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Ebermannstadt
Umbau

Sieben Meter hohe Kletterwand für Ebermannstadter Realschüler

Die Sporthalle der Realschule Ebermannstadt erstrahlt nach der Renovierung und mit einer sieben Meter hohen Kletterwand in neuem Glanz.
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Patrick Matros (l.) erklärt das Vorgehen an der neuen Kletterwand, während der Sportlehrer Philipp Warda den Schüler Moritz Welt sichert. Foto: Andreas Hofbauer
Patrick Matros (l.) erklärt das Vorgehen an der neuen Kletterwand, während der Sportlehrer Philipp Warda den Schüler Moritz Welt sichert. Foto: Andreas Hofbauer
Seit 1970 steht die Sporthalle Ebermannstadt bereits. "Es war an der Zeit, etwas zu machen", brachte es der Forchheimer Landrat Hermann Ulm (CSU) auf den Punkt, als die renovierte Sporthalle der Realschule Ebermannstadt eingeweiht wurde.

Rund 2,3 Millionen Euro waren für das Unterfangen veranschlagt, aber die Kosten werden wohl unterschritten. "Das kann man in der heutigen Zeit auch mal hervorheben, wo ja alles immer teurer wird", erklärt Ulm. Das Ergebnis kann sich dabei sehen lassen. "Die Halle erstrahlt nach dem Umbau in neuem Glanz und berücksichtigt nun auch neueste Standards", freute sich Schulleiter Michael Schmidt.


Neue Isolierung

Die neue Isolierung sorgt sowohl im Winter für Wärme als auch für ein angenehmes Klima im Sommer dank der guten Belüftung. Dazu kommt ein neuer Schwingboden in der Halle und ein Prallschutz an den Wänden. Auch die Betonbauteile wurden generalüberholt, um die Statik des Gebäudes nicht zu gefährden.

Der größte Hingucker ist aber die sieben Meter hohe Kletterwand. Für die Integration der Kletterwand eingesetzt hat sich der Sportlehrer und leidenschaftliche Klettersportler Philipp Warda. "Klettern erlebt in den letzten Jahren einen enormen Aufschwung", schildert Warda. Wenn das Kletterparadies Fränkische Schweiz schon quasi vor der Haustüre liege, warum sollte man den Klettersport nicht auch den Schülern von Ebermannstadt näherbringen?

Ganz ähnlich sieht das Patrick Matros, der zum einen Sportlehrer selbst ausbildet und über die pädagogischen Auswirkungen des Klettersports auf Jugendliche forscht. "Ein so facettenreicher Sport kann ein Ventil sein und die Schüler in letzter Konsequenz zu besseren Leistungen in der Schule bringen", meint er.


Einblicke in die Sportart

Beeindruckend waren die Leistungen von Moritz Welt aus der 10. Klasse des Gymnasiums Fränkische Schweiz Ebermannstadt, der seit zwölf Jahren klettert und während der Einweihungsfeier den Schülern einen guten Einblick in die Sportart geben konnte.

Grund zur Sorge gab es aber keinen. "Klettern ist deutlich sicherer als zum Beispiel Fußballspielen", beteuert Matros. Damit auch wirklich nichts passieren kann, waren auch die Pfarrer Zlatko Kidjemet aus Ebermannstadt und Ulrike Werner aus Streitberg vor Ort und sicherten der Sporthalle den göttlichen Beistand mit ihrer Segnung. Wie Ulrike Werner in ihrer Ansprache passend aus dem Buch Josua verlauten ließ: "Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht." Was könnte wohl besser zu einem Kletterabenteuer in der Schule passen?

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