Eggolsheim
Qualifikation

Sechs Stunden dauert die Prüfung der Forchheimer Landwirte

Die angehenden Landwirte aus dem Landkreis Forchheim legten ihre praktische Prüfung ab. Am Montag folgt der Theorieteil.
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Vanessa Gebhard ist gerade im Prüfungsbereich Pflanzenproduktion. Sie erklärt den Prüfern Waltraud Dümmler (Pflanzenbauberatung AELF Bamberg) und Landwirtschaftsmeister Nikolaus Kestler aus Strullendorf, wie Rotklee aus der Luft Stickstoff bindet und so den Boden mit dem wichtigen Pflanzennährstoff anreichert.  Foto: Mathias Erlwein
Vanessa Gebhard ist gerade im Prüfungsbereich Pflanzenproduktion. Sie erklärt den Prüfern Waltraud Dümmler (Pflanzenbauberatung AELF Bamberg) und Landwirtschaftsmeister Nikolaus Kestler aus Strullendorf, wie Rotklee aus der Luft Stickstoff bindet und so den Boden mit dem wichtigen Pflanzennährstoff anreichert. Foto: Mathias Erlwein
60 Prüflinge aus dem westlichen Teil Oberfrankens, davon 28 Absolventen der Berufsschule Coburg und 32 Absolventen des Bildungsprogramms Landwirt (BiLa), machten ihre praktische Prüfung als Landwirt. Die Abschlussprüfung fand verteilt auf fünf Prüfbetriebe statt.

Im Landkreis Forchheim stellt Landwirt Heinrich Schwarzmann schon seit Jahren seinen Hof zur Verfügung. "Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn wir legen hier zwei Tage lang den Betrieb schon etwas lahm", bedankt sich Klaus Reiniger, Bildungsberater vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Coburg. Im Schnitt sind es jährlich rund 40 Absolventen, die den Beruf des Landwirts ergreifen wollen.

"Da in diesem Jahr der dreijährige BiLa-Kurs wieder als Abendkurs angeboten wurde, sind es einige mehr. Die Abendkurse sind für viele praktikabler als die Blockkurse", erklärt Reiniger.


Prüfungsbereiche im praktischen Teil sind die Tier- und Pflanzenproduktion. Es folgt am Montag, 4. Juli, eine zentrale schriftliche Prüfung in den Fächern Tier- und Pflanzenproduktion, Wirtschaftslehre und Sozialkunde.
Aus dem Forchheimer Landkreis nehmen in diesem Jahr zehn Prüflinge teil, ein Auszubildender aus der Berufsschule Coburg und neun, die bereits einen Beruf erlernt haben und sich auf der Abendschule für den Test vorbereitet haben.

Die Möglichkeit, sich über die Abendkurse das Wissen anzueignen, nutzte auch Vanessa Gebhard aus Kirchehrenbach. Sie ist eine von drei Frauen, die aus dem Landkreis den Beruf des Landwirts erlernt. Ihr Mann Bernd betreibt einen landwirtschaftlichen Betrieb im Nebenerwerb. "Wir haben den Betrieb jetzt etwas vergrößert und bearbeiten rund 60 Hektar, erklärt die 32-jährige Absolventin. Sie hat sich bisher ausschließlich um die hofeigene Reitschule gekümmert. Jetzt will sie ihren Mann noch mehr unterstützen. "Dazu will ich mich auch auskennen."

Dafür ist für Vanessa Gebhard die Ausbildung ein logischer und notwendiger Schritt. Die praktische Prüfung ist umfangreich und dauert sechs Stunden. Sie umfasst die Prüfungsbereiche Tierproduktion und Pflanzenproduktion.

Die Ergebnisse liegen nach der schriftlichen Prüfung Ende Juli vor. Die Durchfallquote lag in den vergangenen Jahren bei etwa zehn Prozent.


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