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Hallerndorf
Kreuzberg

Räte lehnen Antrag auf neuen Parkplatz ab

131 neue Parkplätze für Autos und fünf Busstellplätze sind den Hallerndorfer Gemeinderäten zu viel.
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Blick zum Kreuzberg Hallerndorf
Blick zum Kreuzberg Hallerndorf
Die Eheleute Friedel-Winkelmann, Betreiber des Brauhauses am Kreuzberg in Hallerndorf, beantragten einen Vorbescheid: Sie wollen einen Parkplatz mit 131 Stellplätzen für Pkw und fünf Busse unterhalb des Kreuzberges errichten. Das Grundstück liegt auf der linken Seite vor dem Wald, wenn man von Hallerndorf aus zum Kreuzberg geht.

Zu diesem Zweck müssten die Gemeinderäte eine Änderung des Flächennutzungsplanes beschließen, damit aus einer Ackerfläche ein Parkplatz werden kann. Doch einen Parkplatz hier vor dem Wald konnten sich viele der Gemeinderäte nicht vorstellen. Auch wenn die Parkplatzsituation an den großen Feiertagen brenzlig sei: "Werden mehr Straßen und Parkplätze gebaut, dann führe das zu noch mehr Verkehr", argumentierte Georg Gunselmann (JAB). Ohnehin sei der geteerte Weg lediglich 3,60 Meter breit und für eine Maximallast von fünf Tonnen vorgesehen.
Ein moderner Bus wiegt dagegen 20 Tonnen.

Reinhold Ruschig (WG Schnaid/Stiebarlimbach) wies darauf hin, dass die Parkplatzsituation an manchen Tagen unzumutbar sei: "Die Kreuzbergbesucher parken einfach überall, auch auf privaten Wiesen." Auch Thomas Sawinsky (WG Schlammersdorf) könnte sich eine Entlastung durch einen solchen Parkplatz vorstellen, allerdings nicht in dieser Größe und auf gar keinem Fall für Busse.


"Der Kreuzberg ist am Limit"

Gunselmann wies darauf hin, dass ein Parkplatz am Wald die Situation in Schnaid nicht ändern würde: "Wir sind jetzt in der Situation, dass der Kreuzberg mit seinen drei Kellern dort oben am Limit ist." Das sei zwar für den einzelnen Unternehmer vielleicht schwierig, aber die Gemeindevertreter müssten auf das Wohl der gesamten Gemeinde achten, argumentierte Gunselmann.

Gerhard Bauer (WG Hallerndorf) wies darauf hin, dass ein Parkplatz an dieser Stelle äußerst uncharmant sei: Das Landschaftsbild der Kulturlandschaft würde an dieser Stelle rigoros zerstört. Überhaupt würde der Weg von Hallerndorf gerne und zum größten Teil von Fußgängern und Radfahrern genutzt. Gäste können beispielsweise mit dem sogenannten Kellerexpress, der Freizeitlinie des VGN, zum Kreuzberg fahren und dort einkehren.

Auch Matthias Erlwein (JAB) gab sich skeptisch und war sich sicher, dass mit dem Parkplatz später auch das Brauhaus erweitert werden soll. Er möchte mit seiner Entscheidung im Gemeinderat ein deutliches Zeichen dafür setzen, dass eine solche Ausweitung nicht erwünscht sei. Claudia Kraus (WG Trailsdorf) nannte den Kreuzberg ein Schatzkästchen, dass durch einen solchen Ausbau nicht zerstört werden dürfe und hielt eine Ladestation für E-Bikes auf dem Kreuzberg für sinnvoller. Ihrer Ansicht nach reichen die vorhandenen Kapazitäten bis auf fünf Tage im Jahr durchaus.

Gegen den Parkplatz in der geplanten Größe sprachen sich - bis auf einen - alle Gemeinderäte aus, gegen einen kleineren Parkplatz ohne Busse votierten immer noch acht Gemeinderäte.

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