Ebermannstadt

Rund um den Marathon geht es gemütlich zu

Vom kühlen Wetter lassen sich Läufer und Skater nicht ins Bockshorn jagen. Und auch die Zuschauer kommen, feuern die Wettkämpfer an und feiern so gut es geht auf der autofreien B470.
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Der Musikverein Gößweinstein sorgte für Stimmung in Behringersmühle. Foto: Carmen Schwind
Der Musikverein Gößweinstein sorgte für Stimmung in Behringersmühle. Foto: Carmen Schwind
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Zum Zehn-Kilometer-Lauf am Sonntag hatte sich auch Sebastian Götz kurzfristig angemeldet. Der Niedermirsberger ist Zweiter Bürgermeister in Ebermannstadt (MOG), Mitglied der Blaskapelle, läuft, spielt Fußball und fährt Inlineskates. Nach dem Wettkampf war der 28-Jährige begeistert vom perfekten Laufwetter, und dass Ebermannstadt Start und Ziel des 16. Fränkische-Schweiz-Marathons war.

Und was ist noch wichtig für einen Läufer? "Dass er angefeuert wird", antwortete Götz spontan. Und wo war an der Strecke am meisten los? "In Rüssenbach war mal wieder ein richtig gutes Straßenfest. Das ist seit Jahren bekannt. Da stehen viele Leute an der Strecke und haben uns richtig gut angefeuert", erzählte der Lokalmatador. Doch auch beim Start in Ebermannstadt standen viele Menschen, die den Athleten bei Start und Zieleinlauf zujubelten.


Irische Kobolde als Fans

Nach den Läufen ging es für die Zuschauer dann in die Stadtmitte, um sich innerlich aufzuwärmen und die Sieger bei den Ehrungen zu beklatschen. Manche kamen nicht aufs Treppchen, wurden aber doch geehrt: Kathrin Schmitt hatte sich dafür Irische Kobolde mitgebracht. "Die Kathrin ist die beste Läuferin der Welt", meinte dann auch der eine Kobold, der unter dem Namen Sebastian Schuhmann bekannt ist. Kathrin Schmitt war zufrieden, da sie für die zehn Kilometer eine Stunde und vier Minuten benötigt hatte. Und darauf stießen die drei dann an. Nur leider war das Wetter nicht gerade ideal, um lange im Freien zu sitzen oder zu stehen.

An der neuen Wende in Behringersmühle unterhielt der Musikverein Gößweinstein unter der Leitung von Jürgen Hiltl das Publikum. Und hier spitzte sogar die Sonne ein wenig durch! Die meisten Läufer waren schon durch, als Publikumsliebling Kurt Singer die Wende erreichte. Zur Unterhaltung aller hielt er kurz an und machte einen Kopfstand, bevor er sich auf den Rückweg machte. Kurt Singer war der älteste Marathonläufer dieser Veranstaltung. Er ist Jahrgang 1942.


Gegen Mittag lässt es nach

Thorsten Heimann, Gruppenführer vom Technischen Hilfswerk (THW), stand mit Kollegen an der Wende und reichte den Läufern Wasser. "Heute Morgen, als die Handbiker durchkamen, waren viele Zuschauer da, aber dann wurden es immer weniger", erzählte Heimann. Da sei die Stimmung richtig gut gewesen, da die Zuschauer den Athleten zugejubelt haben. "Im Vorjahr waren wir in Streitberg positioniert, da war richtig was los", ergänzte Heimann. Kein Wunder, wenn Sambatänzerinnen zu fetzigen Rhythmen tanzen. Auch konnten die Gäste die Ausstellung "Streitberger Schätze" im Bürgerhaus bewundern.

In Gasseldorf gab es ein Straßenfest der Ortsvereine, in Tüchersfeld einen Familiennachmittag und in Weilersbach das Backofenfest des Heimat- und Trachtenvereins - so kamen nicht nur sportlich Begeisterte auf ihre Kosten.

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