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Forchheim
Literatur

Schüler fühlen sich in Forchheimer Vergangenheit ein

Die Zeit der Forchheimer Bronzegießerei inspirierte Schüler zu ihren Geschichten.
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Die Porta Vorchheimensis ist eines der großen Wahrzeichen Forchheims.  Foto: Josef Hofbauer
Die Porta Vorchheimensis ist eines der großen Wahrzeichen Forchheims. Foto: Josef Hofbauer
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Das Gasthaus Blaue Glocke ist wohl jedem in Forchheim ein Begriff, ebenso die Porta Vorchheimensis, die vor etlichen Jahren der Rotary-Club der Stadt gestiftet hat. Eher weniger im Gedächtnis verankert dürfte sein, dass die Rotarier nun schon im neunten Jahr einen Schreibwettbewerb für die Zehnt- und Elfklässer der Gymnasien ausloben, bei dem es um Aspekte je einer der zwölf stadtgeschichtlichen Tafeln auf der markanten Plastik geht.
Diesmal kam unweigerlich das Gasthaus mit ins Spiel, befand sich doch dort über längere Zeit die Bronzegießerei, der eine der Tafeln gewidmet ist. Glocken und Kanonen wurden dort gegossen. Ihr Ruf und damit auch der der Ruf der Gießermeister drangt weit über die Region hinaus.

"Die Porta ist eine kurzweilige Möglichkeit, sich mit der Geschichte Forchheims zu befassen", befand Rotarier-Präsident Ulrich von Hinzenstern bei der Feierstunde in der Sparkasse. Ziel des Schreibwettbewerbs, so dessen langjähriger Betreuer Rudolf Schifferer, ist es, das Interesse zu wecken und kulturelles Bewusstsein zu steigern. Und explizit: "Um eine Zukunft zu haben, muss man seine Vergangenheit kennen." "Chronos winkt mir zu", ließen vielleicht gerade deshalb Vanessa Wolny und Yagmur Özmeral in ihren Text mit einer eher fantastischen Note einfließen. Sich mit der Zeit, mit der Geschichte zu befassen, ist auch die Aufgabe des auf zwölf Jahre angelegten Wettbewerbs.


Erzählerischer Zugang

Die zweite Stufe für die Schüler war es, dem zusammengetragenen Material eine Form zu geben. Fast alle wählten dafür einen belletristischen Ansatz, meist eine Kurzgeschichte. Durch sie verleihen sie einer langen Epoche vom 16. bis weit ins 18. Jahrhundert Kontur.

Seit 1570 ist die Existenz einer Gießhütte für Forchheim belegt. Ihr erster Standort war die heutige Klosterstraße 10. Erst später wurde sie verlagert in die Hauptstraße und in das heutige Gasthaus verlegt. Sebastian Reichbrunn, Hans und Sebald Kopp, Johann Conrad Roth - das sind die bekanntesten Gießer-Namen, um die sich die Geschichten ranken.


Impulse für Geschichten

Die kunstvollen Verzierungen, der Wohlklang, das machte die Meister und ihre Gehilfen stolz. Und gaben damit den heutigen Schülern Impulse für ihre Geschichten.
Die Geschichten und Aufsätze zu den ersten sechs Tafeln auf der Porta wurden vom Rotary-Club als Buch herausgegeben und sind im Buchhandel erhältlich. Ein zweiter Band wird allerdings erst in vier Jahren folgen, wenn der Bilderzyklus vollständig betrachtet worden ist.

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