Ebermannstadt
Sanierung

Sicherer und behindertengerecht

Das Ämtergebäude des Landratsamtes Ebermannstadt soll den aktuellen Sicherheitsbestimmungen angepasst werden.
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Decken und Geländer sind im Flur des Ämtergebäudes in Ebermannstadt aus Holz. Aus Brandschutzgründen sollen sie entfernt werden. Foto: Josef Hofbauer
Decken und Geländer sind im Flur des Ämtergebäudes in Ebermannstadt aus Holz. Aus Brandschutzgründen sollen sie entfernt werden. Foto: Josef Hofbauer
Bei dem Wort mangelhaft schrillten bei Kreisrat Sebastian Körber (FDP) alle Alarmglocken. Architekt Stefan Renner vom Ingenieurbüro Schwarzmann aus Hollfeld, der den Mitgliedern des Kreis-Bauausschusses die Planung für die Brandschutz-Sanierung und Herstellung der Barrierefreiheit des Ebermannstadter Ämtergebäudes präsentierte, hatte dem Brandschutz eine glatte Fünf erteilt.

"Heißt das, dass wir für dieses Gebäude überhaupt keinen Brandschutz haben oder ist der Brandschutz einfach nicht mehr zeitgemäß?", hakte Körber nach. Ebenso wollte er wissen, welcher Prüfer dem Gebäude diese Note verpasst hatte.


Keine Salamitaktik

Körber sprang auch Lisa Badum (Die Grünen) zur Seite, die eine konkrete Bausumme genannt wissen wollte. In der Sitzungsvorlage war das offen geblieben. Stattdessen hieß es in den Unterlagen: Bei den von Stefan Renner berechneten Kosten von 621 000 Euro seien eventuelle Verbesserungen der Sanitär- und Lüftungsanlagen nicht enthalten.

Hier stellte Körber klar: "Eine Salami-Taktik wie beim Ehrenbürg-Gymnasium möchte ich nicht schon wieder haben. Da bin ich strikt dagegen." Körber wollte wissen, welche Kosten für dieses Gebäude in den nächsten 15 Jahren auf den Landkreis zukommen. "Immerhin bekommen wir für gut 600 000 Euro auch 350 Quadratmeter Neubau", gab Körber zu bedenken. Edwin Dippacher (CSU) räumte ein, dass die mehrfach verschobene Maßnahme nun endlich in Angriff genommen werden müsse. Und Richard Gügel (Freie Wähler) erinnerte daran, dass im Zuge der Elektroarbeiten die Beleuchtung durch Energiesparlampen oder LED ersetzt werden müsse.

Hermann Greif (CSU) wunderte sich, warum der Aufzug für die Barrierefreiheit im Ämtergebäude zwei Türen haben muss. "Unnötig", befand Sebastian Körber und wertete diese Sonderausstattung als "Verschwendung von Steuergeldern." In der Abstimmung darüber konnten sich Körber und Greif nicht durchsetzen. Alle anderen waren der Ansicht, dass sich der Landkreis im Sinne der Rollstuhlfahrer diesen Luxus gönnen solle. "Bei dieser Gesamtsumme kommt es auf 10 000 Euro nicht an" befand Richard Gügel.
Die Baumaßnahmen, die bei laufendem Betrieb stattfinden sollen, ziehen sich von August bis Februar. Dabei sollen Nutzungseinheiten gebildet werden, die untereinander durch feuerhemmende Wände und Brandschutztüren abgetrennt sind.

Ferner soll, ein brandlastfreier Flur geschaffen werden, was bedeutet, dass die Holzdecken in allen Geschossen entfernt und durch eine Akustikdecke ersetzt werden. Die Glasabtrennungen im ersten und zweiten Obergeschoss werden abgebrochen, die Holz-Glas-Abtrennungen zurückgebaut. Die Deckenöffnung zum Bereich der Polizei und die Lichtkuppeln zum Dachbereich werden verschlossen. Schließlich sollen alle Räume im Verwaltungsgebäude und im ersten Stock im Neubau der Atemschutzwerkstatt behindertengerecht erschlossen werden.
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