Kersbach
DNA-Spuren

Sexualtäter von Kersbach wollte noch weitere Frauen vergewaltigen

Dem Mann, der Ende Mai eine 17-Jährige in Kersbach missbrauchen wollte, konnte die Polizei weitere Sexualdelikte nachweisen. Er sitzt inzwischen in Haft.
Artikel drucken Artikel einbetten
Bei der Kapelle bei Kersbach versuchte ein Mann eine 17-Jährige zu vergewaltigen. Foto: Andreas Oswald
Bei der Kapelle bei Kersbach versuchte ein Mann eine 17-Jährige zu vergewaltigen. Foto: Andreas Oswald
Nach umfangreichen Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bamberg wegen einer versuchten Vergewaltigung im Mai in Kersbach, konnten nun zwei Sexualdelikte in Schwaben und Mittelfranken aufgrund der gesicherten DNA-Spuren im oberfränkischen Fall geklärt werden.

Der Mann arabischer Herkunft befindet sich bereits seit Ende Mai 2016 auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bamberg in Untersuchungshaft.

Wie berichtet, hatte der Tatverdächtige am frühen Nachmittag des 28. Mai versucht, im Ortsteil Kersbach eine 17-jährige Frau zu vergewaltigen. Er griff sie unvermittelt von hinten an, brachte sie gewaltsam zu Boden und versuchte trotz heftiger Gegenwehr, sie sexuell zu missbrauchen. Ein Zeuge hörte die Hilfeschreie und beobachtete den Tatort genauer. Dies veranlasste den Täter wahrscheinlich, von seinem Opfer abzulassen und zu flüchten. Polizeibeamte fahndeten umgehend nach dem Mann und konnten ihn wenig später festnehmen. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bamberg übernahmen die weiteren Ermittlungen. Eine umfangreiche Spurensicherung wurde durchgeführt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bamberg erging Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen.


Für weitere Sexualdelikte verantwortlich

Wie sich nun herausgestellt hat, ist derselbe Mann auch für zwei weitere Sexualdelikte verantwortlich: Am 12. September 2015 kam es in Mering, Landkreis Aichach-Friedberg, zu einer versuchten Vergewaltigung, bei der dem Täter die Flucht gelang. Trotz intensiven Ermittlungen und Fahndungsmaßnahmen der Ermittlungsgruppe der Kripo Augsburg und der Staatsanwaltschaft Augsburg, konnte der Mann zunächst nicht identifiziert werden. Auch bei einer weiteren, versuchten Vergewaltigung am 11. September 2015 in Schwabach, konnte die dortige Kriminalpolizei keinen Durchbruch erzielen.

Anhand der Auswertungsergebnisse der durch die Bamberger Kripo gesicherten DNA-Spuren in Forchheim, gelang es den Beamten in Augsburg und Schwabach nun, den 27-Jährigen auch als Täter der Sexualdelikte in Mering und Schwabach zu überführen.

Des Weiteren erfolgt eine Überprüfung seiner Person im Zusammenhang mit einem weiteren Sexualdelikt am 22. September 2015 im Bereich Mering.


Effeltricher verhinderte Vergewaltigung

Durch vorbildliches Verhalten hat Thomas Schmitt die Vergewaltigung am Kersbacher S-Bahnhof verhindert. Der 24-Jährige aus Effeltrich hatte die Hilfeschreie gehört des Opfers und war ihm zuhilfe gekommen. Für seinen Mut hat dem Effeltricher Polizeipräsident Reinhard Kunkel seinen ausdrücklichen Dank ausgesprochen.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.