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Sie sind "Riesenclubberä"

Die Clubfreunde Todsfeldtal bestehen erst seit gut einem Jahr, zählen aber bereits 75 Mitglieder.
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Beim Überreichen der Aufnahmeurkunde (von links): Zweiter Vorsitzender Alfred Lanzendörfer, Jürgen Bergmann (1. FCN) , Vorsitzender Markus Linsner und Johannes Bisping (1. FCN) Foto: Reinhard Löwisch
Beim Überreichen der Aufnahmeurkunde (von links): Zweiter Vorsitzender Alfred Lanzendörfer, Jürgen Bergmann (1. FCN) , Vorsitzender Markus Linsner und Johannes Bisping (1. FCN) Foto: Reinhard Löwisch
677 - das ist die Fanclubnummer des Vereins Clubfreunde Todsfeldtal beim 1. FC Nürnberg (FCN). Der Fanclub wurde am 25. Januar 2015 im Sportheim in Egloffstein gegründet. "Damals hatten wir 26 Gründungsmitglieder. Im letzten Jahr hat sich die Anzahl der Mitglieder auf 75 erhöht", führt Vorsitzender Markus Linsner an. Kassier Swen Dorn platzt heraus: "Aber bei 1000 machen wir Schluss. Und das hundertste Mitglied wird der Ali, ein Bayern-Fan."

Der Zweite Vorsitzende, Alfred Lanzendörfer, beteuert schnell: "Wir haben nichts gegen Bayern-Fans. Die dürfen auch hier in die Bar und Spiele mit uns ansehen." Gerade da geht die Tür auf und ein Bayernfan schaut sich um. Er verlässt den Raum aber gleich wieder, um vor der Bar zu rauchen.

Schon früher habe es einen Verein gegeben, erzählt Linsner. Das sei eingeschlafen. "Ich bin der Meinung, dass wir hier einen Fanclub brauchen.
Der Nachwuchs muss in die richtigen Fußstapfen gebracht werden. Sonst werden die Fans von einem Fußballverein im Süden", bringt der erste Vorsitzende an. Er habe ehemalige Vorstandskollegen angesprochen, und die waren ebenso von der Idee einer Neugründung begeistert. Dann wurden ehemalige Mitglieder angeschrieben, Formulare vom 1. FC Nürnberg ausgefüllt und ein Verein gegründet. "Bei der Überreichung der Urkunde kamen vom Club der Fanbeauftragte Jürgen Bergmann und der Aufsichtsrat Johannes Bisping. Das war super, denn die haben uns alle Fragen offen beantwortet", berichtet Lanzendörfer stolz.


Hart im Nehmen müssen sie sein

Warum wird man eigentlich Fan des FCN? Alle sind sich einig, dass gerade der FCN Fans braucht, die hart im Nehmen sind und auch in schlechteren Zeiten für ihren Fußballverein da sind. "Der Zusammenhalt der Fans ist einfach super", versichert Linsner. Und Lanzendörfer ergänzt: "Für die Spieler auf dem Spielfeld ist es wichtig, dass sie durch uns im Stadion motiviert werden." Schließlich würden sie selbst auch lieber vor 150 statt vor 15 Zuschauern spielen. "Und wenn die dann noch jubeln, macht einen das auf dem Rasen durchaus schneller", bringt Lanzendörfer an. Dazu bemerkt Swen Dorn: "Uns hat doch noch niemand zugejubelt."

Zum Spiel des FCN gegen 1860 München waren die "Clubfreunde Todsfeldtal" in einem Bus mit den Clubfreunden aus dem Trubachtal gefahren. "Wir planen heuer ein kleines Turnier mit befreundeten Fanclubs", erzählt Alfred Lanzendörfer. Das Geld, das dabei eingenommen wird, soll später einem gemeinnützigen Zweck zugeführt werden. Im vergangenen Jahr wurden T-Shirts für den Verein gemacht und Bierkrüge.

Doch nicht nur Männer, sondern auch Frauen und Kinder sind Mitglied bei den Clubfreunden. "Wir haben Mitglieder von zwei bis 65 Jahren", sagt Lanzendörfer. Hier meldet sich Swen Dorn zu Wort: "Mein Kleiner bekam zur Taufe schon Clubklamotten und eine Clubfahne. Mein Vater wollte ihm eine Bayernfahne schenken. Die durfte er wieder mitnehmen."

Es ist viel geschehen in dem einen Jahr. Das Ziel für 2016 formuliert Alfred Lanzendörfer so: "Wir haben seit unserer Geburt eine Liebe zum Club. Deshalb unterstützen wir den FCN so gut, dass er dieses Jahr aufsteigt. Jawoll."

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