Drosendorf am Eggerbach
Brand

Scheune in Drosendorf wird Raub der Flammen

Es wirkt bizarr. Eiszapfen hängen von den verkohlten Balken einer Fachwerkscheune in Drosendorf. Nur noch das Gerippe des Gebäudes stehlt.
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Nur das Gerippe der Scheune blieb stehen.  Foto: Josef Hofbauer
Nur das Gerippe der Scheune blieb stehen. Foto: Josef Hofbauer
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Es wirkt bizarr. Eiszapfen hängen von den verkohlten Balken einer Fachwerkscheune in Drosendorf. Nur noch das Gerippe des Gebäudes stehlt.
In der Silvesternacht hatte diese Scheune lichterloh gebrannt. Gegen 1.25 Uhr erhielt die Feuerwehr die Meldung, dass das landwirtschaftliche Gebäude in Flammen stehe. Beim Eintreffen der Floriansjünger stand die Scheune bereits in Vollbrand.
Schwierigkeiten bereitete den rund 80 Feuerwehrleuten aus den umliegenden Ortschaften nicht nur die Hitze, sondern auch die Kälte. Durch den Brand hatte sich ein Riss im Giebel gebildet, wodurch massive Einsturzgefahr bestand. Zudem mussten die Einsatzkräfte bei Temperaturen von Minus acht Grad Celsius immer wieder Salz auf die Wege streuen, weil das Löschwasser gefährliches Glatteis gebildet hatte.
Ein angrenzendes Wohnhaus wurde glücklicherweise nicht in Mitleidenschaft gezogen. Die Feuerwehrleute konnten Schlimmeres verhindern. Verletzt wurde bei dem Brand niemand.
Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass eine Silvesterrakete für den Ausbruch des Feuers verantwortlich ist. Nach Augenzeugenberichten loderten die Flammen zunächst im Giebel, ehe binnen kürzester Zeit das komplette Gebäude, in dem Heu und Stroh gelagert waren, brannte. Die endgültige Brandursache soll nun die Kriminalpolizei ermitteln. Verletzt wurde zum Glück niemand. Die Polizei schätzt Sachschaden auf rund 60 000 Euro.
Zuvor war in Melkendorf, im Landkreis Bamberg ein Großaufgebot von hundert Einsatzkräften aus Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zu einer Scheune in der Lindacher Straße geeilt. Kurz nach Mitternacht war vermnutlich durch einen Feuerwerkskörper in der Ortsmitte eine Scheune in Brand geraten. Bis auf einen Jungbullen konnten die eingestellten Tiere rechtzeitig ins Freie gebracht werden. Der Bulle erlitt so schwere Brandverletzungen, dass er durch einen hinzugezogenen Veterinär eingeschläfert werden musste.
Zwei Personen erlitten eine leichte Rauchgasvergiftung. Die Scheune brannte vollständig ab. Der Schaden wird auf ca. 100.000 Euro geschätzt.
Bei zwei Brandeinsätzen in der Silvesternacht konnten die Feuerwehren in Adelsdorf und in Röttenbach (Landkreis Erlangen-Höchstadt) die Flammen jeweils schnell bekämpfen und hohen Sachschaden verhindern. In Brand geraten war ein Carport in Adelsdorf und eine Garage in Röttenbach.

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