten Einsätzen in großer Menge gebraucht werden. Flake nannte als Beispiele aus dem vergangenen Jahr, wo der neue Wagen hätte eingesetzt werden können, einen Tankwagenbrand in Forchheim, einen Dachstuhlbrand in Gosberg oder die Vermisstensuche an einem Baggersee.


Besonders lange Schläuche

Insgesamt habe es 2015 sieben solcher Großeinsätze für die Wehren im Kreis gegeben.
Für Kirchehrenbach kann er sich beispielsweise einen Brand am Walberla vorstellen, wo besonders lange Schläuche benötigt würden.
"Die Basis für unsere Überlegungen ist eine Risikoanalyse für den ganzen Landkreis", erläuterte Flake den Ansatz. Demnach sind Naturereignisse das besondere Risiko im Kreisgebiet. Jahrzehnte habe es keinen Einsatz wegen des Austretens von gefährlichen Stoffen und Gütern gegeben. Deshalb befürchtet der Fachmann in diesem Bereich ein steigendes Risiko.
Der Kreis verstärkt für diese Gefahrensituation die Feuerwehrausrüstungen an den Standorten Forchheim, Ebermannstadt und insbesondere Gräfenberg. Kirchehrenbach liegt in der dicht besiedelten Zone II des Kreises rund um den zentralen Ort Forchheim.
Denn naheliegenderweise sind gefährliche Ereignisse im dicht besiedelten Raum häufiger zu erwarten. Das Fahrzeug dient als Zubringer zu den speziellen Einsatzgruppen, steht aber ansonsten der Wehr, bei der es im Fuhrpark steht, zur Verfügung. Deshalb hat der Landkreis eine Finanzierung durch die Gemeinde vorgesehen, bezuschusst aber die Anschaffung noch mit der Hälfte der nicht anderweitig gedeckten Kosten. Dieser Gedanke gefiel Georg Maltenberger (FW) nicht. Flake sieht den Nutzen für die örtliche Wehr als groß an, der Kreiszuschuss decke eben die überörtlichen Einsätze ab.


Zu wenige Einsätze

Wenn Kirchehrenbach kein Interesse zeige, werde man eine andere Gemeinde ansprechen. Von einer Anschaffung durch den Kreis zu 100 Prozent habe man abgesehen, denn dafür sei die jährliche Zahl von schlimmen Großereignissen zu gering.
Das Fahrzeug werde im Verhältnis zu den Kosten, die sich auf etwa 120 000 Euro belaufen, zu wenig eingesetzt.






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