Heiligenstadt

Singende Domspatzen in Heiligenstadt

Von Regensburg nach Heiligenstadt - diese Reise haben die Domspatzen auf sich genommen, um Zuhörer mit dem Klang eines Knabenchores zu verwöhnen.
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Die St.-Paul-Kirche war bei dem Konzert der Domspatzen gut gefüllt. Foto: Carmen Schwind
Die St.-Paul-Kirche war bei dem Konzert der Domspatzen gut gefüllt. Foto: Carmen Schwind
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Die letzten Töne verklingen. Kurzes Innehalten, dann stehen die Zuhörer in der St.-Paul-Kirche in Heiligenstadt auf und klatschen.
Anlässlich des Kirchenjubiläums waren die Regensburger Domspatzen am vergangenen Samstag mit ihrer Chorleiterin Kathrin Giehl zum Konzert Cantate Domino in die Fränkische Schweiz gekommen.

Dabei wurden sie von Ludwig Schwarztrauber am Klavier begleitet. Pfarrer Christian Kaiser berichtete, dass eigentlich ein Weihnachtskonzert hätte stattfinden sollen. Doch es habe sich gut ergeben, so dass das Konzert zum Kirchenjubiläum organisiert werden konnte. "Das ist schon etwas Besonderes", meinte Kaiser und lobte das Engagement von Andrea Hertling, die den Kontakt zum Chor hergestellt hatte.

Der Nachwuchschor der Regensburger Domspatzen sang unter anderem den fünfstimmigen Chor Lauda Sion Salvatorem mit Klavierbegleitung von Johannes Köppl, der bei vielen der Gäste Gänsehaut
hervorgerufen hatte. Noch bekannter dürfte Felix Mendelssohn Bartholdy sein. Von ihm sangen die jungen Künstler den vierstimmigen Chor mit Solo und Begleitung am Klavier Te Deum.

Viele der Besucher sangen in Gedanken bei Amazing Grace von Peter Hammersteen mit. "Das ist ein absoluter Höhepunkt, so ein Konzert in Heiligenstadt", meinte Christoph von Stauffenberg, der den Chor nach der Sonntagsmesse ins Schloss Greifenstein eingeladen hatte. Sein Kastellan und Autor Rainer Benker sprach von einem fantastischen Klangkörper und einer besonderen Fülle, die er bei einem Chor noch nie wahrgenommen habe. Baptist Schütz war aus Zapfendorf gekommen: "Das war fantastisch!" Dieser Meinung schloss sich Christa Dölfel an: "Ich bewundere die Disziplin der Jungs. Da muss man wirklich Freude am Singen haben." Auch Chorleiterin Kathrin Giehl war zufrieden. Sie stammt aus Schlüsselfeld und studierte in Regensburg. Als sie 2007 das Studium beendet hatte, war die Stelle des Chorleiters vakant. Sie bewarb sich und wurde genommen. "Das war so eine offene und fröhliche Stimmung. Da reagierte das Publikum auf den Chor und umgekehrt", sagte Kathrin Giehl.

Jedes Konzert sei ein neues Ereignis und zu Beginn mit Anspannung verbunden. "Jetzt gehe ich entspannt essen", meinte Giehl und verabschiedete sich. Die Sänger des Chores sind zwischen zehn und 18 Jahren alt. In Heiligenstadt waren sie bei Gasteltern untergebracht. Paul Schappert und Felix Sperber wurden von Winfried Hollfelder, einem Mitglied des Pfarrgemeinderats, abgeholt. "Das war für uns ein richtig erfolgreicher Abend. Das Konzert war wunderschön und die Kirche war - trotz vieler anderer Veranstaltungen heute - voll besetzt", schwärmte Hollfelder. Domspatz Paul war begeistert von der Stimmung und der Akustik in der Kirche. "Das macht das Baumaterial aus, das klingt gut", philosophierte Paul und Kollege Felix meinte: "Das haben wir gut gesungen. Das war unser bestes Konzert in diesem Jahr. Bis auf den hohen Ton im Sanctus."

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